ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

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jaquamala
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

Win311Freak hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 14:45 Ist vielleicht eine Ganz Dumme Idee von mir.
Jedoch, stell mal das Datum auf irgendeinen Tag in den 90ern.
Das mache ich bei allen Systemen bis win95/NT4.
Ich hab mal das 1992 ausprobiert. Leider hat das nicht geholfen.
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jaquamala
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

Win311Freak hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 09:11 Kann es sein, das du da aus Versehen eine Fake CPU erwischt hast?

Damals um die zeit ging diverse Faks durch den handel, was sogar in dem Median berichtet wurde wie im Computer Club.

Edit: teste mal ohne Co CPU, vielleicht bremst die deine Haupt-CPU aus.
Anbei ist ein Foto der verbauten CPU (rechts) und der zweiten CPU (links) Beide laufen auf 8MHz. Ein Test ohne Co-CPU habe Ich gemacht. Leider alles ohne Erfolg.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 15:34
Win311Freak hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 09:20
mkarcher hat geschrieben: Sa 5. Nov 2022, 22:49
Was ich Dir aber mitgeben kann: Mit Deiner Messung hast Du eindeutig und klar belegt, dass der Prozessor mit den gewünschten 25 MHz läuft.
Wo hast Du gelesen das der die 25MHz bringt?
Wenn an Pin F12 50MHz anliegen, dann läuft der Prozessor auf 25MHz. Da hat das Board dann keine Einflussfaktoren mehr drauf.

Der Taktpin auf dem Oszilloskop sieht schlecht versorgt aus: Der Takt sollte keine reine Sinuswelle sein, und "Vmin = 1.78V" ist auch viel zu hoch - aber hier liegt eine Fehlbedienung vor. Ich gehe jetzt erst einmal (ohne Recherche) davon aus, dass das Fnirsi-Mini-Skop die aufgedruckten 100MHz Bandbreite tatsächlich bringen kann, und vermute dort keine Problemursache. Allerdings war bei der Messung der Tastkopf auf "x1" gestellt, wo er den Takt ohne Spannungsteiler misst. Aufgrund des Designs von Oszilloskop-Tastköpfen und -Eingängen kommt man damit aber nur auf etwa 6 bis 10 MHz Bandbreite. Die vollen 100MHz kann das Setup nur in der x10-Einstellung bringen. Für einen 50MHz-Takt gemessen mit einem Setup, das etwa 8MHz Analogbandbreite hat, sieht der Takt gut genug aus.
Eine Fehlbedienung meiner Seite kann durch aus möglich sein :-) Hier fehlt mir sicherlich noch die Übung. Die Sinuskurve habe ich mit der Auto Trigger Funktion hinbekommen ;-)
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von Win311Freak »

jaquamala hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 18:12
HSM hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 14:37 Eventuell bremst auch der Ram / Cache. Und so ist die WT ohne Wirkung
Ich glaube die internen Befehle wie STRG (oder ALT) und + Tastenkombination hast du schon angesprochen.
Den Turbo-Jumper nicht gesetzt vorrausgesetzt. Oder hattest du den bei all deinen Test gebrückt?
Ich habe auch anderen RAM ausprobiert. Jeweils mit 4x1MB und auch 8x1MB. Cache hat das Board nicht. Die Tastenkombinationen Strg+Alt+(Shift) + Numpad + habe ich auch getestet mit und ohne Turbo Jumper gebrückt. Auch adere Grafikkarten und Controller habe ich ausprobiert . Es bleibt bei 8MHz …
Was ist mit einer anderen 25MHz CPU?
Bekommst du die auch nicht über 8MHz?

