Computer-Kauf im Laufe der Zeit

Das Leben, das Universum und der ganze Rest.
Antworten
Benutzeravatar
Dark_Lord
Kommandozeilenfetischist
Beiträge: 174
Registriert: So 25. Mai 2008, 19:44
Wohnort: Nähe Köln
Kontaktdaten:

Computer-Kauf im Laufe der Zeit

Beitrag von Dark_Lord »

Hallo zusammen

mal ein kleiner Rückblick, wo man damals so einkaufen war, mit einem kleinen "Was wurde eigentlich aus...?"

Ladenketten:
- ESCOM - Irgendwie die legendärste Kette überhaupt. Die Preise waren ja kaum zu schlagen, die Qualität... schon. Ein Schulfreund von mir hatte einen ESCOM. Schick sah das Ding ja aus, etwas anderes Gehäusedesign als der Durchschnitt. Gut ausgestattet auch. Aber irgendwie wollte das alles nicht so recht laufen. Auch andere Bekannte von mir hatten immer Probleme mit den Dingern. Mit Heißkleber fixierte Karten, Abstürze noch und nöcher, ...
Trotzdem waren gerade die ESCOM-Filialen immer ein Erlebnis. Heute gibts ESCOM ja wieder als Online-Shop, die Frage ist nur ob der Betreiber sich mit diesem legendären aber für seine Qualität nicht gerade bekannten Marke einen Gefallen getan hat.
- Vobis - Immer für Überraschungen gut. Ich muss mal gucken, dass ich bei Gelegenheit mal auf Ebay ein paar dieser alten Highscreen Colani Design Teile wie Joystick, Maus, Tastatur und Gehäuse zusammenkratze. Sowas gab es nicht alle Tage. Potthässlich aber irgendwie kultig.
Viel übrig ist von Vobis ja nicht mehr, außer eine 08/15 Franchise-Kette mit Online-Shop.
- Comtech - Ging irgendwie an mir vorbei... und war dann irgendwann pleite. Soll wohl noch nen Online-Shop geben der die Markenrechte nutzt, ging aber auch an mir vorbei.
- Atelco - Hatte nie so den Flair wie Vobis und ESCOM weil man halt nicht so sehr auf eigene Marken und eigenes Design wert legte, aber was man da verkauft hat, hatte eigentlich immer Hand und Fuß und war preiswert. Die einzige Kette die in ihrer Urpsrungsform überlebt hat, und das zurecht wie ich finde. Gehe heute immer noch gerne dahin, es nervt allerdings manchmal, dass die Filialen kaum was auf Lager haben und alles aus der Zentrale bestellen müssen. Aber okay, so halten sie Lagerkosten niedrig und Einkaufspreise tagesaktuell und somit die Preise niedrig. Für die "schnelle Nummer" weil was abgeraucht ist taugts leider dann meist nicht weil das Teil das ich haben will dann nicht da ist, aber wenn ich Zeit habe dann greife ich gerne auf Atelco zurück weil die Preise sehr günstig sind und der Service sehr gut (Soforttausch defekter Teile, bei Komplettrechnern sogar 5 Jahre Garantie, selbst wenn man Einzelteile kauft aus denen ersichtlich ist, dass da ein Komplettrechner draus wurde)

Computermärkte

Sehr interessante Veranstaltungen Sonntags auf denen kleine Computerhändler, damals meist in Garagen, Gartenhäusern und Kellern angesiedelt, ausstellten und somit auch Sonntags verkaufen durften. Manchmal waren halt schwarze Schafe dazwischen aber die meisten waren echt genial und verbreiteten somit ihren guten Ruf damit die Leute dann mal in ihr Gartenhaus zum Einkaufen kamen. Oftmals hatten die Händler sehr gute Preise und einige, die ich auf den Märkten kennen gelernt habe gibts noch heute (auch wenn ich das angesichts von Preisen, Sortiment und Co kaum glauben mag - aber die machens halt über Service, Beratung und Sonderbestellungen).
Ich fand das hatte immer Flair und würd gern noch mal zu so Computermarkt hin, leider sind die Veranstaltungen immer seltener geworden. Außerdem weiß ich nicht, ob das heute noch den Flair von damals hat, die Märkte haben Anfang des Jahrtausends schon stark abgebaut.

