Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

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vad4r
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Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von vad4r »

Hallo,

ich habe hier eine Roland SCB-55 liegen und frage mich, was für eine Träger-Soundkarte / restliche Hardware /Softwareumgebung ideal wäre?

Aktuell steckt sie auf einer AWE32 in einem 486er unter Dos. Das funktioniert, ist aber in meinen Augen irgendein Mischmasch. Die Karte soll auf jedenfall in einen Rechner, der Duke Nukem 3D ideal wiedergibt = 800x600
Das muss dann ja schon mind. ein PI 200 sein, dann kann man auch gleich Win98SE installieren und die AWE behalten - oder bin ich jetzt temporär ganz entglitten?
Welche SK harmonisiert denn perfekt mit ner Wavetable?
Dunkel die andere Seite ist - klappe Yoda und iß dein Toast.
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Dark_Lord
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von Dark_Lord »

Auch wenn ich selbst eine Creative plus Wavetable Kombo, in meinem Fall eine Soundblaster 16 ASP (mit unkritischem DSB ohne Hanging Note Bug) plus Yamaha DB50XG, beides noch "original von früher", laufen habe, ist eine Creative Karte mit dem halbgaren MPU-Interface eine Vergewaltigung für eine hochwertige Wavetable.

Was echt spannend ist (ich denke ja auch noch drüber nach), die brandneue ISA-Soundkarte aus dem Jahr 2021, die Orpheus 1: http://orpheus-soundcard.eu/
Vor allem halt mit dem Smart-MPU-fähigen PCMIDI, das gegen Aufpreis mit integriert wird.

Ansonsten gibt es unter den alten Karten noch ein paar Geheimtips wie die MAD-16, eine generische Karte auf OPTI-Basis. Die rote Karte aus meinem "Back to the roots" PC ist eine MAD-16-artige: viewtopic.php?f=29&t=13166
Aber die meisten dieser Karten sind auch grün. Soundblaster/Pro (leider nicht 16) kompatibel, leider kein echter OPL (aber mit dem LS-212 ein recht gut klingender OPL-3 kompatibler Nachbau) und ein MPU-401 Interface mit Interrupt (was man ja bei den Creative Karten vergebens sucht). Meine nennt sich Trontec 201. Unter dem Namen findest du die Karte auch bei Ebay für, für ISA-Soundkarten, halbwegs überschaubares Geld (eine mit grüner Platine habe ich für 40 Euro gefunden). Treiber und Review bei Phils Computer Lab: https://www.philscomputerlab.com/82c929a.html
Arbeitspferde: Xeon E5-2683v3 und Q6600

Retro:
P2-450
Commodore PC20-II/Tandy Sound
286/ET3000/Aztech NX-II
Amiga 500/Gotek/Vortex AT-once Plus 286
Pentium 166/FAST Video Machine

Projekt-PCs: C64, Dual Pentium MMX 233, 486 VLB, 486 PCI, K6, Athlon 64
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schubl
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von schubl »

Meiner Meinung nach kann man das nicht so einfach sagen, kommt drauf an was man hat und will...
Bei den Preisen heutzutage bevorzuge ich externe Geräte, die man leichter an verschiedene Geräte anstecken kann, und dafür kommt dann ein HardMPU in jeden Rechner...
Wenn mir eine Wavetablekarte in die Hände fallen würde, würde ich sie wahrscheinlich auch in ein externes Gehäuse bauen...
Kann mich ja nicht mal richtig entscheiden, in welchen Rechner ich welche Soundkarte einbaue...

Wenns aber unbedingt intern sein soll, würde ich sie einfach auf der AWE32 lassen (vorausgesetzt es ist eine mit Yamaha OPL3), da man dann mit SB16 + AWE + GM die Pentium Klasse ganz gut versorgt...
Für General MIDI und speziell Wavetable-Karten wird der intelligent mode mit IRQ nicht benutzt, sonst hätten sie damals ja schon kaum funktioniert...
Würde deshalb nicht extra eine andere Karte kaufen...

Intelligent mode braucht man eigentlich "nur" fürs MT32 und da nur bei ner handvoll Spielen, wo man auf nem Pentium locker mit SoftMPU auskommt:
https://github.com/bjt42/softmpu/wiki/C ... Mode-Games

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rique
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von rique »

Wenn der Schwerpunkt auf Midi liegt, schaue dir mal die "Terratec 16/96 Gold" mit ESS-1868F an!
Ich finde, sie ist eine super Trägerkarte für ein SCB-55.

Viele meiden ja Karten ohne OPL3, aber ich finde den ESS-1868F klasse.
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bossfan
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von bossfan »

Ich kann mich @Dark_Lord nur anschließen: Eine Opti Mad 16 Pro Karte (oder Karte, die auf dem Chipsatz beruht), ist eine ganz wunderbare Trägerkarte. Allerdings auf jeden Fall darauf achten, dass es die Pro-Variante ist, da nur die den MPU auch unter DOS bereitstellt.