Frage wurde schon beantwortet, dieser Post kann gerne vom Mod gelöscht werden. ^^
Zuletzt geändert von Win311Freak am So 6. Nov 2022, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von mkarcher »

jaquamala hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 18:18 Eine Fehlbedienung meiner Seite kann durch aus möglich sein :-) Hier fehlt mir sicherlich noch die Übung. Die Sinuskurve habe ich mit der Auto Trigger Funktion hinbekommen ;-)
Wenn Du Signale messen willst, die schneller als etwa 3 bis 4 Megaherz sind, dann solltest Du am Tastkopf den Schiebeschalten von "x1" auf "x10" umschalten. Damit belastet der Tastkopf die Schaltung weniger, liefert aber auch nur noch ein Zehntel des Signals an das Oszilloskop, kann dann allerdings deutlich schnellere Signale noch erfolgreich an das Oszilloskop übertragen. Am Oszilloskop kannst Du einstellen, dass der Tastkopf auf "x10" gestellt ist, dann verstärkt das Oszilloskop das Signal um einen Faktor 10, um die Dämpfung durch den Tastkopf auszugleichen. Bevor Du einen Tastkopf das erste mal im x10-Betrieb verwendest, muss er an das Oszilloskop angepasst werden - das geht mit einer kleinen Plastikschraube, die entweder vorne am Tastkopf oder am Oszilloskopanschluss des Tastkopfs ist. Beim Oszilloskop wurde wahrscheinlich ein Werkzeug (kleiner Plastikschraubenzieher) mitgeliefert, um die Abgleichschraube zu drehen. Wie die Abgleichprozedur im Detail abläuft, steht hoffentlich in der Anleitung zu Deinem Oszilloskop: Du musst irgendwoher eine Rechteckwelle bekommen, und dann die Abgleichschraube so einstellen, dass es auf dem Schirm so rechteckig wie möglich aussieht.

Die Auto-Set-Funktion am Oszilloskop hat aus dem ungünstig eingestellten Tastkopf schon das beste rausgeholt, was geht. Du kannst mal schauen, ob Du im x10-Betrieb Störungen auf der 50MHz-Rechteckwelle siehst.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von Win311Freak »

jaquamala hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 18:12
Win311Freak hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 14:45 Ist vielleicht eine Ganz Dumme Idee von mir.
Jedoch, stell mal das Datum auf irgendeinen Tag in den 90ern.
Das mache ich bei allen Systemen bis win95/NT4.
Ich hab mal das 1992 ausprobiert. Leider hat das nicht geholfen.
Ach schade. :-(
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von Win311Freak »

jaquamala hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 18:16
Win311Freak hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 09:11 Kann es sein, das du da aus Versehen eine Fake CPU erwischt hast?

Damals um die zeit ging diverse Faks durch den handel, was sogar in dem Median berichtet wurde wie im Computer Club.

Edit: teste mal ohne Co CPU, vielleicht bremst die deine Haupt-CPU aus.
Anbei ist ein Foto der verbauten CPU (rechts) und der zweiten CPU (links) Beide laufen auf 8MHz. Ein Test ohne Co-CPU habe Ich gemacht. Leider alles ohne Erfolg.
Dann sieht es er so aus, als hätte das Board einen Weg.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 19:04
jaquamala hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 18:18 Eine Fehlbedienung meiner Seite kann durch aus möglich sein :-) Hier fehlt mir sicherlich noch die Übung. Die Sinuskurve habe ich mit der Auto Trigger Funktion hinbekommen ;-)
Wenn Du Signale messen willst, die schneller als etwa 3 bis 4 Megaherz sind, dann solltest Du am Tastkopf den Schiebeschalten von "x1" auf "x10" umschalten.
Ich habe endlich mal Zeit gefunden mich nochmals um das Board zu kümmern. Ich habe meine ersten Messungen mit einem anderen Oszi wiederholt und ich glaube etwas gefunden zu haben. Die Frequenz der beiden Quarzoszilatoren 33MHz und 50MHz passt soweit. Eine Aussage zur Qualität des Rechtecksignals kann ich nicht machen. Der Tastkopf ist auf X10 eingestellt und wurde vorher kalibriert. Den ISA Bus habe ich auch gemessen. Der liegt bei sauberen 8MHz. Auf dem Board gibt es noch einen dritten Quarzoszilator. Laut Aufdruck ein KTS mit 14.31818 MHz. Hier messe ich aber rund 42 MHz. Ich habe mit der gleichen Einstellungen am Oszi an einem IBM XT Klone Mainboard die Messung ebenfalls an einem 14.31818 MHz Quarz verifiziert und hier sind es dann die 14.2 MHz. Hier scheint wohl beim 386 Board der Quarz defekt zu sein?
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Messung 50MHz Quarz
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Messung 33MHz Quarz
Messung 33MHz Quarz
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14.318MHz Quarz
14.318MHz Quarz
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Messung 14.318MHz Quarz
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von mkarcher »

