Windows 3.11 startet nicht

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taurus0307

Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von taurus0307 »

Habe folgende Frage
Möchte mir einen Retro PC installieren
habe ein altes Notebook mit einen Atom
Prozessor
Festplatte auf FAT 16 mit 150MB formatiert
Arbeitsspeicher 512 MB
Die Installation mit DOS 6.22 hat problemlos
geklappt
Die Installation mit Windows 3.11 hat auch
problemlos geklappt
Wenn ich dann im DOS Modus mit
win das Windows 3.11 starten möchte
komme ich immer in den DOS Modus
kann mir jemand bitte einen praktischen
Tip geben wie ich das Problem lösen könnte
Danke in voraus
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Dark_Lord
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von Dark_Lord »

Hi

Möglicherweise geht das gar nicht. Was du mal probieren kannst: HIMEM.SYS durch einen alternativen Speichermanager wie XMGR ersetzen, der hat mit so großen Speichermengen weniger Probleme, und Windows 3.11 als DOS-Aufsatz braucht dem Speichermanager.

Wenn es richtig doof läuft, geht es danach immer noch nicht, weil Windows 3.11 möglicherweise das A20-Gate zum Umschalten in den Protected Mode nutzt, der bei modernen Geräten nicht mehr im Tastaturcontroller liegt, sondern über den Chipsatz läuft. Moderne Chipsätze haben eine etwas andere Auslegung von Protected Mode Umschaltung und A20-Gate. Vielleicht kann aber auch hier ein Parameter von XMGR Abhilfe schaffen, der sich auf die Adressierung vom A20-Gate auswirkt.
Arbeitspferde: Xeon E5-2683v3 und Q6600

Retro:
P2-450
Commodore PC20-II/Tandy Sound
286/ET3000/Aztech NX-II
Amiga 500/Gotek/Vortex AT-once Plus 286
Pentium 166/FAST Video Machine

Projekt-PCs: C64, Dual Pentium MMX 233, 486 VLB, 486 PCI, K6, Athlon 64
Projekte: USB RetroArduInput
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Win311Freak
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von Win311Freak »

Die Chancen stehen gut das ich jetzt, was Flaches sage.
Ich bin der Meinung wegen des Atom Prozi weißt es auf ein viel zu neues gerät hin, was das Problem erst auslöst.
Die CPU ist womöglich viel zu schnell für DOS 6.22 und Windows 3.11, und den RAM von 512MB viel zu groß.
Denke bei DOS 6.22 ist die Schmerzgrenze meiner Einschätzung nach bei 500MHz (1 kerner) mit 64MB RAM.

Ob es an der A20 liegt, da halte ich mich raus, weil ich da kein Schimmer habe.
https://www.elektronik-kompendium.de/si ... 811181.htm
Ich bin er der, der zeitgemäße Hardware nutzt, um solche Kopfschmerzen nicht zu bekommen. ^^

Mehr kann ich leider nicht dazu beitragen. :cry:
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Nitrosamin
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von Nitrosamin »

Kann MS-Dos überhaubt mit 512 MB Ram umgehen, wenn die maximale Festplattengröße nur bei 502 MB liegt?
mfg.

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schubl
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von schubl »

Nitrosamin hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 21:45 Kann MS-Dos überhaubt mit 512 MB Ram umgehen, wenn die maximale Festplattengröße nur bei 502 MB liegt?
MSDOS 6.22 kann Partitionen bis 2GB verwalten, die 528MB-Grenze kommt vom BIOS.
MSDOS 6.22 kann max 64MB RAM benuten, egal wieviel im Rechner eingebaut ist und hat auch im Normalfall kein Problem damit, es wird einfach ignoriert.

Wenn man Windows irgendwie zum starten kriegt, werden die nächsten Probleme Treiber für Grafik und Sound sein, da die Atom-Notebooks lange nach dem Ende von Win 3.11 erschienen sind.

Ich würde eher ein älteres Notebook empfehlen, bzw wenn es unbedingt dieses Notebook sein soll, eventuell auch ein schlankes Linux installieren und da mit VirtualBox DOS/Win in eine VM installieren.

schubl
Soviel Retro und nur sowenig Zeit... laufender WIP...
8086, 286, 386, 486, P1, P2, P3, P4 und dann noch Amiga, Atari, C64/128,...
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Win311Freak
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von Win311Freak »

Wenn sich für Linux entschieden werden sollte als kurzer Tipp von mir, Puppy Linux 5.7.1 "Precise".
Das kommt schon mit 512MB RAM zurecht, und mit der restlichen Hardware eben so, wenn mehr RAM reingeht, rein damit.
Und man kann es noch für sehr viel verwenden.
Habe selber damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
mkarcher
Kommandozeilenfetischist
Beiträge: 184
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Re: Windows 3.11 startet nicht

Beitrag von mkarcher »

schubl hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 22:57
Nitrosamin hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 21:45 Kann MS-Dos überhaubt mit 512 MB Ram umgehen, wenn die maximale Festplattengröße nur bei 502 MB liegt?
MSDOS 6.22 kann Partitionen bis 2GB verwalten, die 528MB-Grenze kommt vom BIOS.
Noch präziser: MS-DOS 6.22 nutzt eine BIOS-Schnittstelle, die eine Grenze bei 8GB hat. Daher ist eine Unterstützung größerer Platten ohne Spezialtreiber nicht möglich. Weiterhin unterstützt MS-DOS auf großen Partitionen nur das FAT-16-System, mit einer maximalen Cluster-Größe von 32KB - daher kommt die Größe von 2GB pro Partition, die Du genannt hast. Die 528/504-Grenze kommt von primitiv programmierten IDE-BIOSen, und kann durch geeignete BIOS-Versionen (zum Beispiel dem universellen IDE-BIOS aus dem XT-IDE-Projekt), oder Software, die beim Boot als BIOS-Ersatz/Erweiterung geladen wird ("Dynamic Drive Overlay", z.B. der Ontrack Disk Manager) unterhalb der DOS-Ebene aufgehoben werden, womit dann wieder die 8GB-Grenze gilt. Wenn man im BIOS-Setup als Plattenmodus "LARGE" oder sogar "LBA" auswählen kann, dann ist das Mainboard-BIOS selbst bereits schlau genug, 8GB-Platten an DOS zu vermitteln. Die Auswahl "NORMAL" an dieser Stelle sorgt dafür, dass das BIOS kompatibel zu den alten primitiven Implementationen ist, und dadurch die 504/528-Grenze bestehen bleibt.
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