Trackermodul-Engine (sehr einfach)

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zatzen
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Re: Trackermodul-Engine (sehr einfach)

Beitragvon zatzen » Fr 17. Mai 2019, 22:25

Was Super Mario angeht nehme ich gerne die Bezeichnung "unmenschlich" zurück, ich habe da wohl etwas über das Ziel
hinausgeschossen. Aber etwas unangenehm waren mir die meisten NES Spiele trotzdem.

DOSferatu hat geschrieben:Ja, mir reicht es. So eine Ein-Raum-Wohnung braucht keine Orchesterlautstärke. Falls man natürlich wie Du in einer Villa wohnt...

Größere Lautsprecher, entsprechend vernünftig konstruiert, klingen besser, und damit meine ich nicht einmal dass sie zu
Bass fähig sind, das können kleine auch. Der Physik Rechnung tragend ausreichend große Lautsprecher geben aber klanglich
unverfälschter und detaillierter wieder. Und dass sie lauter können ist nur ein Nebeneffekt den ich in meiner Wohnung auch
nicht brauche.
Bei Hörnern ergibt sich die Größe nach festen physikalischen Gesetzen, und eigentlich kann man froh sein dass der
menschliche Hörbereich und die Dichte der Luft auf diesem Planeten zufällig noch so von der Natur gebeben sind, dass
es möglich ist, solche Konstruktionen überhaupt passabel in Wohnungen unterzubringen.
Also, ich kann einfach das Argument "größer = bloß lauter" nicht so stehen lassen.

DOSferatu hat geschrieben:Mit Preßlufthammer-Lautstärke würde ich wohl meine Nachbarn verärgern.

Natürlich. Ich auch. Es soll nur verdeutlichen, was Wirkungsgrad bedeutet. Zu Zeiten der ersten Röhrenverstärker
waren Hörner hoch angesehen, da man nur ein paar Watt zur Verfügung hatte. Heute bezahlt man bei Verstärkern
pro Watt deutlich weniger als einen Euro, und das hat dazu geführt dass die Empfindlichkeit der Lautsprecher
vernachlässigt wurde, während man dann einfach immer mehr Leistung reinpumpt. Lautsprecher sind dann physikalisch
betrachtet ungelogen zu 99% Heizkörper und nur 1% Schallwandler. Das ist vielleicht ein bisschen vergleichbar mit der
heutigen ineffizienten Art und Weise des Programmierens, da ja genug Rechenpower vorhanden ist, die man einfach
verschwendet.

DOSferatu hat geschrieben:[...] - kannst Du das Tetris auch mit einem *.MSX als Parameter starten, dann wird das während des Spiels über PC-Speaker abgespielt (allerdings in der Xenon-2-Methode).

Funktioniert super, klingt gut auch hier in Windows XP. Bei manchen anderen Spielen klappt das mit dem PC Speaker
nicht so (also ich rede nicht von Deinen). TITLE4GW erinnert mich ein bisschen an Maniac Mansion. Lucasfilm Games
hatten sich ja wie keine anderen Mühe gegeben, auch den PC-Speaker zu berücksichtigen, und gestalteten die Pseudo-
Polyphonie sehr komplex mit teilweise auch sehr kurzen Tönchen. Das habe ich in manchen Programmierexperimenten
damals nachzuahmen versucht.

Centipede: Wenn ich nicht irre hätte man ja da auch nur die veränderten Blöcke im Grafikspeicher aktualisieren müssen.
Aber ob das irgendeinen Vorteil gebracht hätte ist fraglich.

DOSferatu hat geschrieben:Hattet Ihr in der Schule auch "Informatik"-Unterricht?

