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Schneewolke
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Beitrag von Schneewolke »

Hallo Zusammen,

ich bin ein neues Mitglied und studiere zurzeit Medientechnologie. Momentan nehmen wir unterschiedliche Betriebssystem durch und mich hat das MS DOS gefesselt. Ich würde hier gerne einige Inspirationen sammeln und mich genauer schlau machen.

Ich habe gelesen, dass MS DOS heutzutage immer mal wieder erweitert wird. Kann mir vielleicht jemand sagen, wie diese Erweiterungen aussehen bzw. worin sie bestehen?

Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Viele Grüße Schneewolke
S+M
DOS-Guru
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Re: Allgemeines

Beitrag von S+M »

Mir (und anderen vermutlich auch) ist nicht ganz klar, was du mit "erweiter" meinst, denn MS-DOS selbst wird sicherlich seit ~20 Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Was noch weiter entwickelt wird ist z.B. Freedos und natürlich kann man DOS, wie quasi jedes andere OS auch, durch eigene Programme im Funktionsumfang erweitern.
Delphis1982
HELP.COM-Benutzer
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Re: Allgemeines

Beitrag von Delphis1982 »

Also, erstmal wurde DOS nicht "erweitert", sondern höchstens upgedatet.
Dass, was unter Windows als "DOS" verkauft wird, bei dem immer wieder neue Funktionen in Form von neuen Befehlen hinzukommen,
ist nur eine Kommandozeile, die nur die Syntax von DOS nutzt, mit DOS selbst aber nichts zu tun hat.
Es ist heute noch nicht mal mehr eine DOS-Emulation.
Sollte wirklich von echtem DOS die Rede sein, wenn man von "Erweiterung" spricht,
dann ist wohl eher die Installation von zusätzlichen Programmen die Rede,
welche man anschließend durch simples eingeben eines Befehls startet.
Wenn Du wirklich DOS studieren willst/musst, dann befasse dich lieber mit den Versionen bis 6.22.
Das geht wunderbar durchaus in einer virtuellen Maschine.
Als Beispiel der Version 6.22, die hat 3 Images. Diese benötigst Du zur Installation.
Zum Booten des Setups mountest Du das ERSTE Image, das Fragt dann irgendwann im Laufe der Installation Disk 2 und 3 ab.
Zum Schluss nochmal Disk 1 und fertig.
Du hast MS-DOS drauf.
Fortan begrüßt dich erstmal ein blinkender Cursor nach dem Booten. Willkommen in MS-DOS.
Studiere als erstes die INTERNEN Befehle:
DIR (Verzeichnisinhalt auflisten)
REN (Datei umbenennen)
DEL (Datei löschen)
COPY (Datei kopieren)
TYPE (Inhalt einer Datei als Text ausgeben)
MD (Verzeichnis erstellen)
RD (Verzeichnis löschen)
CD (Verzeichnis wechseln)
TIME (Uhrzeit anzeigen oder ändern)
DATE (Datum anzeigen oder ändern)
CLS (Bildschirminhalt leeren)
Anschließend befass dich mal mit den Eigenheiten der Speicherverwaltung. Sprich: himem.sys und emm386.exe
Damit einhergehend kommst Du dann zwangsläufig mit den beiden wichtigsten Dateien in Berührung:
nämlich die autoexec.bat und die config.sys
In diesem Forum gibt es genug Infos, wie man diese Dateien bearbeitet.
Irgendwann kommst Du dann auch mit den externen Kommandos in Kontakt.
Diese liegen als *.EXE oder *.COM Dateien im DOS-Verzeichnis vor.
Z.B. KEYB (vor allem KEYB GR), FORMAT, MOVE, SYS, FDISK, EDIT, ATTRIB und DELTREE, um mal die wichtigsten zu nennen (Subjektive Meinung).
Bitte vorsichtig mit FDISK und FORMAT.

Sicher ist FreeDOS auch eine Alternative, hat aber so seine Eigenheiten,
und wenn es darum geht, alte und zum Teil störrische Programme zu starten,
wird man irgendwann feststellen, dass FreeDOS nunmal nicht MS-DOS ist.
Ist aber eigentlich schon einen eigenen Thread wert. Das wird da nämlich dann schon fast religiös. Amen.
Abgesehen davon, arbeitet die Speicherverwaltung von Freedos grundsätzlich anders als die von MS-DOS.
Wenn Du also wirklich explizit MS-DOS studieren willst, dann nimm nicht FreeDOS.

Wenn Du irgendwann anfängst, Programme zu installieren,
mach nicht den typischen Fehler, dass du die Programme entscheiden lässt, wo sie sich installieren wollen.
Das ist nämlich meistens das Hauptverzeichnis unter C:\
Unter FAT16 wirst Du ab 512 Einträgen im Dateiverzeichnis (Dateien oder Ordner) im Root Probleme bekommen.
Wenn irgendwann VFAT (ab z.T. schon ab Windows for Workgroups, aber erst Recht ab Windows 95) hinzukommt, ist dieses Limit sogar viel schneller erreicht.
Denk Dir also nach der Installation von DOS eine Struktur aus,
wo Du was haben willst.
Lege Ordner an, in die Du Programme installieren lässt,
z.B. lege einen Ordner C:\Tools an. Wenn Du jetzt z.B. Word für DOS installierst,
ändere das Zielverzeichnis im Setup von C:\Word auf C:\Tools\Word.
Lasse Dokumente in einen Eigenen Ordner speichern.
Egal wie, versuche das Hauptverzeichnis so sauber wie möglich zu halten.
Trägt auch zur Übersichtlichkeit bei.
Ich hoffe, ich konnte erstmal etwas Starthilfe geben.
Aber ganz wichtig bei DOS:
Neugier, Neugier, Neugier. Experimentiere mit den Befehlen.
Und DOS hat den Befehl HELP, nutze ihn, er ist sehr informativ.
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MS-DOS v6.22 (inkl. Sound, TCP/IP, Arachne Browser und Email) + Windows 3.11
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