jaquamala hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 10:59 Auf dem Board gibt es noch einen dritten Quarzoszilator. Laut Aufdruck ein KTS mit 14.31818 MHz. Hier messe ich aber rund 42 MHz. Ich habe mit der gleichen Einstellungen am Oszi an einem IBM XT Klone Mainboard die Messung ebenfalls an einem 14.31818 MHz Quarz verifiziert und hier sind es dann die 14.2 MHz. Hier scheint wohl beim 386 Board der Quarz defekt zu sein?
Das ist die Ursache Deines Problems! Alle Benchmarkprogramme messen falsch, und Deine Prozessorgeschwindigkeit stimmt. Die übliche Methode, auf einem IBM-PC-kompatiblen Computer Zeiten zu messen, ist die Nutzung des Timer-Chips (auch PIT für "programmable interval timer"), der Intel 8253 / Intel 8254. Dabei verlässt man sich darauf, dass der Chip mit 1.193 MHz tickt. Diese 1.193MHz werden erzeugt, indem der 14.318MHz-Takt aus genau dem Quarz-Kristall, der mit 42MHz schwingt, durch 12 geteilt wird. Wenn der Quarz dreimal so schnell schwingt, wie er soll, dann läuft auch die Uhr dreimal so schnell, wie sie soll. Das kannst Du mit dem DOS-Befehl "time" beobachten. Und wenn die Uhr dreimal so schnell läuft, wie sie soll, hat der Prozessor im Vergleich zu dieser Uhr nur ein Drittel der Performance.

Der Begriff "Quarzoszillator" für den 14.318-Quarz ist falsch. Man unterscheidet zwischen Gehäusen, in denen ausschließlich ein Quarz drin ist, und die zwei Anschlüsse haben, sowie Gehäusen, in denen auch Elektronik drin ist, die den Quarz zum Schwingen anregt, und dann bereits ein Rechtecksignal der gewünschten Frequenz ausgibt. Dies ist normalerwiese ein Gehäuse mit 4 Pins an den Ecken. Die erste Gattung wird "Quarz", "Quarzkristall" oder "Schwingquarz" genannt, die zweite Gattung wird "Quarzoszillator" genannt. Dabei bezeichnet der Wortteil "Oszillator" die zusätzliche Elektronik, die dafür sorgt, dass der Quatz wirklich oszilliert.