Ich war auf einem Gymnasium. Da konnte ich in der 9 Informatik oder Französisch wählen.
Weil es hieß, ich wäre ja schon so gut im Programmieren, hat man mich überredet Französisch zu wählen.
Naja, ich habe aber durch Freunde mitbekommen was der Stoff der 9-10 in Informatik war: BASIC, richtig klassisch
mit Zeilennummern, und zwar letztlich auch Motorensteuerung und ähnliches was mit Elektronik zusammenhängt.
Da hätte ich also durchaus noch was lernen können.
Ich habe mich dann aber in der 11 letztlich doch entschieden, Informatik zu wählen, und da war es tatsächlich Pascal
was gelehrt wurde. An uralten Computern, höchstens 286er waren es. Zeitinfo: Das war 1996. Es war alles ziemlich
theoretisch, nix mit Interface, nur dieses Lehrprogramm mit Niki dem Roboter der durch Labyrinthe läuft und Flaschen-
deckel sammelt, oder auch sowas wie Türme von Hanoi, was ich aber mal wieder nicht raffte da ich irgendwie ne
Blockade für rekursive Prozeduren habe.
Trotzdem war ich sehr gut in dem Fach, und dieses eine Jahr lernen von Pascal in der Schule hat mir zum Durchbruch
verholfen, mich von Qbasic zu verabschieden und fortan fast nur noch Pascal zu verwenden.
Was heutzutage da abgeht weiss ich nicht. Es wäre zu vermuten dass man heute die Schüler eher auf Scriptsprachen
vorbereitet. Man könnte ja auch meinen dass es zu einer Meuterei kommt, wenn die Schüler drauf lauern, endlich ihre
Handys programmieren zu können, aber der Lehrer stur eine 48 Jahre alte Sprache vermitteln will...

DOSferatu hat geschrieben:...während die anderen Dinge, wie eben die Grafiken/Levels/Figuren/Sounds/Musiken ja noch komplett nicht vorhanden wären.

2/5tel könnte ich Dir abnehmen. Kommt drauf an welche Soundengine verwendet wird. Bei ZSM wäre ich schon
allein motiviert etwas dafür zu machen, weil mich die Sache an sich begeistert, auch ohne Spiel. Sounddesign verlangt
zwar auch Arbeit und Aufwand, aber nicht so viel Inspiration wie komplette Musikstücke, das sollte also relativ schnell
und flexibel gehen, und bei Musik würde es hinkommen wenn ich einfach genug Zeit habe, d.h. innerhalb einiger
Monate würde ich schon ein paar gute Musikstücke hinbekommen, die ich dann aber auch immer wieder mit Dir abklären
würde, ob sie Dir schon oder noch gefallen.
Bei allem anderen - Grafik, Levels, Figuren, ich denke das kannst Du besser, zumindest für ein Spiel das Deinen Ideen
entspringt.
Soundmäßig ist es vielleicht einfach eine Geschmacksfrage ob man stilistisch eher auf der Synthesizer-Schiene
unterwegs ist (ISM) oder auf der Sampler-Schiene (ZSM). Ich kann nur sagen dass mich das Samplen schon immer
begeistert hat, ich hatte als 8jähriger das CASIO SK-10, ein Spielzeug-Sampling-Keyboard mit ca. 1 Sekunde
ultra Lo-Fi Sampling-Kapazität, aber das hat mich schon ziemlich zu einigen Dingen inspiriert. Als ich dann mit 13 ohne
Hilfe des Internets endlich trotzdem einen Tracker an Land ziehen konnte war es sozusagen um mich geschehen.
Deshalb dieser tiefe Einfluss auf mich was Musik aus Samples angeht, und auch bei Spielen war ich immer begeistert
wenn neben der AdLib Musik auch ein bisschen Digisound dazu kam.

DOSferatu hat geschrieben:Das Gleiche gilt für Musik: Als ich z.B. nur mal Dein "DAUERSND.ISM" gehört habe, habe ich gleich gedacht: Nur ein kurzes Stück, aber besser als alles, was ich jemals auf IRGENDEINEM Computer gemacht habe. So Akkorde und passende Harmonien habe ich einfach nicht drauf, bei mir wird alles nur "Hauptsache paßt mathematisch zusammen". Und ich habe KEINE AHNUNG, wie lange es dauert, so ein Musikstück zu machen - angefangen von der Idee, der Umsetzung, des Finetuning und dem Kampf mit dem Entwicklungstool.

Der Kampf mit dem Interface ist ein Faktor, das ist aber eine Sache der Gewöhnung. Aber man gewöhnt sich nicht mal
eben in 5 Minuten um, sondern das kann (bei mir) Monate dauern bis man einen annähernden Workflow erreicht.
Das ist als würde man ein neues Musikinstrument lernen. Deshalb hatte ich Dich gebeten AtavISM ähnlich wie X-Tracker
bedienbar zu machen. Ist man an das Interface gewöhnt, gibt es nur noch den Faktor der Inspiration. "Dauersong" ist
ursprünglich in etwa 30-45 Minuten im Frankus Tracker II enstanden, für komplette längere Musikstücke brauche ich
mehrere Stunden bis mehrere Tage, wobei ich natürlich nicht den ganzen Tag dran sitze.

