Dark_Lord: Vorstellung, Kurzfassung ;-)

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Gast

Dark_Lord: Vorstellung, Kurzfassung ;-)

Beitrag von Gast »

Nun hier meine kurze Vorstellung nach meiner Anmeldung.

Baujahr 79, mit 286 angefangen und DOS in Sachen Retro immer noch treu geblieben.

Eine Langfassung (bei mir wohl eine Sehrlangfassung) folgt im Forum:\Internes\User-Vorstellungen sobald freigeschaltet.
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CptKlotz
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Beitrag von CptKlotz »

Alles klar... Willkommen an Bord :-)
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Dark_Lord
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Beitrag von Dark_Lord »

Ah, ich sehe gerade Thread verschoben, also geht es hier mit der Langfassung weiter.

Also, mein echter Vorname lautet Volker. Weiterer verwendeter Nickname im Web ist Thunderbird (wie auch mein ICQ-Nickname), Dark_Lord war dann mehr die Fantasy-Schiene und weil es zwar viele Dark_Lords gibt, aber noch ungleich mehr Thunderbirds.

Wie schon gesagt, bin Baujahr 79.

Den ersten Computer hatte ich mit etwa 10, 11 Jahren. Vom Kommunions-Geld gekauft. Dabei handelte es sich um einen Desktop-PC von Sanyo, der wenn ich richtig informiert wurde (damals hatte ich noch nicht so die Ahnung um rein zu gucken) mit einem 286 ausgestattet war. Dieser ließ sich über einen Takt-Knopf an der Rückseite des Gerätes zwischen mit 4 oder 6MHz takten. Weitere Eckdaten: Wahnsinnige 30MB Festplatte, 512KB RAM die später mit einem Trümmer von Zusatzkarte auf 640KB aufgerüstet wurden und eine EGA-Grafikkarte.

Meine ersten Spiele darauf waren neben Arcade-Klassikern wie Pacman die diversen Sierra-Adventures. Ich hab zwar den Hintergrund der Handlung von Leisure Suit Larry damals nicht verstanden, aber ich fands irgendwie witzig. Wobei mir Space Quest, Police Quest und Kings Quest besser gefielen. Von einigen Spielen dieser Reihen habe ich sogar noch die Lösungsbücher von Data Becker. Später bin ich dann mehr und mehr zu Lucasfilm/Lucasarts "übergelaufen"... Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe! Sämtliche Levels in Commander Keen und den anderen Jump&Run Spielen von ID-Soft kannte ich zu meinen besten Zeiten auswendig.

Später ging es dann weiter mit einem 386SX20 mit VGA-Grafik und Soundblaster 1.0, dann ein 386DX40 und letztlich ein 486DX40 in dem dann eine einigermaßen brauchbare S-VGA Grafikkarte, ein Soundblaster 16ASP Multi-CD und das legendäre Mitsumi CRMC-LU005S CD-ROM (das Ding wo das ganze Laufwerk mechanisch entriegelt und dann die CD unter die Klappe gelegt wurde) das ich leider irgendwann verkauft hab (vielleicht hole ich mir Retro-halber noch mal eines). Da kamen dann später auch so Sachen wie Floppystreamer (QIC-Wide von IOMega, 210/420MB, QIC-80 kompatibel, später ein Travan TR1 von Conner/Seagate), der Soundkarte wurde später eine Yamaha DB50XG Wavetable verpasst.

Der Weg führte über weitere 486 (DX2-80, 5x86-133), K5 (PR133), K6-2 (300 und 400), K6-III+ (450@600), Athlon XP, Pentium 4, Athlon 64 bis heute zum Core2Quad Q6600 2.4@2.88. Aber das ist dann nicht mehr so relevant.