Lokale Geschäfte

- Dragons/Snogard - Da ich aus dem Umkreis von Köln komme (genau gesagt aus Kerpen) war ich schon immer häufig bei Dragons Computer, einem großen Versandhandel mit lokalem Ladengeschäft in Frechen, ebenfalls eine Kleinstadt vor den Toren von Köln. Die mussten dann mal irgendwann wegen Namensstreitigkeiten ihren Namen ändern und hießen dann Snogard (na, wem fällt auf, was die gemacht haben? Tip: Dragons fängt mit D an und hört mit S auf, bei Snogard ist es umgekehrt).
Die Verhältnisse waren teilweise noch schlimmer als bei ESCOM, die Preise aber auch noch niedriger. Immerhin: Im Verkaufsraum (Verfahren bei Dragons: Bezahlen, mit unterschriebener Rechnung ins Lager dort Ware abholen - ist bei Snogard immer noch so, nur dass man hier irgendwann die Warteschlange mittels Wartenummern entzerrte) bekam man zu Zeiten von Dragons sogar ein Getränk pro Kunde gratis (heute muss man den Getränkeautomaten bezahlen). Mies hingegen die Masche mit den 20DM Servicepauschale pro angefangener viertel Stunde wenn die reklamierte Hardware doch okay war. Vor allem erlebte ich da schon Sachen, dass jemand mit einer defekten Grafikkarte ankam, nach 20 Minuten (zwei angefangene viertel Stunden) kam der Service-Mann zurück und sagte "Karte okay, 40DM Pauschale bitte". Antwort des Kunden "Freut mich, dass die Karte okay ist, aber das ist nicht meine", denn er hatte seine defekte Karte markiert.
Heute gibts das nicht mehr. Ich gehe immer noch viel zu Snogard, weil sie bereinigt immer noch die billigsten für mich sind (kein langer Anfahrtweg und somit sind die Fahrkosten geringer als Versand- oder Fahrkosten bei anderen Händlern und selbst wenn die anderen billiger sind, denn Snogard ist nicht mehr der gnadenlos billigste, sind die billigeren Händler bereinigt wegen hoher Versandkosten vielleicht noch teurer). Wenn ich doch mal was reklamieren musste, was bei den Mengen die ich für mich und Bekannte da kaufe nicht ausbleibt, wurde es in den letzten Jahren immer gut bearbeitet.
Übrigens steht heute in der Warenausgabe von Snogard ein kleines Museum in einer großen Glasvitrine, von den späten 70ern (Sinclair) über frühe 80er (C64 und Co) bis zum Anfang dieses Jahrtauends mit Elsa Revelator Brille oder Yamaha CD-Brenner mit Disc-Tattoo Technik.
- Dynasty Computer - Das war der absolute Knaller. Für alle, die Köln kennen, der Laden war in der Luxemburger Straße, kurz etwa 100 Meter von der Ecke Luxemburger/Barbarossaplatz wo sich auch Vobis und ESCOM mit zwei Riesen Filialen gegenüber standen entfernt. Leider gibts den Laden nicht mehr. Das waren ein paar Japaner die fast kein Deutsch und auch nicht wirklich viel Englisch sprachen, dafür immer gut gelaunt, freundlich, hilfsbereit... das Sortiment war groß, teilweise eher ungewöhnlich (auch spezielle Marken und Teile) und die Preise günstig.
Unter Anderem hatten die einen Servertower mit 10 Laufwerkseinschüben (alle 5.25" und nach vorne offen, ich war damals im Wechselrahmen-Wahn und auch sonst irgendwie größenwahnsinnig und musste das Teil haben). Ich stand da im Laden und wollte aber evtl. auch noch Alternativen ausloten. Der Chef: "You speak english?". Ich "Yes a bit". Und dann versuchte ich ihm klar zu machen, dass ich viele Laufwerkseinschübe brauche, kam aber nicht auf Slots für Einschübe. Mein Satz also "I need many Einschübe for Floppy Drives". Er zeigte mir den besagten Server-Tower. Ich: "What does it cost?", er tippt drei Zahlen in den Taschenrechner und hält mir diesen unter die Nase. 300DM. Viel Geld damals für mich als Schüler aber trotzdem, der Tower musste es sein, zumal ich eh einen neuen brauchte da in meinem alten das Netzteil (damals nur schwer einzeln erhältlich, zumal der alte Tower eine komische Netzteil-Bauform hatte) abgeraucht war.
Ein Punkt warum ich immer schon zweifelte, wie lang der Laden überlebt war, dass in den Gelben Seiten die Privatnummer der Inhaber stand und nicht die Nummer des Shops.

