VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Emulatoren, Virtuelle Maschinen und Source Ports

VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon frank9652 » Mo 15. Nov 2010, 08:14

Hier nochmal die Problembeschreibung!
Ich wollte die graphische Benutzeroberfläche Geoworks (16 Bit) auf dem Asus EeePC 1015PE benutzen.
Über eine bootfähige SD-Karte mit DOS konnte ich Geos starten, aber nur im Modus 800 x 600 weil der integrierte Graphikchip nur maximal den alten VESA-Modus 800 x 600 zur Verfügung stellt. Durch die Hardware (Monitor?) wird aber das Bild automatisch auf 1024 x 600 verzerrt wodurch z.B. runde Kreise keine runden Kreise mehr sind.
Eine Möglichkeit dieses "automatische Stretching" abzuschalten, habe ich nicht gefunden.

Die Lösung...
...sah so aus, daß wir auf einer bootbaren SD-Karte Puppy-Linux installiert haben, und darunter den DOS-Emulator DOSEMU mit Geos.
Dadurch wurde es möglich unter Geos die Auflösung 1024 x 600 zu fahren.
Auch der Zugriff auf jedes USB-Device und mein angeschlossenes DVD-Laufwerk sind unter Geos möglich.
Zum Datenaustausch kann ich von Geos her (auf dem Asus) die Dateien in das Grundverzeichnis der SD-Karte schieben, auf das ich unter DOS (von anderen Rechnern) genauso wie unter Windows 7 Zugriff habe.

P.S. Die Kumpel hatten sich für DOSEMU entschieden weil dadurch Geos mit 1024 x600 und 64.000 Farben gefahren werden konnten, während DOSBOX (wohl) nur maximal 256 zur Verfügung stellt.

Da die Lösung jetzt eigentlich in den Bereich Emulatoren gehört, poste ich den Beitrag hier noch einmal.

Gruß Frank
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon Nilquader » Mo 15. Nov 2010, 15:31

Die Idee, fehlende Treiber durch einen Linux-Kernel auszugleichen ist gar nicht so schlecht. Gerade auf moderneren Notebooks hat man doch oft Probleme mit fehlenden Treibern für Sound- und Grafikkarten.

Vielleicht sollten wir mal eine Mini-Distribution zusammenstellen, die keine eigene Partition braucht und sich einfach vom DOS-Prompt aus starten lässt (LOADLIN), die benötigten Treiber lädt und dann gleich in DOSEMU rein bootet. Ich weiß natürlich, das vielen ein pures DOS lieber wäre, aber gerade auf neueren Geräten müsste man dann doch auf sehr viel verzichten...
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon frank9652 » Mi 17. Nov 2010, 15:36

Nilquader hat geschrieben:Die Idee, fehlende Treiber durch einen Linux-Kernel auszugleichen ist gar nicht so schlecht. Gerade auf moderneren Notebooks hat man doch oft Probleme mit fehlenden Treibern für Sound- und Grafikkarten.


...das wird wohl der Trend sein, wenn man betagte (DOS) Software weiter auf aktueller Hardware betreiben will.
...ich wollte es bisher nicht wahr haben, aber die Kumpels vom Geostreffen haben mich durch die Testinstallation überzeugt.

Gruß Frank
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon freecrac » Do 18. Nov 2010, 00:59

frank9652 hat geschrieben:
Nilquader hat geschrieben:Die Idee, fehlende Treiber durch einen Linux-Kernel auszugleichen ist gar nicht so schlecht. Gerade auf moderneren Notebooks hat man doch oft Probleme mit fehlenden Treibern für Sound- und Grafikkarten.


...das wird wohl der Trend sein, wenn man betagte (DOS) Software weiter auf aktueller Hardware betreiben will.
...ich wollte es bisher nicht wahr haben, aber die Kumpels vom Geostreffen haben mich durch die Testinstallation überzeugt.

Gruß Frank

Mit neuen Rechner die ein Extensible Firmware Interface(EFI)-Bios mitbringen kann man möglicherweise kein DOS mehr booten (und Windows erst ab Vista).
Ob das Compatibility Support Module(CSM) auch für DOS ein IBM-kompatibles Bios emulieren kann würde ich gerne mal wissen. Bis dahin meide ich solche MoBos.
http://de.wikipedia.org/wiki/Extensible ... _Interface

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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon CptKlotz » Do 18. Nov 2010, 01:16

Da die Lösung jetzt eigentlich in den Bereich Emulatoren gehört, poste ich den Beitrag hier noch einmal.


Das ist sicher gut gemeint gewesen, aber vermutlich trotzdem keine gute Idee. Durch Mehrfach-Threads zu demselben Thema wird die Unübersichtlichkeit in der Praxis eher größer als kleiner, weil plötzlich die Diskussion dazu an zwei Stellen stattfindet.

Es ist auch leider nicht immer zu ändern, daß Themenbereiche nicht ganz klar abgegrenzt sind. Sind Treiber für eine Soundkarte jetzt ein "Hardware"-Thema oder eher ein "Software"-Thema?

Die Suchfunktion findet ohnehin Beiträge in allen Bereichen, wenn man die Suche nicht selbst einschränkt.

Wie gesagt, daß Du eine Problemlösung besser auffindbar machen willst, ist an sich eine lobenswerte Sache. ich würde aber trotzdem darum bitten, keine zwei Threads zu demselben Thema zu eröffnen (wie es auch in den Forenregeln steht).

