Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » Mo 20. Okt 2014, 11:12

Hallo, es kann sein, dass diese Frage schon 100x gestellt und beantwortet wurde, aber ich hab nichts dazu gefunden.
Ich bekomme in den nächsten Tagen einen funktionstüchtigen 386DX40 im Desktop Gehäuse, allerdings ist der CMOS Akku bereits ausgelötet worden, so dass er nach jedem Einschalten die Uhrzeit und BIOS-Eistellungen verliert.

Jetzt frage ich mich, wie man das Problem am Besten löst. Diese blauen Tonnenakkus hatten ja 3,6V. Was wird heutzutage da Anstelle eingebaut? Geht da eventuell auch ein moderner Knopfzellenhalter?

Danke für Eure Hilfe
Grüße
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon wolfig_sys » Mo 20. Okt 2014, 11:34

Aufs Board kommen heute 3V Knopfzellen. Reicht aber nicht. Es gibt aber 3,6V Knopfzellen. Wenns ne Batterie ist, braucht du auch noch eine Diode, um die Ladespannung abzuhalen.

Ich hab in meinen 386er letztes oder sogar schon vorletztes Jahr eine Halterung für 4 AA NiMH Akkus eingebaut.
Läuft heute immernoch mit diesem Ding drinn.
Besser ist's, wenn auf dem Board ein Batterieanschluss ist.
Oder besorg dir irgentwo einen neuen 3,6V NiMH Akku.
Damit hast du auch ruhe für die nächsten Jahre.

PS: Die Suchfunktion zeigt viel
http://www.dosforum.de/viewtopic.php?f=1&t=8518&p=39745&hilit=Akku#p39745
http://www.dosforum.de/viewtopic.php?f=29&t=8701&p=42008&hilit=Akku#p42008
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » Mo 20. Okt 2014, 12:16

Danke für deine Ausführungen. Einen neuen Tonnenakku Ni-MH mit 3,6V einzulöten, wäre wohl die einfachste Möglichkeit. Ich hab garnicht gewusst, dass es die noch zu kaufen gibt. Wenn es auf dem Board einen Batterie Pin-Connector gibt, dann könnte man auch einen externen Halter mit 3x LR3 Akkus nehmen. Die Lösung mit dem Knopfzellenhalter, Diode und 3,6V LIR2450 Batterie kommt erstmal nicht in Frage.

Hast du bei Dir wirklich 4 Akkus drin? Das wären ja 4,8V
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon wolfig_sys » Mo 20. Okt 2014, 13:22

Ups. Passiert. Es sind 3 AA Akkus. Da ja die Akkus nur 1,4 Volt aufbringen funktioniert es ganz gut.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon Mr Vain » Mo 20. Okt 2014, 17:26

Die stinknormalen AAA Akkus haben in Wirklichkeit auch nur so 1,2V bis 1,3V. Fuer sowas gibts meistens sog. "Battery Packs", wo manche Mainboards auch einen Pin-Header dafuer haben.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » So 26. Okt 2014, 15:17

Weiß jemand, wie das Board hier heisst und ob es einen externen Anschluss für einen Pufferakku hat?

Bild

Ich würde auch gern wissen, was ihr von dem Board und dem Chipsatz haltet. Es ist in meinem frisch angeschafften Desktop verbaut.

Danke und Grüße
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon Mr Vain » So 26. Okt 2014, 16:11

eltrash hat geschrieben:Weiß jemand, wie das Board hier heisst und ob es einen externen Anschluss für einen Pufferakku hat?

Bild

Ich würde auch gern wissen, was ihr von dem Board und dem Chipsatz haltet. Es ist in meinem frisch angeschafften Desktop verbaut.

Danke und Grüße


Der 4 Pin Header neben den Batteriehaltern (wo J20 oder JP20 zu lesen ist, also der 4Pin unter dem JP5) sieht nach nem Anschluss fuer nen Battery Pack aus. An dem Pin 1 steht sogar ein + dran. Kannst ja mal messen, ob die Pins 2 bis 4 verbunden sind, da kommt dann Minus bzw Ground dran.

Den SiS Chipsatz kenn ich jetz nicht, da ich mich mit 386er nie beschaeftigt habe. Denke aber, der koennte schon ganz gut sein. Auf jeden Fall wuerd ich das Board auf 256KB L2 ausbauen. Bisher sind da nur 128k drinne.

Den Aufkleber "019K1" hab ich bei 486er Boards oefter bei Soyo gesehen, dass die die Bezeichnung so draufgeklebt haben.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » So 26. Okt 2014, 20:48

Danke für deinen Beitrag, an den Außen-Pins von J20 liegen nur 0,16V an. An den originalen Kontakten, wo der Pufferakku mal saß, sind es aber auch nur 0,48V. Ist das normal?
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon Mr Vain » So 26. Okt 2014, 21:22

eltrash hat geschrieben:Danke für deinen Beitrag, an den Außen-Pins von J20 liegen nur 0,16V an. An den originalen Kontakten, wo der Pufferakku mal saß, sind es aber auch nur 0,48V. Ist das normal?