Was hattet ihr damals in den 90ern für Kult-Läden? Und gibt es die heute noch? Oder wart ihr damals auch auf Computermärkten und geht ihr evtl. auch heute noch hin?
Benutzeravatar
Odin
DOS-Guru
Beiträge: 712
Registriert: Fr 3. Feb 2006, 16:52

Beitrag von Odin »

Snogard kenne ich auch, da bin ich quasi Stammkunde. Ich habe zwar einen Anfahrtsweg von etwa 50km, aber für mich ist das der beste Laden in der Region. Außerdem ist in Köln meine Berufsschule, da fahre ich dann manchmal Nachmittags nach Frechen rüber.

Ich kaufe immer da, weil ich eben nicht auf die Post warten muss und weil ich da meinen gesamten PC-Bedarf decken kann (außer Wasserkühlungs-Teile, da muss ich dann doch immer auf die Post warten). Da stört es mich auch nicht, dass die Preise nicht gerade die niedrigsten sind. Auch der Kundenservice ist super, zwar erwischt man da manchmal einen nicht so gut gelaunten Mitarbeiter, aber bisher haben sie mir immer zu meiner Zufriedenheit geholfen.

Das erste Mal, dass ich mich ein bisschen aufgeregt hatte, war letzten Donnerstag. Da bin ich an einen neuen Verkäufer geraten (ja, ich kenne das Personal inzwischen recht gut), der hatte irgendwie keine Lust... der war ziemlich unfreundlich. Bei meiner "Bestellung" war auch eine Festplatte dabei. Ich habe im deutlichst gesagt, welche Festplatte ich haben möchte und er hat doch die falsche aufgeschrieben (der Unterschied lag nur in der Größe des Caches). Da der Preis von beiden der gleiche war, fiel mir das nicht auf. Aber zum Glück hab ich das dann bei der Warenausgabe gesehen und habe die Platte dann umtauschen lassen. Als ich zu dem Verkäufer zurück gegangen bin... naja, wenn Blicke töten könnten... ich hätte ihm daraufhin am liebsten gesagt, dass er sich einen anderen Job suchen soll, wenn ihm der als Verkäufer nicht gefällt. Da ich es aber eilig hatte und keine Lust auf Ärger hatte, habe ich das dann sein lassen...

Bei Atelco war ich früher ein paar Mal. Allerdings gefällt mir der Laden nicht sonderlich. Die haben zwar ganz gute Preise, aber dafür kaum was auf Lager. Ich bin sehr wählerisch, wenn ich Hardware kaufen will, dann auch genau die, die ich mir vorher ausgesucht habe. Da kann ich die Sachen lieber gleich im Internet bestellen, vor allem weil die Preise im Atelco-Onlineshop noch etwas niedriger sind, als in der Filiale.
"640k ought to be enough for anybody." - Bill Gates (1981)
"Windows 95 needs at least 8MB RAM." - Bill Gates (1996)
... also braucht niemand Windows 95 !!!
Benutzeravatar
Locutus
Site Admin
Beiträge: 1716
Registriert: Mo 7. Mär 2005, 23:33
Wohnort: NRW

Beitrag von Locutus »

Odin hat geschrieben:Bei Atelco war ich früher ein paar Mal. Allerdings gefällt mir der Laden nicht sonderlich. Die haben zwar ganz gute Preise, aber dafür kaum was auf Lager. Ich bin sehr wählerisch, wenn ich Hardware kaufen will, dann auch genau die, die ich mir vorher ausgesucht habe. Da kann ich die Sachen lieber gleich im Internet bestellen, vor allem weil die Preise im Atelco-Onlineshop noch etwas niedriger sind, als in der Filiale.
Genau dasselbe ist mir auch passiert, als ich mir letztens einen Wohnzimmer-PC für HD-Filme und Blu-ray zusammengestellt habe. Ich war ja noch nie bei Atelco und wollte mir das immer schon einmal ansehen, deshalb bin zur nächstgelegenen Filiale gefahren.

