Frage zu SC-55 und SC-88

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Mystery
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Re: Frage zu SC-55 und SC-88

Beitrag von Mystery »

CptKlotz hat geschrieben:
Oder übersehe ich da eine einfache Option?

Klein-Mischpulte sind durchaus erschwinglich geworden, kleine Modelle von Behringer oder anderen günstigen Marken kosten nicht mehr allzu viel.

Ich kann mir in Sekundenschnelle jede beliebige Sound-Kombination einstellen (MT-32-Musik mit GUS-SFX, GM von der SCC-1 + Soundblaster) und das jeweils mit der besten Signalquallität die möglich ist, weil nichts durchgeschleift werden muß. Auch Aufnahmen von jeder beliebigen Quelle sind sehr einfach zu bewerkstelligen ohne Umstöpseln.

Ich besitze ein Soundcraft 124FX (Straßenpreis um € 140), Locutus hat ein ähnliches Kleinmischpult von Behringer. Das Soundcraft rauscht schon etwas weniger, aber ich finde das Behringer für den deutlich günstigeren Preis durchaus sehr brauchbar.

Ich weiß, in Pro-Audio-Kreisen ist es schick, Behringer (oder andere günstige Marken wie die Eigenmarken von Thomann oder Phonic) zu hassen, aber manche von den Sachen sind für's Geld wirklich sehr zu gebrauchen, wie z.B. die Aktivmonitore Truth B2030A, die bei mir seit über 4 Jahren ohne jede Beanstandung ihren Dienst tun.
Hups, ganz überlesen die Antwort :)

Ja, das ist vielleicht keine schlechte Investition.
Momentan klemmt bei mir ein Billigumschalter (siehe Anhang) dran. Ist aber auch eigentlich nicht ausreichend, weil alles über den schäbigen LineIn der AWE32 läuft.

Was mich bei den Mischpulten verunsichert sind die Anschlüsse.
Bekomme ich GUS, AWE32 und drei MIDI Synths dran angeschlossen? Irgendwie sehe ich primär Mikro Anschlüsse an den Pulten, da bin ich dezent verwirrt.
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CptKlotz
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Re: Frage zu SC-55 und SC-88

Beitrag von CptKlotz »

Soundcraft_Notepad_124.jpg
(690.92 KiB) 468-mal heruntergeladen
Ich nehme mal mein Mischpult als Beispiel (viele andere sind ganz ähnlich aufgebaut).

Oben links sind vier Mono-Eingänge, als Klinke (wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch) oder als XLR-Stecker (incl. Phantomspeisung für Mikrofone).

Für Soundkarten sind diese Mono-Eingänge natürlich nicht ganz so praktisch, aber man kann immer noch zwei davon als Stereo-Eingang nutzen, wenn man das PAN-Potentiometer des linken ganz nach links dreht und das rechte ganz nach rechts. Man muß dann nur die Lautstärke für links und rechts einzeln einstellen.

Die Mono-Kanäle haben außerdem eine einfache EQ-Bank mit Reglern für Bass, Mitten und Hochton, so daß man ein wenig am Frequenzgang schrauben könnte, wenn man es denn wollte.

Rechts daneben sind vier Stereo-Eingänge (auch hier symmetrische oder unsymmetrische Verbindung möglich).

Man kann also 6 Stereo-Geräte gleichzeitig anschließen. Eines geht auch noch an den 2T-Return. Dessen Lautstärke wird aber nur über den gelben Main-Fader geregelt und kann nicht unabhängig davon einstellt werden.

Alles in allem kommt man mit so einem Teil also schon recht weit, zumal es kein riesiger Aufwand ist, bei Bedarf ein anderes Gerät anzuschließen.

Bei dem oben gezeigten Audio-Umschalter ist der Nachteil, daß man keine Quellen mischen kann - aber gerade das ist ja interessant, wenn man beispielsweise MT-32-Sound mit Soundblaster-SFX hören möchte.

Ebenfalls nicht ganz so empfehlenswert sind manche Mini-Mischpulte, die alle Signale in Mono umwandeln.
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Mystery
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Re: Frage zu SC-55 und SC-88

Beitrag von Mystery »

Da ich alles über den LineIn vom AWE32 laufen lasse, ist mir eigentlich jede Kombination von Musik + SB SFX möglich. Lediglich GUS SFX kann ich nicht mit anderen Musikquellen mischen, wobei das auch nicht in meiner Absicht liegt selbiges jemals zu tun.
Ich will halt nur meine Musikquellen flexibel umschalten können.

Bei meiner Lösung ist die Tonqualität natürlich ziemlich im Eimer, daher ist eine Lösung die den SB LineIn umgeht sicher nicht verkehrt.

Wenn man die Mono Mikro Eingänge im Paar als L/R Stereo mißbrauchen kann würde das ja für meine Zwecke reichen.

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung :)
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Kurt Steiner
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Re: Frage zu SC-55 und SC-88

Beitrag von Kurt Steiner »

Hallo mein SC-55 ist da und Demosound und so läuft alles.

Aber ich bekomme bei DOS-Spielen und auch im Win98 nicht zum laufen. Bei Domm 2 wenn ich da auf die Canvas
gehe stützt er nach dem Start sofort ab und bootet neu. Was muss ich bei meiner AWE64 konfigurieren ? Muss ich den
Gameport an oder ausschalten und welche Adresse ?

Danke für eure Hilfe !
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Kurt Steiner
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Re: Frage zu SC-55 und SC-88

Beitrag von Kurt Steiner »

So es ist vollbracht, der Roland läuft und auch die Sounds klingen klasse !

Was war der Fehler ?

Die Soundblasterkarte war nicht richtig konfiguriert, das heißt sie konnte mit meiner alten Einstellung gar nicht wissen, wo sie die Signale hinschicken soll.

Autoexec:

SET CTCM=C:\CTCM
C:\CTCM\CTCU /S
SET SOUND=C:\SB16
SET BLASTER=A220 I5 D1 H5 P330 E620 T6
//[330 ist dann der Port der bei Spielen angeben werden muss um MIDI-Klänge zuhören.]
SET MIDI=SYNTH:2 MAP:G MODE:0
//[Hier wichtig !!! SYNTH:2 damit wird das MIDI-Signal nicht über den Wavetable der AWE gesendet wird sondern an den MIDI-Port. Das G steht dann für General-MIDI.]
C:\SB16\DIAGNOSE /S
LH C:\SB16\AWEUTIL /EM-
//[Ganz wichtig !!! EM- das heißt das, die MIDI-Emulation NICHT vom Wave-Table der SB bearbeitet wird sondern über den MIDI-Port ausgegeben wird !!!]
C:\SB16\MIXERSET /P /Q

Mit diesen Einstellung läuft nun die Roland und Spiele wie Doom1, Doom2, Blood und TG7 hören sich nun klasse damit an. Unter Win98 lauft nun auch beim Umstellen von Port 620 auf 330 alle MIDI-Klänge über die Roland.
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