DOSferatu hat geschrieben:ich kann nichts, was nicht 'zigtausende Leute auch oder besser können, so realistisch muß man da einfach mal sein. Niemand hat gerade auf mich gewartet.

So ähnlich geht's mir auch als Musiker gegenüber den ganzen studierten und virtuosen Instrumentalisten.
Das einzige womit ich mich abheben kann sind eigene Ideen, wodurch Musik von mir gewissermaßen einzigartig wird,
wenngleich sie immer noch weit unterhalb des Anspruchs großer anerkannter Komponisten bleibt. Aber für diese
eigenen Ideen lohnt es sich, am Ball zu bleiben.

DOSferatu hat geschrieben:Aber das Ding hat bei den ganzen Laien mehr Bewunderung erzeugt als meine viel komplexeren Dinge

Kenne ich - wieder aus dem Musikbereich. Oft sind die Stücke die ich nach Schema F mache die beliebtesten,
einmal habe ich sogar eins mit Absicht richtig "schlecht" gemacht und das wird dann als besonders eingängig
rezipiert. Kommt noch dazu dass ich vor allem früher noch viel Musik mit vor allem blödsinnigen Text gemacht habe
und deshalb Fans hatte, aber die Musik die sich hinter dem Text versteckt hat, hat wohl kaum einer wirklich
wertgeschätzt oder wahrgenommen. Nur das wenigste von mir ist wirklich experimentell, ich würde mich auch eher
im musikalischen Normalverständnis ansiedeln.
Aber als richtiger klassischer Musiker würde ich mich auch nicht bezeichnen, allein schon weil ich weniger konform
damit gehe, dass Noten, Klaviatur oder Gitarre als Symbol für Musik herhalten - nein: Musik, das sind harmonische
Schwingungen, und die stellt man besser mit dem Oszilloskop oder einer Spektralanalyse dar. Will einfach heissen:
Ich würde es als Behinderung empfinden, wenn ich Musik ausschliesslich mit Instrumenten machen müsste und
ständig alles in Noten aufzuschreiben hätte anstatt einfach nur hinzuhören.
Andersrum ist man am Computer natürlich auch behindert: Es fehlt der natürliche Groove, alles ist quantisiert,
und mit reinem Programmieren ist eben auch nicht wirklich dieses Erlebnis der Echtzeit-Improvisation möglich,
wie man sie z.B. beim Jazz haben kann. Aber mir fehlt das alles nicht, ich mache Musik so, wie ein Maler ein
Bild malt.

DOSferatu hat geschrieben:"(Sehr) gut klingen" ist sehr subjektiv. Geschmäcker sind grundverschieden. Also kann man das wohl kaum als objektives Bewertungskriterium heranziehen.

Es geht hier ja um die Konservierung von Klängen, und wenn man mal nicht vom einfachsten Fall ausgeht und einfach
nen SID aufnimmt: Reale Klänge muss man mit Mikrofonen aufnehmen, abmischen usw. Und dabei ist es eine Kunst,
einfach zu vermeiden, dass es "irgendwie komisch" klingt. Man muss sich also bei der Aufnahme und Übertragung auf
ein Zielmedium Mühe geben, damit das Resultat gut klingt bzw. einfach nur neutral klingt, das passiert nicht wie
selbstverständlich von selbst. Und dafür werden Toningenieure professionell ausgebildet, soetwas kann nicht jeder.

Und klar, mancher mag vielleicht lieber ein Synfonieorchester über sein Küchenradio hören
als über eine sehr gute Anlage. Aber die meisten wohl eher nicht.

Jetzt kann man sagen, ich mache ja auch Musik wo alles aus dem Computer kommt. Aber trotzdem muss
ich da die Dynamik, den Klang und die Lautstärke der einzelnen Sounds mit viel Liebe zum Detail gestalten,
das nennt sich dann Abmischen, was ein technisch-kreativer Vorgang ist.