Die hatten auch so gut wie nichts auf Lager und mit meinem Nischenwunsch "HTPC" war ich sowieso da fehl am Platze. Die haben mich schon ganz komisch angeguckt, als ich "MicroATX" sagte. :-)

Von den neuen Intel-45nm-CPUs (E8XXX) haben sie auch keine auf Lager gehabt. Gut, die waren zu dem Zeitpunkt schon noch selten wegen Lieferengpässen, aber der Verkäufer machte den Eindruck als hielt er die noch für komlpette Zukunftsmusik.

Atelco ist wohl eher was für Leute, die einen Alltags-PC benötigen und gleichzeitig nicht besonders Wert auf Auswahl legen. Da klickt der Verkäufer in seiner Anwendung dann schnell was von dem zusammen was auf Lager ist und gut.

Aber mit mir hat man es wahrscheinlich eh nie leicht, wenn ich PC-Hardware kaufen will. Einiges geht auch schonmal zurück, wenn sich erst nach dem Ausprobieren der Komponenten herausstellt, daß sie Kinderkrankheiten haben oder daß sie nicht das können was auf der Packung steht. Das ist auch immer öfter der Fall bei aktueller Hardware. Deshalb bestelle ich fast nurnoch online bei verschiedenen Händlern, je nachdem wer gerade günstige Preise bietet und die Komponenten auf Lager hat. Oft kann man dann auch vom 14-tägigen Rückgaberecht bei Onlineversand Gebrauch machen.

Ansonsten würde ich auch zum PC-Laden um die Ecke gehen, solange die die Sachen bestellen können, die ich im Sinn habe. Bei Atelco war ja nichtmal das möglich.

Gruß,
Christoph
Zuletzt geändert von Locutus am So 1. Jun 2008, 03:38, insgesamt 1-mal geändert.
Metalmorphosis
Norton Commander
Beiträge: 115
Registriert: Fr 15. Apr 2005, 21:47

Beitrag von Metalmorphosis »

Naja, Kultläden... ich wohne auf'm Dorf und in den 90'ern war der nächste Computerladen ca. 10 Kilometer entfernt. Außerdem hat sich einer lange genug gehalten. Alle paar Jahre machte einer dicht, dann kam der nächste... alles so kleine Läden. Doch seit einigen Jahren gibt's auch hier im Dorf ein kleines Computergeschäft.

Hm... von Kult kann ich hier lokal nicht gerade sprechen.

Ein einziges Mal bin ich mal bei Vobis in Hannover gewesen, als sich mein Bruder dort einen PC gekauft hatte, das war so Ende '92. Das war gerade die Zeit mit den Colani-Gehäusen. So einen hatte er sich dann auch gekauft; 486 SX 25... Mann, was war das Teil schnell damals. :lol:

Ansonsten halt... Saturn (naja), Expert... jo, das war's auch schon. Neue Hardware wird normalerweise im Versandhandel gekauft, z. B. Alternate.de.
Tötungstrainingssoftwarebenutzer Bild
Benutzeravatar
SharpClaw
DOS-Kenner
Beiträge: 409
Registriert: So 23. Jul 2006, 19:09

Beitrag von SharpClaw »

hawooo!! ^^

Hmm, Kultläden :D Nun, da ich schon immer knapp bei Kasse war, habe ich mich eher immer bei den An- und Verkaufläden getummelt. Mein Lieblingsladen war 0815, der Besitzer selbst ein Sammler von allem, was man als Computerhardware bezeichnen könnte. Das Ladenlokal war ein aufeinandergestapeltes Sammelsurium von Hardware, Software und Ad-On-Ware, alles wild bis unter die Decke destapelt. Man mußte da zwar immer etwas suchen, aber letztendlich fand man immer was man suchte o.ô

Als der Laden letztendlich umgezogen und auf Handys umgestiegen ist, dauerte es n halbes Jahr, bis er Konkurs anmeldete... schade eigendlich...

Interessant fand ich noch Vobis, weil die früher mit ihren giger'schen Computergehäusen echt etwas besonderes im Bereich Highscreen darstellten. Leider mußte ich neulich solch einen unverbastelten 486er-Highscreen auf dem Schrott stehen lassen :(

Edit 1: Ach ja, stimmt Metalmorphosis, Colani hießen die...
Doch bräucht' es ganze Scharen Von Zauberern, und Zeit
Das Schöne zu bewahren Und die Gerechtigkeit.

Nun will ich nicht mehr weinen. Komm, führ mich in dein Land!
Will mich mit ihr vereinen In deiner sanften Hand...