Erste LAN-Party Erfahrung (wir nannten es damals Netzwerk-Session) wurde um 1995/96 mit Doom und Co - später natürlich auch Duke Nukem 3D - in einem 10Mbit BNC-Coax Ethernet gemacht. Trotzdem bin ich nie Amok gelaufen und habe mein Abi und dann mein Nachrichtentechnik-Studium mit recht guten Noten abgeschlossen. Aber die Tatsache, dass jemand der Killerspiele gespielt hat ganz normal lebt ist für Herrn Beckstein wohl ein bedauerlicher Einzelfall ;-)

Ich wollte auch schon mal immer ein Spiel selbst schreiben und so begab es sich dann auch, dass ich mit den diversen Data Becker Büchern (PC Intern, PC Underground) angefangen habe, eine Game-Engine auf die Beine zu stellen. In der Schule habe ich mich dann dazu entschieden, nach Englisch als erste Fremdsprache (Pflicht) als zweite Fremdsprache Latein (Alternative wäre französisch gewesen) und als dritte Fremdsprache Turbo Pascal zu wählen (Differenzierung Klasse 9 hatte neben Sprachen auch Informatik/Technik im Angebot). Dort kam dann auch erst mals meine ohnehin in Pascal geschriebene Game-Engine zum Einsetz, für das "Spiel des Wissens 2001" bei dem die Handlung aufs Meer verlagert wurde. Upload leider nicht möglich da es die Rechte von Schmidt Spiele (Spiel des Wissens als Konzept sowie die verwendeten Fragen) und diverser Musikgruppen deren Stücke quasi als Kalauer auf die Kategorien auszugsweise benutzt wurden, aber vielleicht kann man das mal bei nem Forentreffen oder ähnlichem vorführen.

1996 das war dann auch die Zeit wo ich mich mit ISDN damals via BTX (heute T-Online) ins Internet sowie zudem in diverse Mailboxen herein getraut habe. Die Telefonrechnung war... entsprechend.

Die "Medialen Einflüsse" die abseits des Computers auf mich einprasselten waren die Zeichentrickserien/Animes (und auch einige Realserien wie Knight Rider, Airwolf oder Sledge Hammer) auf dem frühen RTL Plus (heute nur noch RTL), Tele5 und dem frühen RTL2. Die meisten davon finde ich heute noch absolut genial, und solang es keine DVDs gibt, mache ich mir alle Mühe, die ganzen Serien auf Kauf-Videos aus aller Welt oder durch Kellerfunde von alten Aufnahmen bei Freunden wieder auf Video zusammen zu kratzen. Auch die Spielshow "Hugo" hat es mir damals angetan, ich müsste eigentlich jetzt dank der diversen Hugo Classic, Gold und XL CDs alle Level die damals im TV gespielt wurden zusammen haben. Vielleicht gebe ich mich irgedwan mal an das skurrile Projekt "Hugofon", sprich einen Joystick in ein Telefongehäuse bauen und das (natürlich samt DTMF-Töne aus dem Lautsprecher) als Gamecontroller für Hugo verwenden. Die Idee ist da, das Konzept aber noch nicht.

Um alle Videoformate abspielen zu können und somit jedes alte Schätzchen von Zeichentrick-Serie das mir irgendwie in die Finger kommt retten zu können, und auch weil mich die Technik der alten Videogeräte so fasziniert, habe ich inzwischen eine Armada von ganzen 8 VHS-Geräten (u.A. Akai, Orion, Panasonic, Sony, Toshiba), sogar 11 S-VHS Rekordern (u.A. Grundig, JVC/Victor, Nordmende, Panasonic, Telefunken), 1 D-VHS (Thomson), 3 Betamax (Toshiba, Sony - Die Sony sogar beide BetaHifi), 2 Video2000 (Grundig, Philips), 1 U-Matic (Sony), 1 stationärer (kein Camcorder sondern stationärer Rekorder) Hi8 (Sony), 1 Laserdisc-Player (Denon baugleich Pioneer), 1 TED-Bildplattenspieler (Telefunken), 1 DVD-Player (Yamaha), 1 HD-DVD Player (Toshiba), sowie derzeit unterwegs aus den Staaten sogar ein Player für Laserfilm (McDonnell Douglas) aufgebaut. An den Aufnahmelösungen zum Digitalisieren auf DVD geize ich auch nicht rum, meine Video-Wandler und Schnittkarten, Schnittprogramme und Encoder stammen von Blackmagic Design, Canopus/Grass Valley, Fast, Snell&Wilcox und Sony Mediasoftware, echte Profimarken die ein Kunde von "Wir hassen Technik und lieben teuer" nicht kennt, Consumer-Krams muss bei mir draußen bleiben.