Dein 14.318MHz-Gehäuse ist also nur ein reiner Quarz, und der Schaltkreis, der das ganze zum Schwingen bringt, ist Teil des P82A306 daneben. Aus irgendeinem Grund schwingt der Quarz nicht auf seiner Grundfrequenz, sondern auf der dreifachen Frequenz. Es ist bekannt, dass Quarze das tun können, und zur Erzeugung besonders hoher Frequenzen wird das auch oft verwendet. Für diese Verwendung optimierte Quarze heißen "Oberwellenquarz" oder "Obertonquarz". Es kann zwei Gründe geben, warum der Quarz plötzlich als Oberwellenquarz arbeitet statt als Grundwellenquarz: Der Quarz kann mechanisch in einer Art beschädigt sein, dass die Grundwelle zu stark gedämpft wird, und der Oszillator deshalb auf der Oberwelle einrastet, oder eine Art Filter, die die Oberwelle unterdrücken soll, ist defekt. Das wäre im Fall von Deinem Board der 33pF-Kondensator neben R31. Beachte: Das sind wirklich Pico-Farad, nicht Nano-Farad.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 11:52 Das ist die Ursache Deines Problems! Alle Benchmarkprogramme messen falsch, und Deine Prozessorgeschwindigkeit stimmt.
...
Erstmal danke für die schnelle und umfangreiche Antwort :-) :like:
Ich habe unter MS-DOS mit dem "time" Befehl die Zeit überprüft. Du hattest recht. Die Zeit rennt wie verrückt! Der Faktor x3 sollte passen. Ich habe den Kondensator gegen einen 33pF ausgetauscht. Es bleibt bei den 8 MHz. Den Kondensator kann ich also als Ursache ausschließen. Der 14.318 MHz Quarz ist bereits im Zulauf. Sobald ich den getauscht habe gebe ich eine Rückmeldung.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 11:52 Das ist die Ursache Deines Problems! Alle Benchmarkprogramme messen falsch, und Deine Prozessorgeschwindigkeit stimmt. ..
Heute kam der 14.318 MHz Quarz. Also alten Quarz raus, neuer rein und gemessen: Überraschung es bleibt bei 42 MHz :-( . Am Chips Controller 82C306 Pin 54, 55, 56, und 57 überprüft. Pin CX1 und CX2 (Eingang und Ausgang Quarz) und am Pin OSC liegen die 42 MHz an. Der Pin OSC/12 hat ca. 3,5 MHz (42 MHz geteilt durch 12). Fazit: Der Quarz ist nicht defekt. Anschließend den Widerstand neben dem Quarz gemessen 1,8 KOhm und ist somit in Ordnung.
Chips_82C306A.jpg
Chips_82C306A.jpg (58.49 KiB) 212 mal betrachtet
Nach etwas Recherche (Ein Quarz muss an beiden Enden mit einem Kondensator an Masse angeschlossen sein) und Überprüfung mit dem Multimeter bin ich darauf gestoßen, dass dieser Quarz nur an einem Pin einen 33pF Kondensator hat. Diesen hatte ich ausgetauscht und der ist auf dem Board mit C18 beschriftet ist. Ein zweiter 33pF Kondensator für den anderen Anschluss fehlt. Auf dem Board ist der fehlende Kondensator mit C17 beschriftet. So wie es aussah, war hier ab Werk nie ein Kondensator verbaut. Ich habe an der Position C17 ebenfalls ein 33pF Kondensator eingelötet. Laut dem Oszi liegen jetzt auch die 14,3MHz an! 8-) Der Checkit Benchmark registriert jetzt auch die korrekte Prozessorgeschwindigkeit von 25 MHz. Seltsamerweise sind die 25 MHz nur sporadisch beim Starten vorhanden. Nach wie vor startet das Bord und läuft 3 fache Geschwindigkeit (8 MHz) obwohl der Quarz jetzt bei 14.3 MHz läuft. Zum Test benutzte ich eine Trident Graka. Nur wenn hier der Post (Bios Version und Speicher) beim Start angezeigt wird, läuft anscheinend das Board mit der richtigen Geschwindigkeit. Hier muss ich wohl noch ein bisschen testen...