ASP - Zaubererbruder (Am Ende)
Benutzeravatar
Odin
DOS-Guru
Beiträge: 712
Registriert: Fr 3. Feb 2006, 16:52

Beitrag von Odin »

So einen 486er im Colani-Gehäuse habe ich vor ein paar Jahren mal geschenkt bekommen. Das Design fand ich allerdings hässlich und da das Ding aus einem Raucherhaushalt stammte, hatte das einen entsprechenden Geruch und war schon ziemlich versifft. Ich habe dann nur die brauchbarsten "Innereien" davon behalten...
"640k ought to be enough for anybody." - Bill Gates (1981)
"Windows 95 needs at least 8MB RAM." - Bill Gates (1996)
... also braucht niemand Windows 95 !!!
Benutzeravatar
SharpClaw
DOS-Kenner
Beiträge: 409
Registriert: So 23. Jul 2006, 19:09

Beitrag von SharpClaw »

hawooo!! ^^

Naja, giger'sches Design ist nicht jedermanns Sache... ich steh aber auf die Teile (da mal n 2GHz Singleboard rein) *träum*
Doch bräucht' es ganze Scharen Von Zauberern, und Zeit
Das Schöne zu bewahren Und die Gerechtigkeit.

Nun will ich nicht mehr weinen. Komm, führ mich in dein Land!
Will mich mit ihr vereinen In deiner sanften Hand...

ASP - Zaubererbruder (Am Ende)
Benutzeravatar
Dark_Lord
Kommandozeilenfetischist
Beiträge: 174
Registriert: So 25. Mai 2008, 19:44
Wohnort: Nähe Köln
Kontaktdaten:

Beitrag von Dark_Lord »

Tja hier in Kerpen und Umgebung habe ich leider das Gefühl, die Zeit der kleinen Läden geht vorbei.

Wo ich damals sehr gerne hin gegangen bin war auch ein Laden der zuerst als zweite Filiale eines kleinen Händlers aus Mönchengladbach in Kerpen in der Ladenzeile eines großen Kinos gegründet wurde und sich dann abgespalten hat. Lief sehr gut, ist dann irgendwann in die Ladenzeile eines großen Supermarktes (Kette "Kaufhalle" gezogen) und hatte dann darunter zu leiden, dass Kaufhalle/Oviesse Pleite gemacht hat und der ganze Supermarkt leer stand - und für die Ladenzeile ist da ja niemand hin gegangen, am ehesten noch für besagten Computerhändler weil der immer freundlich, hilfsbereit und preiswert war, aber ohne Laufkundschaft war dann irgendwann auch nix mehr zu holen für den.

Andere Händler gingen dann irgendwann mehr in die Consulting-Ecke für Firmenkunden und einige haben auch ganz dicht gemacht.

Und dann waren da noch Händler die ganz kuriose Geschäftstaktiken hatten. Einer, und den gibt es immer noch, verkaufte immer nur Asus-Mainboards. Okay, mag ja löblich sein weil die immer gut waren und es auch heute noch sind, aber manchmal haben auch andere Hersteller unverzichtbare Features. Ein anderer Händler hingegen weigerte sich selbst auf Bestellung Asus zu verkaufen weil das angeblich der letzte Schrott wäre. Er verkaufte ausschließlich PC-Chips und Biostar, und die Marken haben mich echt schon viel Zeit und Nerven gekostet, persönlich (ein Biostar 486 VLB Board, die späteren Pentium-Boards wurden von der c't ebenfalls verrissen) und im Freundeskreis (mehrere PC-Chips Sockel 7 Boards) weil die einfach nicht stabil zu kriegen waren.

Die heutigen kleinen Läden, wenn man überhaupt noch mal welche findet, sehen nicht gerade einladend aus.

Was ich gerne mal wüsste ist, was aus dem Laden geworden ist, in dem ich einmal vor zig Jahren in Köln war (müsste 98 +/- 1 Jahr gewesen sein) der sich damals als letzte Bastion der Amiganer verstand und Amigas teilweise bis zum Wahnsinn aufrüstete und Gebraucht- wie auch noch zu beschaffende Neuteile verkaufte. Hab mir aber nicht gemerkt wo der war, war da mal mit dem Betreiber einer Mailbox den ich aber auch nur einmal getroffen habe zusammen mit einem Schulfreund.
Antworten