Tja, was mache ich, wenn ich nicht gerade arbeite (was die meiste Zeit des Tages einnimmt), mich mit Freunden treffe, ewig lange Forenbeiträge wie diesen schreibe, vornehmlich alte Spiele spiele, an Fernsehgeräten und alten Videorekordern rumlöte, Videos auf DVD rette oder zu neuen Gesamtkunstwerken (sowohl Privatvideos alsauch z.B. Anime Musikvideos) zusammenschneide oder alte Animes und Trickserien aus der Tele5-Ära gucke? Nun, dann sitze ich für Touren von 20-30km pro Tag auf dem Fahrrad, lerne japanisch, mache sonst irgendwelche komischen Sachen oder spanne einfach mal bei guter Musik aus. Puh, wenn ich nicht genau wüsste, dass ich immer nur eines meiner Hobbies (von Fahrrad fahren täglich bei gutem Wetter abgesehen) pro Tag ausübe, dann würde ich meinen Tag auf 48 Stunden schätzen ;-)

Noch ein paar Worte zu meinem Rechner-Park:
- Rechner 1 ist ein Core2Quad Q6600, dezent übertaktet und mein Arbeitstier für Video oder falls mal doch zufällig ein interessantes neues Spiel rauskommt. Das einzige, was daran DOS ist ist die Windows XP Shell, die ich gerne noch benutze weil bei vielen Dateioperationen eine Shell einfach mächtiger ist als eine GUI, sowie DOSbox, das ich aber nicht so gerne verwende (auf nem echten Rechner läufts irgendwie immer noch besser und auch stilechter).
Rechner 2 ist mein Retro-Rechner, ein P3-450 mit Windows 98SE bei dem der GUI-Boot abgeschaltet wurde (stattdessen Bootmenü und eine If-Abfrage die die win.com aufruft in der Autoexec.bat falls man Windows gewählt hat im Menü). Dieser beherbergt im Moment neben zwei Miro Hiscore2 (Voodoo2 12MB) im SLI-Verbund auch meine Fast Video Machine mit der ich meine Videos stabilisiere und qualitativ aufbereite. Diese soll aber ausgelagert werden. Klang erzeugt die SB16ASP MCD mit Yamaha DB50XG, die Netzwerkkarte ist ein ganz besonderes Schätzchen von SMC und bietet neben 10 und 100Mbit Twisted Pair auch 10Mbit BNC.
Rechner 3 befindet sich derzeit in Planung. Alle Hardware (Mainboard, CPU, RAM, Karten, Platten) sind da, OS (Win95B) auch, aber aus Platzgründen werde ich mir das Gehäuse (ein 19" Rack-Gehäuse) wohl erst nach meinem kurz bevorstehenden Umzug holen. Dieser wird mit einem Pentium 166 ausgestattet und soll meine Video Machine mit allen Optionen aufnehmen.
Rechner 4 ist ein Dual Pentium MMX 233 auf einem Tyan Tomcat 4 Board. Verwendungszweck derzeit unbekannt, war mal (bis zu dem schicksalhaften Linux-Update, welches bei Suse immer zum Scheitern verurteilt ist) ein NAT-Router, als dann garnix mehr ging waren normale Router auch bezahlbar und im Stromverbrauch eh günstiger.
Rechner 4 ist ein K6-2 400 mit dem ich auch nix großartig anzufangen weiß (wollte eigentlich mal Solaris x86 drauf testen, das lief aber nie richtig, außerdem hab ich jetzt für Solaris "The real McCoy", eine Sun Ultra10 mit 3D-Zusatzboard). Vielleicht rüste ich ihn mittels dem Zeugs was ich noch im Schrank hab auf einen 486 für Extrem-Retro ab, das wäre auch ein heißer Kandidat für das Mitsumi Single-Speed Laufwerk welches ich mir vielleicht noch mal kaufen wollte.
Und Rechner 5 ist finally dann die besagte Sun Ultra10, die ich allerdings aus Zeitgründen im Moment auch etwas vernachlässigen muss. Als ich das Ding geschenkt bekam war nicht mal Solaris drauf und das ist es sogar heute noch nicht.

