Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » So 9. Mär 2014, 20:40

Zitat von Youtube:
You had to program during the late 1980's to early 1990's to understand why CGA was used and EGA was hated. Whoever originally developed the EGA hardware was a bonehead and hated game developers. EGA was complex and "layered." It made no sense. Because of this, it was hard to get high frame-rates with EGA. So, you either programmed for CGA or VGA, and VGA was expensive back then. EGA was used mainly for text processing.
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon DOSferatu » Mo 10. Mär 2014, 20:34

Ja, das "Layern" von EGA liegt halt daran, daß man die Monochrom-Modi "aufgebohrt" hat: 4 "mono" (1-bit-)Planes "hintereinander" gelegt, um die 16 Farben zu kriegen....
totaler Pain in the Ass, damit in Echtzeit Grafikdinge zu tun (die dauernden Pagewechsel etc)...
Aber die Leute haben sich halt trotzdem abgemüht und es funktionierte: Siehe Commander Keen usw.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Fr 16. Mai 2014, 15:32

Ist es richtig, dass EGA grundsätzlich 8Bit ist ?

Eigentlich wäre EGA mit 64KB Vram der Standard. Mein Tower-AT hat Onboard aber 256KB! Vram.
Daher kommt vermutlich auch die Möglichkeit, ggf. mehr Farben gleichzeitig darzustellen ? (sofern das geht)
oder halt größere Auflösungen als 640x350 zu ermöglichen. Lt. der Beschriftung der Werbeanzeige, kann die verbaute Onboard EGA-Grafik bis zu 800x600! darstellen.

Das Ganze nützt mir nur wenig, da ich wie die Stecknadel im Heuhaufen nach den originalen Diskettensätzen für den Schneider Tower-AT EGA suche. Da müssten die passenden Treiber enthalten sein. (ACAD, GEM, Win)

Aber selbst mit der Bootbezeichnung "GEMINI VC-001" kann google nix anfangen. Ich finde einfach nicht die passenden Treiber...verflixt.

Interessant ist bspw. das der Benchmark (Landmark) bei dem 286/10 mit VGA-Karte (ET4000) rund 7300 Chrs/sec. ausgibt.
Bei Verwendung der EGA Grafik sind es gerademal 499 Chrs/sec. Dennoch läuft bspw. BioManace fast gleichgut mit der Onboard EGA. Das ist echt verrückt!

Zumal mir so mache Games in EGA besser gefallen als in VGA.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon wobo » Sa 17. Mai 2014, 09:11

drzeissler hat geschrieben:Ist es richtig, dass EGA grundsätzlich 8Bit ist ?

Ja, grundsätzlich ist das richtig. Alle Register der EGA sind 8 bit groß. Die Busanbindung ist 8 bit groß.Die Art, wie sich EGA aus dem Video-Ram die Darstellungsinformation holt, erfolgt in 8 bit - Happen. Zu ca. 90% dürfte EGA 8 bit -Design sein, manchmal aber ziemlich aufgebohrt.

EGA war ja von ibm nicht nur erdacht, um Standard für ATs zu werden. Sondern auch um die 8-Bitter 8088-4.77-Ur-PCs ergänzen zu können...


drzeissler hat geschrieben:Eigentlich wäre EGA mit 64KB Vram der Standard. Mein Tower-AT hat Onboard aber 256KB! Vram.
Daher kommt vermutlich auch die Möglichkeit, ggf. mehr Farben gleichzeitig darzustellen ? (sofern das geht)
oder halt größere Auflösungen als 640x350 zu ermöglichen. Lt. der Beschriftung der Werbeanzeige, kann die verbaute Onboard EGA-Grafik bis zu 800x600! darstellen.


Nein, der technische EGA - Standard war von Anfang so definiert, dass EGA 64k, 128k, 192k oder 256k haben konnte. IBM hat zwar die erste EGA Karte nur mit 64k angeboten. Es war aber von Anfang an immer ein Extensionboard erwerblich, mit dem durch Belegung eines weiteren ISA-Steckplatzes der EGA-Speicher auf die vollen 256k aufgerüstet werden konnte. EGA-Karten von Drittanbietern hatten schon aus Marketing technischen Gründen in der Regel immer 256k drauf - schließlich war EGA High-end und warum sollte man sich das High-end image auch zerschiessen, wenn man am RAM spart.

Auch alle (meine) Programmierhandbücher setzen EGA Karten mit 256k voraus. Ebenso die meisten EGA-Spiele (z.B. Bio Menace). Auch wenn ein 320x200/16-Farben-Bild nur 32k benötigt, gab es genügend Gründe auf die Vollaustattung zu setzen. Neben animationsspezifischen Dingen (Doublebuffering z.B.) wurde der Bildschirmspeicher manchmal auch missbraucht, um den Hauptspeicher zu entlasten.

