DOS-Spiele unter Windows XP/Vista?

Emulatoren, Virtuelle Maschinen und Source Ports

DOS-Spiele unter Windows XP/Vista?

Beitragvon dossido » Mi 24. Okt 2007, 10:53

Hallo allerseits,

ein gewissen Forenmitglied aus einem anderen Forum behauptete, dass es ohne weiteres möglich sei, jedes DOS-Spiel unter Windows XP/Vista spielen zu können (ohne Emulator). Dazu müsste man einfach das DOS-Fenster öffnen, und das Spiel darin starten. Er schrieb auch noch, dass Windows XP/Vista dazu auf einer FAT32-Partition installiert sein muss.

Geht das wirklich?

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Beitragvon Metalmorphosis » Mi 24. Okt 2007, 11:02

Das wage ich zu bezweifeln. Egal, ob Windows nun in NTFS oder FAT/FAT32 installiert ist, es fehlt einfach der DOS-Unterbau, auf den viele DOS-Programme zugreifen. Das "DOS-Fenster" in Windows ist in dieser Hinsicht auch kein echtes DOS, auch wenn es danach aussehen mag. Dazu kommt noch, daß Windows den direkten Zugriff auf die Hardware nicht zuläßt, so wird man bspw. nur in den seltensten Fällen Ton in einem Spiel bekommen.

Duke Nukem 3D, z. B., funktioniert nicht, wenn es von Windows aus gestartet wird (das war schon zu Windows 98-Zeiten so), oder eben nur sehr eingeschränkt.
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Beitragvon SharpClaw » Mi 24. Okt 2007, 17:07

hawooo!! ^^

Das glaube ich auch nicht, daß das funktioniert. Alleine der Aufbau eines Directorys unter Windows XP unterscheidet sich gewaltig von dem einer DOS-Maschine. Ich vermute daß das eher eine Art DOS-Emulator ist, aber mit einem sehr großen Vielleicht :-D

Zum Thema Duke Nukem... es gibt inzwischen eine Verso, die unter Windows XP funktioniert, ist entstanden, als die Soft vom Hersteller freigegeben wurde... aber das gehört hier eher nicht mehr ins Forum :roll:
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Beitragvon Shockwav3 » Mi 31. Okt 2007, 17:54

Naja, mit VDMSound kannst du noch einiges rausboxen. Allerdings klappt das wiederrum auch nur bei 30-50% aller Spiele annehmbar.
Zu Duke Nukem: Es gibt irgendwo ne Anleitung wie man Spiele welche auf der BUILD Engine basieren unter modernen Betriebssystemen wieder zum laufen bekommt, allerdings umfassen diese knapp 20 Punkte.

Allerdings versteh ich nicht, was das Thema soll, DosBox ist inzwischen so gut (ich nehms in erster Linie zum Demos gucken), dass man sich den Ärger mit WinXP eigentlich sparen kann.
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Beitragvon CptKlotz » Mi 31. Okt 2007, 18:21

Allerdings versteh ich nicht, was das Thema soll, DosBox ist inzwischen so gut (ich nehms in erster Linie zum Demos gucken), dass man sich den Ärger mit WinXP eigentlich sparen kann.


Da kann ich nur zustimmen. Hätte ich nicht genügend DOS-PCs, würde ich DOSBox viel häufiger benutzen. Für die meisten DOS-Spiele braucht man sich den Prutsch mit der XP-Kommandozeile wirklich nicht antun.

Für Duke3D gibt's übrigens Ports, die direkt unter Windows laufen und dort sogar verbesserte Grafik bieten (z.B. den Port von Jonof oder EDuke32). Jonof hat sogar auch einen Port für Shadow Warrior.

Ich verschiebe dieses Thema mal in "Emulation". Hier geht's ja nur um XP-Eingabeaufforderung, DOSBox, etc. , was alles mit "echtem" DOS nichts mehr zu tun hat.
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Beitragvon Shockwav3 » Mi 31. Okt 2007, 18:53

[offtopic]Bezüglich Ports zu modernen Spielen könnte ich jetzt einen Glaubenskrieg mit dir anfangen :P

Der einzige wirkliche Grund weshalb ich noch Dos-Kisten hab ist in erster Linie der Starcommander (und andere 8Bit Transfer-Software) und meine GUS PnP für Demos, da diese in DosBox ja leider nur "gewrappt" ist.[/offtopic]