Zudem habe ich noch drei Spielekonsolen, Nintendo SNES, Sega Megadrive II und Sega Dreamcast, allerdings alle mit sträflich-wenig Spielen. Das Dreamcast-Gamepad wanderte, weil es irgendwie cool ist, mittels EMS Trio Linker Plus (ein der wahlweise ein Playstation, Dreamcast oder Nintendo (weiß gerade nicht mehr ob N64 oder Gamecube, glaube Cube) Gamepad per USB an den PC anbindet) an den PC angeschlossen und nutze es da. Der Retro-PC wird spieletechnisch von meinem uralten aber unverwüstlichen CH-Products ForceFX Joystick (15-Pin Joystick-Schnittstelle plus serielle Schnittstelle für optionales Force Feedback, zentriert sich klassisch mit Federn und labbelt im Gegensatz zu anderen Force Feedback Joysticks nicht rum wenn er keine entsprechenden Kommands kriegt) bedient.

So, das soll es dann jetzt gewesen sein.

Gruß

Volker alias Dark_Lord
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CptKlotz
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Beitrag von CptKlotz »

Hallo und Danke für die ausführliche Vorstellung!

So, dann wollen wir mal gucken, ob ich die Länge Deines Beitrags überbieten kann... :-)

Über meine persönliche Computer-Historie und meine DOS-Kisten lasse ich mich an dieser Stelle mal nicht aus - wenn's Dich interessiert, guck mal in die Vorstellungs-Threads der anderen User oder such mal im Forum :-)

Um mich an dieser Stelle nicht dauernd zu wiederholen, kommentiere ich mal die Punkte, zu denen ich noch nicht ganz so oft was gesagt habe:
Erste LAN-Party Erfahrung (wir nannten es damals Netzwerk-Session) wurde um 1995/96 mit Doom und Co - später natürlich auch Duke Nukem 3D - in einem 10Mbit BNC-Coax Ethernet gemacht.
Duke3D haben Locutus und ich auch bis zur Vergasung gezockt, allerdings mit Nullmodem. Ab und zu haben wir auch mal 'ne Runde C&C gespielt.

Die ganze "Killerspiel"-Geschichte ist doch ohnehin lächerlich. Nicht daß ich nicht der Ansicht wäre, daß viele Computerspiele die Grenzen des guten Geschmacks weit überschreiten. Aber generell werden immer die Dinge als Sündenbock für alles Mögliche benutzt, die der typische CDU/CSU/DVU-Wähler nicht gut findet oder versteht. Früher waren das Comics, dann war's die "Negermusik" (Rock'n'Roll), dann das Fernsehen und heute sind's eben die Computerspiele. Und wenn Stoiber in seinem Wahn einen Begriff wie "Killerspiel" prägt, saugen die Medien diesen gierig auf und benutzen ihn fortan völlig wahllos und beliebig in ihren Betroffenheits-Kommentaren.

Es ist halt bequemer, die "Killerspiele" zu verdammen, als zu überlegen, warum unsere Gesellschaft immer unsozialer und ungerechter wird, warum unsere Sitten verrohen, warum die Moral verkommt (Vorbildfunktion der sogenannten "Elite"?) und warum unser Bildungssystem eine Katastrophe ist.

Meine persönliche Erfahrung zur Schulzeit (bis Mitte 2000) war sogar eher die, daß es eher die intelligenteren Mitschüler waren, die LAN-Partys veranstaltet haben. Gezockt wurde damals, soweit ich's mitbekommen habe Quake, Half-Life, Unreal Tournament und auch mal ein Echtzeitstrategiespiel.
Mittlerweile sind natürlich Computer und Spiele noch mehr als damals ein Mainstream-Phänomen, so daß sicherlich auch viele
"Hirntote" am Computer und an der Spielkonsole ihre "Gangsta"-Spiele zocken.