Das war übrigens schon bei der Ur-MDA so. Die hatte 4k Speicher, um 80x25 Zeichen darstellen zu können. Da ein Zeichen aus dem eigentlichen ASCII-Zeichencode (8 bit) und dem Darstellungsattribut(2*4 bit) besteht, braucht man für einen 80x25-Screen exakt 4000 byte (80*2*25). Die restlichen 96 byte (4k=4096) wurden dann zum Abspeichern von Variablen benutzt. Es stört ja keinen, wenn in der nicht sichtbaren Textzeile 26 nur wirres Zeug zu sehen wäre. Bei EGA waren halt für derartigen Notspeicher nicht nur 96 byte, sondern ggf. gleich ein Paar Hundert kb vorhanden.

EGA kann per Definition Auflösungen von 320x200, 640x200 und 640x350. Alles, was davon abweicht (640x400, 640x480, 720x450....) ist Super-EGA und ziemlich proprietär. Und funktionierte schon damals nur mit seltenen, weil sündhaft teuren digitalen Multisync-Monitoren.


drzeissler hat geschrieben:Interessant ist bspw. das der Benchmark (Landmark) bei dem 286/10 mit VGA-Karte (ET4000) rund 7300 Chrs/sec. ausgibt.
Bei Verwendung der EGA Grafik sind es gerademal 499 Chrs/sec. Dennoch läuft bspw. BioManace fast gleichgut mit der Onboard EGA. Das ist echt verrückt!

Zumal mir so mache Games in EGA besser gefallen als in VGA.


Das mit BioMenace ist interessant. Auf meinem 386sx16 mit schneller WD90c11-VGA läuft das Game nämlich bei weitem nicht so flüssig wie auf einem 486sx25 mit et4000. Teste irgendwann mal die EGA mit Dr. Hardware... damit kann ich mehr anfangen. Aber die Relation, dass ISA- VGA in der Regel 10x oder noch viel mehr schneller ist als die schellste EGA, dürfte ohne weiteres stimmen.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon Brueggi » Sa 17. Mai 2014, 14:08

CIV1 läuft auch in EGA, sieht dann aber aus wie am ST ;-)

Also soweit ich weiss, ist es möglich 64 Farben zeitgleich darzustellen, irgendein Autorennen (Ironman..bla..bla...komm nicht auf den Namen) kann das - aber nur wenn man einen Composite-(FBAS?)-Monitor angeschlossen hat. Somit bräuchte man also erstmal eine EGA-Karte, die sowas hat.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » So 18. Mai 2014, 16:22

Zuletzt geändert von drzeissler am Di 20. Mai 2014, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Di 20. Mai 2014, 20:56

Monkey Island 1 EGA => MONKEYUP.EXE
Loom EGA => LOOMUP.EXE

Suche die beiden MT-32 Patches für die EGA-Version der obigen Spiele.
Der FTP bei Lucas ist nicht erreichbar.

Gruß
Doc
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon MSDOS622 » Mi 21. Mai 2014, 12:13

Das malprogramm "Dr.Halo III" hat diverse EGA Modi.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Mi 21. Mai 2014, 13:26

Danke, für solche Tipps bin ich sehr dankbar!
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Di 3. Jun 2014, 08:49

Ich habe mich in der Vergangenheit schon häufige gefragt, warum bei EGA-Spielen die Farbpalette nicht ganz optimal genutzt wurde.
Ich habe so den Eindruck, dass EGA zumeinst die Farbpalette hatte, die das "aufgebohrte" CGA bot.
Bei den alten Sierra-Adventures sieht CGA 16 Farben (Tandy-.Mode) so aus wie EGA 16 Farben.
Oder täusche ich mich da ?
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon wobo » Sa 12. Jul 2014, 13:25

drzeissler hat geschrieben:Ich habe mich in der Vergangenheit schon häufige gefragt, warum bei EGA-Spielen die Farbpalette nicht ganz optimal genutzt wurde.
Ich habe so den Eindruck, dass EGA zumeinst die Farbpalette hatte, die das "aufgebohrte" CGA bot.
Bei den alten Sierra-Adventures sieht CGA 16 Farben (Tandy-.Mode) so aus wie EGA 16 Farben.
Oder täusche ich mich da ?