Hmm, Dein Rechner ist vielleicht für Windows 7 dann "zu langsam", keine Ahnung, meiner ist von 2012, ist
glaube ich ein i5, war erst XP drauf, und Win7 hat er noch gepackt. NTFS brauche ich persönlich, da ich einige Dateien
> 4 GB habe.
Mir gefällt das alles auch nicht, aber ich habe einfach zu viel Windows-Software die ich gerne weiterbenutzen
würde. Auch wieder Gewohnheit, seit 1995 benutze ich Windows hin und wieder, seit etwa 2000 ziemlich regelmäßig,
jetzt auf Mac oder Linux umzusteigen - ich weiss nicht...
Mein Laptop ist mit XP und vor allem Internetgeschichten überfordert, da brauche ich Geduld. Bei meinem großen
Rechner merke ich nur manchmal dass der Lüfter mehr arbeitet, aber langsam ist da eigentlich nichts.
"Kann" Windows XP 64 Bit? Immer mehr Software-Hersteller unterstützen leider keine 32 Bit mehr.
Auf Windows 7 bin ich nur umgestiegen weil eine Software die für mich sehr wichtig war das verlangte.
Aber eigentlich bereue ich das nicht.

"ohne wirklich mehr zu können" - ja, genau wieder die Parallele zu Lautsprechern. Glühbirnen werden verboten,
aber bald können wir mit Lautsprechern heizen... Naja das ist vielleicht aktuell noch übertrieben, aber es
gibt tatsächlich schon Lautsprecher für die 500 Watt empfohlen sind, und die damit nur gehobene Zimmerlautstärke
machen, während man in den 80ern so viel gerade mal in Discotheken verbraten hat.
Aber ich glaube so sehr interessiert Dich das Thema Schallwandler und Musikproduktion auch nicht,
ich werde mich in Zukunft beherrschen.
Zuletzt geändert von zatzen am Mo 20. Mai 2019, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trackermodul-Engine (sehr einfach)

Beitragvon zatzen » Fr 17. Mai 2019, 22:44

ZSMPLAY Release v0.05ß


Neuerungen:


- Pattern Mode: Anzeige der Musikinformationen in Pattern-Form.
Am rechten Rand wird der Speicherverbrauch in Bits für jede
einzelne Zeile angezeigt und daneben in Bytes aufsummiert.

- Scope färbt sich nun entsprechend dominanter Frequenzen von rot über gelb und grün bis cyan

- Waveform Mode: Pro Frame wird ein Lautstärkeschnappschuss gemacht und das ganze vertikal
als "Wurst" oder "Tannenbaum" angezeigt, je nach Musikmaterial.

- Fireworks Mode: Pro Sample-Anschlag leuchtet an zufälliger Bildschirmposition ein
Symbol für jedes Sample auf und fadet wieder weg.
Nicht ganz ernst zu nehmen, verschwindet wohl in der nächsten Version zugunsten anderer Visualisierungen.

- Hauptlaustärke ist jetzt standardmäßig auf -8.5 dB eingestellt, das ist ein besserer Kompromiss
und wurde ermöglicht durch eine feinere Lautstärkeabstufung des Mischpuffers (Viertelschritte).

- Alle Modi sind ohne Umweg über den Main Mode sofort abrufbar





ZSMSTART v.03ß Neuerungen:


- Der gewünschte ZSMPLAY Modus kann eingestellt werden

- Strg+Enter spielt alle Titel der Liste auch ohne Playlist endlos
ab, mit Bild hoch / runter kann zum vorherigen/nächsten Titel
gesprungen werden, mit Esc wird das Abspielen beendet, der Cursor
steht dann beim zuletzt gespielten Song.




Downloads:

Diesmal Module und Programme gesondert. Source diesmal nicht dabei, gerne auf Anfrage.

ZSMPLAY + ZSMSTART: http://www.zatzen.net/zsmp005b/zsmp005b.zip

ZSM Module C-F: http://www.zatzen.net/zsmp005b/zsm_c-f.zip (6,78 MB, 284 Dateien, ungepackt: 8,36 MB)

wer die bisherigen Module nicht hat, die bei den Vorgängerversionen dabei waren:
ZSM Module 0-B: http://www.zatzen.net/zsmp005b/zsm_0-b.zip (9,54 MB, 310 Dateien, ungepackt: 11,6 MB)


Credits: Die allermeisten Module entstammen dem http://www.modarchive.org

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