In diesem Sinne geht mir auch zunehmend der Prof. Pfeiffer aus Niedersachsen auf den Keks: An sich hat er ja nicht unrecht, daß vielfach für die Altersklasse völlig ungeeignete Spiele gespielt werden und daß viele Inhalte die Kinder und Jugendlichen innerlich aufwühlen und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen.
Es geht mir aber zu weit, wenn immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird, daß Computerspiele und Fernsehen die Schulnoten beeinträchtigen und dick, dumm, traurig und krank machen.
Die Tatsache, daß in der Unterschicht... 'tschuldigung, im "Prekariat", wie's ja jetzt politisch korrekt heißt, die Kinder mehr Medien konsumieren ist ja sicherlich richtig. Das heißt aber nicht, daß der Medienkonsum allein kausal für schlechte Schulnoten verantwortlich ist.
Schade, daß jemand, der durchaus gute Denkansätze hat, seine Thesen in solch einem marktschreierischen und undifferenzierten "Dauerfeuer" unter das Volk bringen muß.


Ok... nächstes Thema:

Zeichentrick gucke ich allgemein wenig, lediglich Simpsons und Futurama gucke ich sehr gerne. Futurama wegen der SciFi- und Geek-Anspielungen vielleicht sogar noch etwas lieber.

Meine Baustelle ist eher Science-Fiction:

-Star Wars (vor allem die originale Trilogie)
-Star Trek (wobei ich seit Jahren hoffe, daß das Trek-Universum endlich in wohlverdientem Frieden ruhen darf. Seit "Deep Space 9" (Serien) und "First Contact" (Kinofilme) hat es da nichts wirklich interessantes mehr gegeben.)
-Babylon 5 (wen interessiert, daß der Centauri-Palast wie eine Animation aus einem DOS-Spiel von 1994 aussieht, wenn Darsteller und Story so gut sind?)
-Battlestar Galactica 2003 (Viel, viel besser als der Name vermuten läßt...)

Ansonsten mag ich auch Indiana Jones, Back To The Future, Herr Der Ringe und generell Filme, die auf intelligente Art unterhaltsam sind, zum Denken anregen oder eine gute Geschichte mit interessanten Charakteren erzählen.
Hirnlose Action, Getöse und Explosionen bin ich dagegen ziemlich leid, solange es nicht der Atmosphäre und der Story dient.

Deinen Sammeltrieb kann ich ganz gut nachvollziehen. Videorekorder habe ich keinen, aber dafür mehrere Paare Lautsprecher und Kopfhörer, weil mich Hifi-Technik interessiert.
Vom "Weltbild" her sympathisiere ich allerdings eher mit den Hifi-Selbstbauern und den Studio-Leuten und nicht mit den "Subjektivisten" und "Kabelklanghörern". Ich möchte gerne hören, was auf der Aufnahme ist, nicht, was schönfärbende Lautsprecher daraus machen.

Allerdings interessiert mich nicht nur die Technik, sondern auch die Musik. Alben, die mir gefallen, will ich als CD besitzen und nicht nur als mp3 auf dem Computer.
Ich habe ca. 250 originale Audio-CDs und -DVDs im Schrank stehen, vorwiegend aus den Bereichen

-Elektronische Musik (so die Richtung Tangerine Dream, Klaus Schulze, Kitaro, Vangelis... also kein Techno oder sowas)
-Progressive Rock (Genesis, Pink Floyd, Jethro Tull, King Crimson, Camel, Mike Oldfield usw...)
-Guter Rock und Blues (z.B. Dire Straits, Stevie Ray Vaughan, John Lee Hooker, Led Zeppelin, aber auch AC/DC oder ZZ TOP. Früher war ich mal ein riesiger Fan von Bruce Springsteen, bin den "Boss" aber mittlerweile etwas leid und finde auch nicht mehr alles so toll.)