?? Wie hast du denn das gemessen? Ich meinte eigentlich das Messen des Widerstands zwischen Pin 2 und 4, also ob die Durchgang haben/verbunden sind oder nicht. Ist bei den Masseanschluessen meistens so. Und Pin 1 koennte mit dem Plus-Anschluss verbunden sein, wo der Tonnenakku mal befestigt war.

Und ganz wichtig: Widerstand nur im AUSGESCHALTETEN Zustand messen.

Als Bezugspotential kannst die inneren Anschluesse nehmen, wo der AT Stromstecker vom Netzteil drangesteckt wird. Die Pins, wo die schwarzen Kabel drankommen, da ist Masse. So, und wenn du nun vom Multimeter die Messspitze, die in der COM-Buchse steckt, an einen solchen Pin haelst, und die andere (meist rote) Messspitze, die im Multimeter in die V/Ohm Buchse gesteckt wird, dann an die Pins vom J20 Pin 2, 3, und 4 haelst, dann zeigt sich ja, ob diese Pins mit Masse verbunden sind. Manche Multimeter haben auch ne Piepsfunktion, wenn man ne Durchgangsprüfung macht.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » So 26. Okt 2014, 22:26

Mr Vain hat geschrieben:?? Wie hast du denn das gemessen?


ich habe jeweils die Spanunng gemessen, die zwischen + und - Pol (Tonnenakku) und Pin 1 und 4 (J20 - externer Anschluss) anliegt, beides während des Betriebs. Theoretisch müsste das doch die Ladespannung sein, mit der der Akku aufgeladen wird, oder?

Mein Multimeter hat einen Durchgangsprüfer mit Piepsfunktion.
Durchgang besteht zwischen Minus vom Tonnenakku und Pin 3 & 4 (J20)
Durchgang besteht auch zwischen den o.g. Kontakten und den schwarzen Massepins von Netzteilanschluss.

Aber es besteht kein Durchgang zwischen Plus (Tonnenakku) und Pin 1 oder 2 (J20)

Was lässt sich daraus nun ableiten?
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon Mr Vain » Mo 27. Okt 2014, 19:57

Das die Batterieplus und der Pin 1 von J20 nicht direkt verbunden sind, kann schon sein. Die Kontakte muessten dann ja logischerweise irgendwo zum BIOS-Chip gehen. Wie soll der sonst seine Spannung bekommen, um die Werte zu speichern...

Jedenfalls, dass du die Masse ueberall durchklingeln kannst, ist schon nen starkes Anzeigen dafuer, dass es sich um nen Batterieanschluss handelt. Wenn du da im laufenden Betrieb sogar Ladespannungen gemessen hast, laesst alles darauf schliessen, dass es ein Batteriepack Anschluss ist. An deiner Stelle wuerd ich es einfach riskieren.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon wolfig_sys » Mo 27. Okt 2014, 21:29

Also ich würde, wie schonmal erwähnt, einfach bei Reichelt, Neumerkel, Conrad einen 3,6V 60-80mA NiMH Akku besorgen und dort einplanzen.
Dann wär das Problem sofort gelöst.
Allerdings must du beim nächsten Wechsel dich wieder bücken.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon eltrash » Mo 3. Nov 2014, 09:14

Hi, ich wollte nochmal ein abschließendes Feedback geben. Ich habe mir für sagenhafte 1,90 inkl. Versand :-) einen Akkuhalter für 3x AAA Akkus bestellt und daran einen Pfostenstecker von einem ausgemusterten CD-ROM Audio Kabel angelötert (nur die beiden die äußeren PINs). Im Akkuhalter befinden sich nun 3 AAA Eneloop-Akkus, die ja kaum Selbstentladung haben sollen. Das Ganze ist nun am J20 auf dem Board angeschlossen.

Die BIOS Einstellungen werden nun schon seit 3 Tagen einwandfrei gehalten. Mal schauen, ob die Akkus auf Dauer auch aufgeladen werden.

Danke nochmal für Eure Hilfe
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon drzeissler » Mi 12. Nov 2014, 00:30

Ich habe die Tage einen 286/20 erhalten und stehe u.A. auch vor dem Batterie-Problem.
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Re: Ersatz für 3,6V CMOS-Akku

Beitragvon matze79 » Mo 8. Dez 2014, 13:42

Einfach Lötnägel dort reinlöten wo die alte Batterie dran war.

Dann Kabel dran:
Bild
Bild
Bild

Kabel - 30 Cent
Batteriehalter - 70 Cent
Batterien 1,2V Akkus - Gratis (Siehe Supermarkt, Altbattery Behältniss..)
Natürlich haben wir nichts zu verbergen, dennoch machen wir auf dem Klo die Türe zu!
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