Ich hatte im Vorfeld ein paar Spiele unter dem 42 MHz Modus getestet. Diese liefen aber eben 3 mal so schnell. Eventuell brauchte man diese Geschwindigkeit für eine spezielle Anwendung. Anbei sind die Bilder dazu.
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E99EDFDC-357B-4267-899F-653032555492.jpeg (1016.33 KiB) 211 mal betrachtet
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von mkarcher »

jaquamala hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 21:41 Ich habe an der Position C17 ebenfalls ein 33pF Kondensator eingelötet. Laut dem Oszi liegen jetzt auch die 14,3MHz an! 8-) Der Checkit Benchmark registriert jetzt auch die korrekte Prozessorgeschwindigkeit von 25 MHz.
Dann ist ja schon mal geklärt, dass außer der 14.318er-Frequenz auf dem Board nichts zickt.
jaquamala hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 21:41 Seltsamerweise sind die 25 MHz nur sporadisch beim Starten vorhanden. Nach wie vor startet das Bord und läuft 3 fache Geschwindigkeit (8 MHz) obwohl der Quarz jetzt bei 14.3 MHz läuft.
Ich vermute, im Moment ist es Glücksache, ob der Quarz auf der Grundwelle oder der dreifachen Frequenz anschwingt. Der Prozessor dürfte nie bei 8MHz sein, aber der Zeitgeber-Quarz ist halt manchmal bei 14 und manchmal bei 42. Der zweite Lastkondensator (englisch: burden capacitor) scheint dafür zu sorgen, dass der Quarz nicht mehr deterministisch immer auf 42 MHz anschwingt. Dann bleibt noch die Frage, warum der Quarz das überhaupt tut, und der 82A306 da mitmacht. Man kann mit dem Holzhammer kommen, und die 33pF durch 47pF ersetzen. Durch die höhere Kapazität erhält man eine höhere Dämpfung, insbesondere hoher Frequenzen. Die 42MHz-Schwinging leidet also stärker darunter als die 14MHz-Schwingung, allerdings verstimmt man damit den Quarz, und er dürfte geringfügig zu langsam laufen, wenn da eine so hohe Kapazität dran hängt. Mich wundert ein bisschen, dass da 1.8kOhm parallel zum Quarz(?) hängen. Das ist ausgesprochen niedrig. Ich hätte auf der Position eher 100kOhm bis 1MOhm erwartet. Ich kann Dir aber nicht sagen, ob der Wert dieses Widerstands mit dem Problem zusammenhängt, oder bei so hohen Frequenzen es üblich ist, hier mit kleineren Widerstandswerten zu arbeiten.

jaquamala hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 21:41 Ich hatte im Vorfeld ein paar Spiele unter dem 42 MHz Modus getestet. Diese liefen aber eben 3 mal so schnell. Eventuell brauchte man diese Geschwindigkeit für eine spezielle Anwendung. Anbei sind die Bilder dazu.
Denkbar, aber unwahrscheinlich. Ich vermute eher, dass durch einen leichten ESD-Schaden sich die Impedanz des Quarzoszillators im 82A306 verändert hat, und das der Grund ist, warum der Quarz bevorzugt auf der dreifachen Frequenz anschwingt. Vielleicht ist es auch einfach ein Kontaktproblem des 82A306 in seinem Sockel, und ein erhöhter Übergangswiderstand spielt hier eine Rolle. Wenn Du es noch nicht getan hast, solltest Du am 306 mal Sockel und Pins putzen.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:08
Ich vermute, im Moment ist es Glücksache, ob der Quarz auf der Grundwelle oder der dreifachen Frequenz anschwingt.
Ich habe noch ein bisschen getestet. Es liegen jetzt immer 14.3 MHz am Quarz sowie am 82C306 an. Dieser gibt am Pin OSC/12 auch die korrekten 1.19 MHz aus. Die Spannung am Quarz liegt zwischen 1 und 1,1V DC. Das ist unabhängig ob das Board mit normaler oder mit dreifacher Geschwindigkeit läuft. Ich habe von 10 Starts vielleicht 2 mal die normale Geschwindigkeit gehabt. Reproduzierbar ist die normale Geschwindigkeit aktuell nicht. Merkwürdig ist nur, dass mit der korrekten 14.3 MHz und korrekten 1.19 MHz trotzdem das Board zu schnell läuft. Eine Schlussfolgerung könnte dann sein, dass der Quarz und der „fehlende“ Kondensator nicht die eigentliche Ursache sind. Interessanter Weise verliert das Board jetzt immer wieder mal die BIOS Einstellungen obwohl hier ein 3,6V Akku dran hängt. Vermutlich hat der Chipsatz wirklichen einen Defekt.
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OSC/12 mit 1.19 MHz
OSC/12 mit 1.19 MHz
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von Jackintosh »