Jazz finde ich auch nicht übel, aber da habe ich noch nicht so den Überblick. Klassik ist bisher auch nicht so meine Baustelle, obwohl's da sicherlich gute Sachen gibt.

Ansonsten hab' ich natürlich neben DOS-Kisten noch 'ne ganze Menge an alten Computern und Videospielen hier stehen:

-Atari 2600/7800
-Sega Master System und Mega Drive
-Nintendo NES, SNES, N64, Game Boy, Gameboy Advance, DS Lite
-Commodore C64, C128 und Amiga 500 (den C64 mag ich noch etwas lieber als den Amiga, bin aber kein Commodore-Crack und sammle die Sachen erst seit 2003)


Was andere Hobbys angeht, bin ich auch ein ganz passabler Radfahrer, wobei es mich nicht mehr so sehr motiviert, allein zu fahren.
Vor gut einem halben Jahr hab' ich deshalb angefangen, Badminton zu spielen. Ich hätte nicht gedacht, daß das einem schwergewichtigen Geek wie mir so viel Spaß machen würde :-)



Aktuelle PCs interessieren mich nur noch wenig. Mein auch schon wieder betagter Athlon 2800+ reicht mir für alles, was ich mache und aktuelle Spiele interessieren mich nur noch sehr begrenzt. Ich fühle mich mit meinen 27 Jahren schon wie ein alter Mann, der alles schon mal gesehen hat :-)

Hardware kaufen finde ich eigentlich nur noch lästig. Man weiß vorher schon, daß man wieder Probleme mit den Kinderkrankheiten der hastig auf den Markt geworfenen Bananenware haben wird. Da bleibe ich doch, solange es geht, bei dem Kram, den ich schon habe...


Ich wünsche Dir noch viel Spaß im Forum!


Gruß,
Stephan
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Beitrag von Dark_Lord »

Hi

danke für die nette und vor allem ausführliche Begrüßung ;-)

"Kabelklanghörer", da sagst du was. Teilweise muss ich echt den Kopf schütteln, wie die Leute den Klang ihrer Geräte durch "schnellere Gleichrichterdioden" tunen, den Klangunterschied bei Kabeln inklusive Stromkabeln (oder noch absurder: Lichtwellenleitern mit vergoldeten Steckern) heraushören können oder ihre CDs und Schallplatten entmagnetisieren (Alu und Polycarbonat bzw. Polyvinylchlorid magnetisch?) oder an den Kanten mit grünem Edding anmalen. Das einzig witzige Gimmick aus der Welt dieser Absurditäten finde ich den "DVD-Rewinder", aber der kostet auch nur 20$ und ist klar als Scherzartikel gedacht.

Falls du da auch noch so Absurditäten kennst, können wir ja einen passenden Läster-Thread im Off-Topic aufmachen.

Zum Thema Musik hast du schon ein paar interessante Musikrichtungen genannt.