Ansonsten finde ich, dass gerade ein 486er ein schönes System für eine solche Kombo ist. Gibt doch aus der Zeit um 92 bis 95 richtig viele Spiele mit tollem GM Sound, die perfekt auf einem 486er laufen. Klar, wenn's Duke Nukem 3D sein soll, dann muss es was deutlich schnelleres sein :)
Meine Retro-Rechner: 486DX 33, 8MB Ram, CL GD5424 VLB, Opti Mad16 Pro, 4xCD-ROM, 3,5" + 5,25" FDD, MPU401 Karte + MT-32 // P233MMX, 64MB Ram, ATI Mach64 (2MB) + Typhoon 3D Max 3DFx (4MB), SB16 PnP, 8x CD-ROM, 3,5" FDD, 100 MB Zip IDE, Yamaha TG100
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Dark_Lord
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von Dark_Lord »

Zwischenzeitig habe ich mal eine Orpheus 1 vorbestellt. Heute kam die Mail, dass Material für einige Karten da ist und ich die Bestellung abschließen kann. Natürlich gemacht, volle Hütte, mit PC-MPU und Dreamblaster X2 (leider noch nicht der X2GS, der hängt wohl noch an Lizenzproblemen). Hat noch etwas Vorlaufzeit von 1 bis 2 Wochen, weil sie noch gebaut werden muss.

Aktuelles (bzw. dann in 2 Wochen wenn die Orpheus da ist aktuelles) Soundkarten-Lineup:
- Commodore PC20-II (XT-Klasse): Chipkin.ru Tandy Sound Board (modifiziertes Lo-Tech Tandy Sound Board mit bereits eingearbeiteten Korrekturen, die man bei Lo-Tech noch manuell verdrahten musste), PC-BIOS modifiziert um den Chip nach dem Einschalten ruhig zu stellen
- 286: Creative Soundblaster 2.0 mit CMS Upgrade (Adlib, Soundblaster, CMS)
- 386: CPS Soundblaster 2.5 (Aztech Sound Galaxy NX2) (Adlib, Soundblaster, Covox) - wollte ich eigentlich in den 286 einbauen, aber der mag sie nicht, und dann sind mir die SB 2.0 und das 386-Board zugeflogen
- 486DX4-100 VLB: Opti MAD16 mit Terratec Wavetable (auf der muss ich noch einen kurzgeschlossenen Tantal-Kondensator tauschen)
- 5x86-133 ISA/PCI: Demnächst dann die Orpheus 1 mit Dreamblaster X2
- Pentium 2 ISA/PCI: Soundblaster 16ASP mit Yamaha DB50XG (die Karte begleitet mich seit den frühen 90ern, die Wavetable seit den späten 90ern)
- Q6600: Soundblaster X-Fi Titanium
- E5-2683v3: Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Pro (Beste Karte für eine Kombi aus aktuellen Spielen inkl 5.1 mit Dolby Digital Live und emulierten Retro-Spielen, weil sie noch einen EMU Chipsatz mit Hardware-Wavetable mit Soundfonts hat, was mit ScummVM und MT-32 Soundfont einfach episch klingt)
Arbeitspferde: Xeon E5-2683v3 und Q6600

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286/ET3000/Aztech NX-II
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bossfan
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von bossfan »

Wow. Das klingt richtig spannend. Die Orpheus Karte ist schon sehr faszinierend. Ich spiele auch oft mit dem Gedanken, mir eine zu gönnen, zumal sich mein Bruder eine gekauft hat und ich die mal in Aktion erleben durfte. Für ein MMX oder PII System ist das Teil einfach fantastisch!

Ich habe mir erstmal bei Serdashop die X2GS gegönnt. Ist bereits unterwegs und ich bin richtig gespannt darauf, wie die klingt. Habe ich derzeit für meinen 486er mit Opti Mad 16 Pro vorgesehen. Ich denke das wird eine gute Kombi :D
Meine Retro-Rechner: 486DX 33, 8MB Ram, CL GD5424 VLB, Opti Mad16 Pro, 4xCD-ROM, 3,5" + 5,25" FDD, MPU401 Karte + MT-32 // P233MMX, 64MB Ram, ATI Mach64 (2MB) + Typhoon 3D Max 3DFx (4MB), SB16 PnP, 8x CD-ROM, 3,5" FDD, 100 MB Zip IDE, Yamaha TG100
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bossfan
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Re: Wavetable - die ideale Hard- und Softwareumgebung?

Beitrag von bossfan »

Ein kurzes Update zum X2GS: Kam vor ein paar Tagen an und ich habe nun einige Spiele damit getstet. Ich muss schon sagen, der Klang ist wirklich super! Die GS Soundbank klingt gerade bei Klassikern wie Doom, Tie Fighter, Sam and Max, Descent, etc. einfach richtig klasse und auch die voreingestellte User Soundbank (Buran) klint richtig gut, passt für mich persönlich aber nicht ganz zu den Spielen - und das ist mein Hauptaugenmerk. Das Wechseln der Banks geht auch kinderleicht mit entsprechenden Midi-Files.

Über USB kann man den X2GS auch als ganz normales Midi-Modul nutzen, was z.B. bei DosBox oder ScummVM ganz wunderbar klappt und klingt. Es lassen sich so auch andere User-Soundbanks aufspielen, was ich aber noch nicht probiert habe.

Kurzum: Bin sehr zufrieden damit :-)
Meine Retro-Rechner: 486DX 33, 8MB Ram, CL GD5424 VLB, Opti Mad16 Pro, 4xCD-ROM, 3,5" + 5,25" FDD, MPU401 Karte + MT-32 // P233MMX, 64MB Ram, ATI Mach64 (2MB) + Typhoon 3D Max 3DFx (4MB), SB16 PnP, 8x CD-ROM, 3,5" FDD, 100 MB Zip IDE, Yamaha TG100
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