OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

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mmworx
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OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon mmworx » Mi 29. Aug 2018, 22:12

Hi,

irgendwie ist es nicht meine Woche.... ich wollte heute, nachdem endlich meine Knopfzellenakkus angekommen sind, meinen 286er in Betrieb nehmen, nachdem ich ihn komplett gesäubert und mit einem 287 versehen habe, doch leider musste ich feststellen, dass sofort nach dem Einschalten die Spannung einbricht. Beim 2. Versuch dann ein Knackgeräusch und etwas Geruch ;-) . Die Knopfzelle hatte ich noch gar nicht angeschlossen, da ich die Polung sicherheitshalber prüfen wollte.

Es handelt sich um eine Maschine wie hier: viewtopic.php?f=1&t=9549

Ich habe die Stelle erschnüffelt, doch kann optisch keinerlei Schaden am Kondi feststellen. Es ist beim mir beim vorletzten 16 bit ISA Slot aufgetreten, wo nur ein Widerstand, Kondi und eine Widerstandskaskade sitzen. In diesem Slot hatte ich die Grafikkarte, (8 bit) VGA und MGA Kombi, drin. Auch an der Graka sehe ich an den bauteilen keinen Schaden.

Da ich der alten Technik im Fehlerfalle nicht traue, will ich den PC jetzt gar nicht mehr einschalten, bevor was in Flammen aufgeht :-( . Scheinbar hat das Netzteil ja einen Überlastschutz? Wie gesagt bei den alten Dingern bin ich da sehr misstrauisch... ;-)

Ich denke mal nicht, dass der 287 (richtig gesockelt) Ursache sein kann? Bekomme den nur sehr schwer wieder runter. Leider finde ich keine Doku, ob ich bzgl. Jumper was ändern müsste, wenn ein Coprozessor installiert ist. Bei meinem 386 musste ich nichts machen.

Einen Kurzschluss am Kondi kann ich nicht messen (Durchgangsprüfer zeigt keinen Durchgang an). Wie gesagt optisch alles wie neu (bis auf einen kleinen Akku Schaden, wo die Leiterbahnen aber iO sind).

Was würdet ihr jetzt tun? Gleich alle blöden Tantal runter? Vorzugsweise nur die Großen? Gibt ja noch einige Kleine. Können problemlos Feststoffkondensatoren ala Keramik zum Einsatz kommen? Die elektrischen Eigenschaften (Flanken) sind ja eigentlich besser.

Wie lange der Rechner nicht lief, weiß ich nicht. Bei mir lief er noch nie. Nachdem ich mit dem Versand solcher Geräte nur schlechte Erfahrung gemacht habe, nehme ich sie immer alle auseinander, reinige sie und dann tun sie eigentlich wieder. So kann ich auch sicher sein, dass keine Kabel gelöst oder gar Schrauben (wie hier auch) im Gehäuse herum fliegen (4 von 6 Netzteilgehäuseschrauben fehlten). Die Batterie ist ja auch immer hinüber.

Ich hoffe mir kann jemand die Angst nehmen und einen guten Rat geben. Löten kann ich bestens... auch 0201 unterm Mikroskop :-) .

Grüße
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon Dosenware » Do 30. Aug 2018, 01:04

Was sagt denn der Widerstand zwischen 12/5/-5/-12V und Masse? (du solltest einen schnell ansteigenden Widerstand bekommen, der am Ende mindestens 100Ohm groß ist)

Tantalkondensatoren verpuffen ganz gerne mal ohne erkennbare Schäden - ist also schwer nachzuweisen. Ich würde das wichtigste ersmal ausbauen (auch Prozessor und Steckkarten - aber mindestens eine Festplatte am Netzteil lassen, manche fangen bei Unterlast an zu schwingen) einschalten - und wenn nichts qualmt und die Spannungen stabil sind nach und nach den Rechner wieder zusammensetzen und immer wieder testen.
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon mmworx » Mo 3. Sep 2018, 20:38

Hallo,
entweder messe ich Mist, oder es stimmt was nicht. Ich messe folgende Widerstände gegen Masse:

+5V: ~1,5 MOhm
+12V: nichts
-12V: nichts
-5V: nichts
Spannung OK: 1,8 MOhm

Keinen Durchgang auf jeder Spannung zur Masse. Ich habe alle Einstellbereiche: 200Ohm - 20MOhm versucht. Keine Anzeige bei den 3 Spannungsniveaus.
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon Dosenware » Di 4. Sep 2018, 18:56

kein Durchgang von + nach - ist schonmal gut, dann ist wenigstens nichts auf Kurzschluss gegangen. Isofern könntest du noch einen Testlauf versuchen (ohne Karten) und wenn der klappt: nach und nach Karten rauf.

Kondensatoren die so abgeraucht sind (also wie eine Sicherung durchgebrannt sind), sind einigermaßen ok - der wird keine weiteren Schäden verursachen, erfüllt aber auch seine Funktion nicht mehr.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: einfach mal alle tauschen. Es könnte sein dass beim nächsten Testlauf weitere Tantals hochgehen (das Board war halt lange nicht mehr in Betrieb)
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon mmworx » Mi 5. Sep 2018, 19:57

Hm OK dann werde ich alle fetten Tantals mal wieder durch Tropfentantals ersetzen. Ich bin nur verwundert, dass auf der Platine für die anderen Spannungen keine Verbaucher vorhanden sind. Wozu dann all das Andere? +12V OK, aber -12V? Oder gar -5V? Die 3,3V sind wohl nur fürs Bios?
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon Dosenware » Mi 5. Sep 2018, 20:05

Da sind schon jede Menge Verbraucher, aber eben Halbleiter - bei einer einfachen Widerstandsmessung gehen die noch nicht auf Durchgang ;-)

3,3V? In einem 286er?
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Re: OKTEK Fox 286 will nicht (ganz böses Teil!)

Beitragvon mmworx » Mi 5. Sep 2018, 22:03

Naja aber alles ICs sind an der Versorgung hochohmig und bei -5V und 12V nix? Scheint alles über +5V zu laufen. Obwohl so viel gibts da gar nicht. Hm 3,3V verstecken sich beim AT intern bestimmt auch irgendwo ;-) .

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