Bei mir ist es primär solider handgemachter Pop, sprich sowas wie R.E.M., Queen, Fury in the Slaughterhouse, Genesis, Bryan Adams, ältere Sachen von Bon Jovi (ich find, irgendwie haben die in letzer Zeit aber was abgebaut), oder wenn es was härter sein darf z.B. auch Hard Rock wie Aerosmith, Whitesnake oder Gotthard. Und der Pop und Rock darf auch gerne aus Japan kommen, die originalen Anime-Soundtracks sind kein Zeichentrick-Gedudel sondern oftmals richtig geniale Rock-Musik (Bubblegum Crisis um mal das mit Abstand genialste Beispiel zu nennen, oder die diversen Slayers OVAs oder die Dirty Pair TV).
Heavy Metal ist auch manchmal dabei, wobei ich von der Speed-Metal Schiene wie Axel Rudi Pell, Stratovarius oder Rhapsody inzwischen runter bin - die alten Sachen höre ich immer noch gerne, aber irgendwann klingt alles nur noch gleich. Extrem witzig hingegen finde ich Finntroll, daran kann ich mich nicht satt hören. Die alten Sachen von Nightwish als Tarja noch Frontfrau war haben auch echt was, das neue Nightwish ist nur noch eine fade Kopie seiner selbst. Auch wenn Tarjas Gesang teilweise nicht ganz verständlich war (oder wie sonst kann man die unzähligen Missheard Lyrics von Wishmaster auf Youtube erklären?)
Blues und Blues-Rock sagst du? Höre ich zwar gerne, bin aber weil ich es nicht so häufig höre nicht in so firm was Interpreten angeht. Aber das erste Solo-Album von Richie Sambora (der Gitarrist von Bon Jovi), Titel "Stranger in this town", könnte dir da durchaus gefallen, sehr gut gemachter Blues-Rock.
Exotischere Musikrichtungen: So langsam fange ich mit Jazz an, weiß aber auch noch nicht so richtig, was da empfehlenswerte Interpreten sind. Wenn du allerdings wie ich den ruhigen Saxophon-lastigen Instrumental-Jazz magst, würde ich dir an Samplern mal den "Jazzclub - Saxophone Ballads" oder "Jazz Lounge VI - In a saxy mood" empfehlen. Irish Folk wie z.B. The Dubliners oder Fiddlers Green (wobei letztere ja gar keine Iren sind) oder daran angelegter Folk Rock wie The Corrs und Runrig darf es auch mal sein, genauso wie ein wenig Country (Garth Brooks oder Jerry Reed, letzterer ist übrigens nicht nur Country-Sänger sondern auch der "Snowman" aus dem Burt Reynolds Film "Ein ausgekochtes Schlitzohr" und hat den Film-Soundtrack eingesungen/eingespielt) oder Country-lastiger Pop/Rock (Eagles, Shania Twain). Sogar Anlehnung ans Mittelalter darf es manchmal sein, wobei mir Corvus Corax dann doch zu abgedreht ist, dann doch lieber Blackmore's Night, was zwar von echten Mittelalter-Fans als pseudo-mittelalterliches Pop-Gedudel verspottet wird, von anderen Mittelalter-Experten zumindest bei den traditionelleren Stücken durchaus als authentische "ruhige Musik am Hofe" durchgewunken wird.
Klassik ist was das ich mal im Radio oder bei Fernsehkonzerten laufen lasse, aber nicht bewusst kaufe. Was es mir allerdings angetan hat ist die Queen Millennia Symphonic Suite. Zur Erklärung: Das ganze ist der Soundtack zum Anime-Film Queen Millennia, der ursprünglich von Kitaro komponiert und eher auf der Synthesizer-Schiene eingespielt wurde, nur dass sich nun das Los Angeles Symphonic Orchestra dieser Melodien angenommen und daraus sehr schöne klassische Melodien gemacht hat. Wobei ich Kitaro auch so gerne höre, allerdings bevorzuge ich im New Age Lager dann doch eher Enya oder Loreena McKennitt.
Last but not least sind da noch einige wenige Singles nicht ganz ernst gemeinter Lieder in meiner Sammlung, wie Stefan Raabs "Maschen-Draht-Zaun", "Helsinki is hell" von R.I.P.Uli alias Hape Kerkeling oder "To be or not to be - The Hitler Rap" von Mel Brooks (das ist keine braune Scheiße sondern der Titelsong des Films "Sein oder nicht sein" von und mit Mel Brooks als rappender und breakdancender Hitler - eine bitter-böse und garantiert anti-braune Film-Parodie wie man es von Mel Brooks kennt)

Bei Musik ist mir auch wichtig, die originalen CDs oder auch Schallplatten zu haben. Legale Downloads kommen für mich nicht in Frage, illegale erst recht nicht. CDs sind einfach am sichersten (solang es sich nicht um uralte CDs bei denen sich Lösungsmittel aus der Beschriftung durch den Schutzlack ätzen und bei guter Handhabung quasi ewig haltbar) und am praktischsten und der Klang ist unverfälscht. Für die noch leichtere Handhabung insbesondere für Playlists für längere Parties kann man sie ja immer noch als MP3 rippen.

So, das war der doch etwas länger als geplant geratene Ausflug in meine Welt der Musik ;-)

Gruß

Volker
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