Das habe ich in diesem Thread eigentlich schon geschrieben ( viewtopic.php?f=4&t=8210#p36765 ):

IBM wollte, dass EGA sich an den CGA-Monitor anschließen läßt und die CGA auch an den neuen EGA-Monitor. Dies bedeutete dann, dass sich die EGA-Karte im 200 Zeilen-Modus wie eine aufgebohrte CGA-Karte verhalten musste und damit maximal die 16 CGA-Farben darstellen konnte. Der EGA-Monitor musste sich im 200 - Zeilen - Modus exakt wie ein CGA-Monitor verhalten und konnte deswegen in diesem Modus auch nur die 16 CGA-Farben darstellen.

64 Farben konnte sowohl die original ibm EGA-Karte als auch der original ibm EGA-Monitor nur im 350-Zeilen-Modus.

Der Grund ist folgender: CGA verwendet ein RGBI-Modell, das heisst es gibt je einen Rot-, Grün-, Blau-Kanal und einen für Intensität. EGA verwendet im 350-Zeilen Modus ein RrGgBb - Modell, das heißt je 2 Kanäle pro Rot, Grün und Blau. Nachdem aber CGA-Karten an EGA-Monitore und EGA-Karten auch an CGA-Monitore anschließbar sein sollten, musste ibm denselben 9-pin-Stecker verwenden.

Bei CGA ist der so belegt
Pins:
1 Ground
2 Ground
3 RED Video
4 GREEN Video
5 BLUE Video
6 Intensity
7 Unused
8 Horizontal Sync TTL Positive
9 Vertical Sync TTL Positive

Für EGA waren also nur noch 2 Pins frei, nämlich das (eigentlich nur für MDA relevante und auf CGA unbenutzte) Pin 7 sowie das Pin 6, welches im 64 Farbmodus ja nicht gebraucht wird. Für das notwendige dritte Pin hat ibm im 64-Farbmodus das zweite Ground-Pin wegrationalisiert und so die notwendigen zusätzlichen drei Pins erhalten.

Bei EGA-350-Zeilen sieht daher die Belegung so aus:
Pins:
1 Ground
2 Secondary RED Video
3 Primary RED Video
4 Primary GREEN Video
5 Primary BLUE Video
6 Secondary Green Video/Intensity
7 Secondary Blue Video
8 Horizontal Sync TTL Positive
9 Vertical Sync TTL Negative

Diese Pin-Belegung hätte aber dem CGA-Monitor (oder CGA-Karte?) nicht bekommen, wenn er (oder die CGA-Karte?) sich nicht mehr über Pin2 hätte erden können, sondern mit ständig wechselnden Farbtoninfos bombardiert worden wäre.

Im 200-Zeilen-Modus ist also die Pin-Belegen bei EGA zu der von CGA exakt identisch. Im 200 - Zeilenmodus ist es daher für den (orignalen ibm) EGA-Monitor nicht möglich, andere als die 16 CGA-Farben darzustellen. Neben einer speziellen EGA-Karte (Super-EGA) brauchte man also auch einen speziellen (Multisync-)Monitor, wenn man mehr oder andere als die 16-CGA-Farben im 200 Zeilenmodus darstellen wollte.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Sa 12. Jul 2014, 14:30

super, jetzt habe ich das verstanden! leider hatten die damaligen Kisten nicht wirklich genug Power für 640x350. Wenn ich da an Falcon AT denke. Da geht mit 12,5 MHz AT Power nix.
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon DOSferatu » Di 15. Jul 2014, 17:21

Übrigens, weil es hier um Mailprogramme/Konverter für EGA geht...
Also, so Konverter habe ich auch schon geschrieben, die Farben reduzieren, entweder durch "Farbfinden" oder Rastern (Dithern) oder beides. Das eine bietet auch gleich als Option die original EGA Palette an.
Mein Malprogramm PICS80x50 ist in Textmode - und arbeitet ebenfalls mit den 16 Farben.

Und ich habe auch noch Malprogramme hier, die damals bei diesem Handscanner dabei waren... Uralte Programme, und HerculesMono bzw EGA. Die Bedienung ist natürlich auch entsprechend...
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon drzeissler » Fr 18. Jul 2014, 20:33

Warum finde ich im ganzen Internet keine Win3x Treiber für meine Gemini-VC001 EGA Onboard.Grafik des Schneider
Tower-AT, auch die Originaldisks von dem EGA-Tower sind nirgends zu finden.

Windows selbst erlaubt mir nur maximal 640x350, ich kann keine höhere Auflösung ohne die Treiber einstellen.
Der Monitor könnte ohne weiteres bis 800x600 darstellen.

Doc
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Re: Enhanced Graphics Adapter -EGA-

Beitragvon DOSferatu » So 27. Jul 2014, 05:47

Hm - ich überlege gerade... Gabs diesen Modus überhaupt bei EGA schon? Vom Speicher her käme es ja hin.
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