mkarcher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:08 Wenn Du es noch nicht getan hast, solltest Du am 306 mal Sockel und Pins putzen.
Aber der 82A306 (U40) ist doch aufgelötet...
Oder kann durch Verwindung des Boards in dem Randbereich, in dem der 306 sitzt, eine Lötstelle gerissen sein, die mal Kontakt hat und mal nicht. In dem Fall würde ich primär alle Kontakte, die mit Versorgungsspannung bzw. Frequenzen zu tun haben, wortwörtlich unter die Lupe nehmen.
Grundsätzlich gebe ich Dir bei PLCC Sockeln aber recht: die Kontaktfedern sind oft nicht sonderlich hochwertig und daher oxidationsfreudig.
Ein teildefektes IC habe ich in 30 Jahren allerdings erst einmal erlebt.
Ansonsten: weiterhin viel Erfolg. Das entsprechende Messequipment hast Du ja! Das ist die halbe Miete.
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Re: ECS 386a Mainboard i386 DX 25MHz läuft nur mit 8MHz

Beitrag von jaquamala »

mkarcher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:08
Dann ist ja schon mal geklärt, dass außer der 14.318er-Frequenz auf dem Board nichts zickt.
Ich bin jetzt ein ganzes Stück weiter und habe noch so einiges getestet und überprüft. Ich bin jetzt in der Lage sicher die normale Geschwindigkeit (sprich 25 MHz im Benchmark) zu reproduzieren. Meine Vermutung ist hier ein Kontakt / Masse / Widerstandsproblem. Folgender Stand:
- Ich bin mir sicher das Kondensator C17 gefehlt hat. Unter Retroweb sind mehrere Fotos vom Board. Alle zeigen den 14.3 MHz Quarz mit beiden Kondensatoren.
- Der 1,8 KOhm Widerstand ist laut den Fotos auch bei allen Boards gleich ???
- Der Quarz liefert ab einschalten sofort stabile 14.3 MHz.
- Ich habe an allen IC die VCC Spannung geprüft. Diese liegt bei 4,87 V DC.
- Der 82C306 hat an Pin 53 eine saubere Masseverbindung.
- An Pin 54 und 55 (Eingang und Ausgang Quarz) sind ab Start schwankend zwischen 35 - 42 MHz (Das Board läuft dann zu schnell = 8MHz). Der Ausgang OSC/12 hat dann auch wieder die 3,5 MHz. Dies wird aber nicht durch den Quarz verursacht, denn der liefert ja die 14.3 MHz.
- Ich habe die Lötpunkte vom Quarz sowie der Kondensatoren nochmal nachgelötet.

Ich wollte direkt beim Start die Frequenzen messen, dabei ist mir aufgefallen, dass wenn ich immer am 82C306 Pin 54 und 55 (Eingang und Ausgang Quarz) mit dem Tastkopf die Messung machen wollte, Die Frequenz sich normalisiert hat. Also 1,19 MHZ bzw. 14,3 MHZ.
Stabil lässt es sich wie folgt reproduzieren: Sobald ich den Tastkopf am Quarz an einem Pin und mit der Klemme an Masse anschließe läuft das Board korrekt. Sobald der Tastkopf wie auf dem Foto zu sehen angeschlossen ist, scheint alles zu funktionieren. Der Tastkopf hat einen internen Widerstand von 10 MOhm. Kann es sein das der 1,8KOhm Widerstand zu gering ist?
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