Gruß,
Stephan
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon frank9652 » Do 18. Nov 2010, 15:34

@Stefan
Ich gelobe Besserung.

@Dirk
So ein modernes BIOS ist in diesem Asus nicht drin.
Ich hatte Geos erst auf einer bootbaren DOS-SD-Karte laufen. -Wenn nur nicht das leidige Problem mit der Auflöung gewesen wäre, dann wäre ich auch dabei geblieben.
-Es hatte mich sowieso schon positiv erstaunt, daß zumindest der Cardreader ohne jegliche zusätzliche DOS-Treiber erkannt wurde (IMHO die USB-Devices auch).

Nun bin ich (fast) zufrieden. Gibt noch ein paar kleinere Problemchen, das ist aber sicherlich nur Einstellungssache.

Gruß Frank
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon freecrac » Do 18. Nov 2010, 17:32

frank9652 hat geschrieben:@Dirk
So ein modernes BIOS ist in diesem Asus nicht drin.

Die Idee in einem EFI-Bios selber bestimmte Hardware-Treiber aufzuspielen, so das verschiedene OS damit arbeiten können finde ich eigentlich ganz prima.
Nur sollte nach meinen Wünschen auch DOS noch eine Unterstützung bekommen, so das man nicht entweder nur ein altes Bios oder ein neues benutzen kann, sondern das man alle Dinge die sich sinnvoll kombinieren lassen auch auswählen kann.
Mit einem Dualcore könnte man theoretisch auch zwei verschieden DOS zeitgleich betreiben, so das jedes DOS auf einem eigenen Monitor angezeigt wird und sich beide DOS auch über eine extra Tastatur/Mouse von zwei Benutzern zeitgleich bedienen lassen.
Wieviele Resourcen(Taktung/Anbindungs-Bandbreite/Speichermenge etc.) ein Core zugewiesen bekommt, das könnte man doch auch schon vorher im Bios und/oder auch im laufenden Betrieb einstellen.
Eine vollständige Dokumentation aller solcher Funktionen wäre hierbei sicherlich wünschenswert, so das eine weiterführende DOS-Unterstützung überhaupt stattfinden kann.

Ich hatte Geos erst auf einer bootbaren DOS-SD-Karte laufen. -Wenn nur nicht das leidige Problem mit der Auflöung gewesen wäre, dann wäre ich auch dabei geblieben.
-Es hatte mich sowieso schon positiv erstaunt, daß zumindest der Cardreader ohne jegliche zusätzliche DOS-Treiber erkannt wurde (IMHO die USB-Devices auch).

Nun bin ich (fast) zufrieden. Gibt noch ein paar kleinere Problemchen, das ist aber sicherlich nur Einstellungssache.

Gruß Frank

Das freut mich.

Dirk
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Re: VESA-Modus > 800x600 erzwingen

Beitragvon DosX » Mo 14. Feb 2011, 18:28

Nilquader hat geschrieben:Die Idee, fehlende Treiber durch einen Linux-Kernel auszugleichen ist gar nicht so schlecht. Gerade auf moderneren Notebooks hat man doch oft Probleme mit fehlenden Treibern für Sound- und Grafikkarten.

Vielleicht sollten wir mal eine Mini-Distribution zusammenstellen, die keine eigene Partition braucht und sich einfach vom DOS-Prompt aus starten lässt (LOADLIN), die benötigten Treiber lädt und dann gleich in DOSEMU rein bootet. Ich weiß natürlich, das vielen ein pures DOS lieber wäre, aber gerade auf neueren Geräten müsste man dann doch auf sehr viel verzichten...


Diesen Lösungsansatz sehe ich genauso.

Aber wieso wilst du erst mit DOS booten von dort aus in ein Linux was dann wieder den DOSEMU aufruft?
Es ginge doch viel einfacher, nämlich gleich ein Linux hochfahren. Damit das alles das richtige DOS und Unix-Feeling hat natürlich ohne das ein X-Server hochgefahren wird. Geeignet wären dazu wenn man von einer normale Minimalinstallation ausgeht Debian oder die Alternate von Ubuntu. Beide kommen ohne viel Gedöns und sind aktuell gepflegte Distributionen. Für einen 486 wäre das nichts mehr aber alles ab 586 sollte machbar sein, so das man auf Hardware die bis zu 15 Jahren zurückliegt, zurückgreifen kann.

Der Aufruf von Dosemu kann dann über Screen dem Multiplexer automatisch über die .screenrc erfolgen so hat man dann DOSEMU in einer Shell und eventuell andere Text-Utilities in den anderen Shells die alle von Screen verwaltet werden. Damit verbindet man beide Welten. DOSEMU mountet das HOME Verzeichnis des Users sowieso gleich mit rein also perfektes Zusammenspiel. Wenn man Dateien über Linux erarbeitet kann man über DOSEMU auch auf diese zugreifen und umgekehrt. Der Dateitransfer ist somit geregelt.

Einziger Nachteil der mir einfällt und bei mir auf einem aktuellen Notebook nicht gut ist, ist halt die Auflösung von modernen Notebooks womit DOS nicht zurechtkommt. Man müsste das mal auf 800x600 und 1024x768 Hardware testen.
DosX
 


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