Ansonsten hier ein Link zu mehreren Patches für Duke3d von "the man himself" Ken Silverman -> http://advsys.net/ken/build.htm
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Beitragvon CptKlotz » Mi 31. Okt 2007, 19:11

[offtopic]Bezüglich Ports zu modernen Spielen könnte ich jetzt einen Glaubenskrieg mit dir anfangen :P


[Klugschiß]
Ein Glaubenskrieg erfordert aber mindestens zwei Fanatiker ... Ich bin aber ziemlich indifferent, was diese Ports angeht. Ich mag sie und benutze sie auch gelegentlich, aber ich würde nicht unbedingt behaupten, daß sie vom Spielerlebnis her das Original ersetzen.
Ob Du jetzt für oder gegen diese Ports bist, läßt mich also relativ kalt :-))
[/Klugschiß]

StarCommander ist für mich auch ein Grund, wieso ich DOS-Kisten betreibe. Man könnte natürlich auch CBM4Win nehmen, aber dafür braucht man, soweit ich weiß, das XA-Kabel, welches ich erst bauen/kaufen müßte. Mit StarCommander und XE-Kabel weiß ich jedenfalls, daß es funktioniert und das reicht mir als C64-Gelegenheitszocker vollkommen :-)
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Beitragvon Shockwav3 » Mi 31. Okt 2007, 20:09

Gut, mit deiner Ansicht kann ich noch leben bzw. teile diese eigentlich punktgenau mit dir :P

XE Kabel hin oder her, aber wer noch mehr 8Bit Plattformen versorgen muss (grade der Spectrum ist so ein Fall) kommt an Dos Kisten nicht vorbei. Aber auch so gibt's nicht besseres als einfach mal mit GUS und Model M eine Runde Epic Pinball zu zocken :)

So ... jetzt lass ich den Thread aber mal in Ruhe, ist genug Geblubber :P
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Beitragvon Metalmorphosis » Do 1. Nov 2007, 08:59

Von Duke3D hab ich auch mal einen Port gespielt, aber das lief nicht gerade stabil (immer bei Betreten des zweiten Levels abgestürzt - reproduzierbar). Doomsday ist ebenfalls ein Windows-/Linux-/Mac-Port für alle Spiele, die mit der Doom-Engine arbeiten (Doom 1 & 2, Heretic, Hexen) und auch schön aussieht (Hardwarebeschleunigung, 3D-Models, aufwendige Lichteffekte). Hm... aber irgendwie... ist mir das unter DOS bzw. in der DOSBox lieber, auch wenn's pixelig ist. Fühlt man sich halt wieder jung. :-D
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DOSBox

Beitragvon Soundfreak1980 » Mo 7. Apr 2008, 10:00

Hallo Leute,

also bei mir funktioniert das mit der DOSBox wunderbar. Ich habe das Roland MT-32 an meinem WinXP-Rechner dran und spiele dort schonmal alte Adventures. Die Weiterleitung der MIDI-Schnittstelle klappt hervorrangend, als sei echtes DOS drauf. Die Soundkarte wird als SB16 erkannt und es gibt keine Probleme. Auch die Grafik macht kaum Mucken, außer man benutzt zwischendurch "Alt+Tab".

Aber es geht eben nichts über einen echten DOS-Rechner aus der guten alten Zeit :)
Es ist eben doch was anderes ein altes Game auf einem "hochgezüchteten" PC mit 1 GB RAM und zig-Gigabytes Festplatte und 320x240 auf nem 20-Zoll-TFT zu spielen als wirklich den Original 386DX-40 aus 1992 zu nehmen. Die ganze Umgebung gibt eben doch das Originalgefühl von damals und erinnert mit Tastendruck die Bilder aus der "guten alten Zeit" als das Megabyte noch was Wert war.
(immer wieder lustig, wenn ich meinen Schlüsselbund mit 2 GB-Stick auf den alten PC lege, der 260 MB Platte und 8 MB RAM hat und 512 KB Grafikspeicher :-o )

Also: DOSBox ganz nett und eine tolle Sache für "mal eben nen Klassiker zocken", aber es geht doch nichts über Original!!!! :-D
386 DX-40, 8 MB RAM, 260 MB HDD, 2xCD-ROM, SB16 + 30 Soundkarten-Sammlung inkl. Roland-Schatzkiste -> Roland SCC-1, Roland SC-88, Roland MT-32, Roland SCB-55 (SCD-15)
486 DX-2/66, 16 MB RAM, 210+420 MB HDD, 2x CD-ROM, Guillemot Maxisound 32 + DB50XG
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