Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon wobo » So 17. Mär 2019, 15:43

Hallo Chris,

erst einmal Kompliment zur Fertigstellung Deines 223-Seiten-Werks. Gefreut hat mich auch, dass Du zur Erstellung einen betagteren, aber anscheinend noch ausreichend schnellen PC (P166) verwendet hast. Ich persönlich mag das gerne, wenn zur produktiven Tätigkeit auch einmal alte Technik zum Zuge kommt, die hierzu noch ausreichend ist (und ich kriege das Grausen, wenn bei uns im Büro die Systemsoftware, die im Kern nur zur Texterstellung mit angeschlossener Adressverwaltung dient, High-End PCs mit 8-16 GB Ram und DirectX 11-fähige Grafikkarten (!) zur Darstellung von Icons vorhanden sein müssen).

Ein klein wenig kann ich allerdings die von Dir oben angedeutete Kritik der Verlage an Deiner Arbeit verstehen. Ich hatte drei Anläufe und hätte, wenn ich Deinen Blog nicht sporadisch besuchen würde, wahrscheinlich gar nicht weitergelesen. Gerade den Prolog nämlich fand ich (ganz ehrlich und ganz subjektiv) fürchterlich: Eine - so kam es bei mir an - besserwisserische, aber sprunghafte und nur oberflächliche Darstellung dessen, was die Welt zusammenhängt, teilweise triefend vor Ironie (und wohl Anspielungen auf SciFi-Movies). Es war für mich in jeder Hinsicht zu viel von allem.

Ich habe den Prolog dreimal versucht zu lesen und müsste immer wieder aufhöhren :-(. Ich hatte mich dann entschlossen, gleich mit Kap. 1 einzusteigen. Und muss sagen, ab dann war ich positiv beeindruckt. Du hast es tatsächlich geschafft, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur in sich schlüssig war, sondern auch sehr spannend. Ich wollte nach jedem Lesen wissen, wie es weiter geht und habe mich schon immer auf den nächsten Abend und das nächste Kapitel gefreut. Wow! Und Danke hierfür!

Im Nachhinein kann ich zwar jetzt den Prolog besser verstehen (ich habe ihn jetzt noch einmal gelesen). Allerdings trifft er auch jetzt noch immer nicht meinen Nerv, und ich bin beim Lesen ohne ihn gut klar gekommen.

Textlich und inhaltlich glaube ich, dass die Geschichte in einem Computer-Game sehr gut aufgehoben wäre (für ein Roman hat mir dann doch etwas Tiefgang in den Formulierungen und den Charakterisierungen gefehlt, die in einem Copmutergame ja durch die Visualisierungen ersetzt werden; ist aber alles nur eine Geschmacks-/Stilfrage :-))).

Allerdings ist mir nicht klar, wie Du aus einer linearen Geschichte ein Game machen willst, das doch dann mehrere Verzweigungen haben müsste? Hast Du dafür schon Pläne?
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Di 19. Mär 2019, 08:28

Danke für das umfangreiche Feedback. Ich kann jetzt leider nur kurz antworten.

Wir leben schon in seltsamen Zeiten, wenn für Texterstellung mittlerweile rein aus Prinzip Highend-Hardware eingesetzt wird, weil es halt geht. Ich vermute mal, daß einem inzwischen auch die meisten Computerhändler nur das "Schnellste" und somit "Beste" für so fordernde Aufgaben wie Texte schreiben, MP3 hören und Audio-CDs abspielen empfehlen. "Also ohne mindestens Intel i9 und 32 GB RAM werden sie da nicht glücklich..." ;-).

Zur Story: der Prolog sollte noch etwas überarbeitet werden, ganz weglassen möchte ich ihn aber nicht. Es sind doch einige Formulierungen drin, die mir sehr gut gefallen und den Charakter auch gut definieren, inklusive der negativen Eigenschaften wie Sprunghaftigkeit und Überheblichkeit. Der Schluß schließt ja dann auch einen Kreis zum Prolog, und zeigt uns eine grundlegende Eigenschaft von Seli: die dezente Unfähigkeit zur Bescheidenheit.

Ich hatte halt generell vor, mit einigen Klischees zu brechen, und dazu gehört vielleicht auch, daß der Prolog auf etwas irritierende Weise gleich auf Konfrontationskurs mit Erwartungen geht. Und wie du richtig sagst - wenn man einmal mit der Geschichte durch ist, kann man auch den Prolog mit all seinen pompösen Ausführungen besser einordnen. Einige Korrekturen dazu stehen aber noch auf meiner Liste.

Das mit dem Game könnte in der Tat schwierig werden, denn irgendwelche Möglichkeiten für Kombinationsrätsel oder Entscheidungen bieten sich in dem linearen Ablauf eigentlich kaum. Konkrete Gedanken habe ich mir dazu bisher nicht gemacht. Mein persönlicher Favorit für eine Umsetzung abseits von Text und Papier wäre ja immer noch das Hörspiel.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon wobo » So 24. Mär 2019, 17:47

Hörspiel finde ich gut.

Hast Du mal als Vorstufe für ein Grafik-Adventure an ein Text - Adventure gedacht? Du müsstest dann "nur" die Handlungsverzweigungen schreiben (die Du für ein Grafik-Adventure eh im Grundgerüst und auch in den Dialogen designen müsstest). Das hätte den Vorteil, dass Du es auch peu a peu zum Grafikadventure ausbauen kannst, d.h. z.B. als zweites eine Textadventure - Version mit Grafikeinblendungen machst.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Di 26. Mär 2019, 11:14

Textadventure wäre auch eine Möglichkeit, vielleicht sogar in klassischer Infocom-Qualität. Moderner sagt man ja glaube ich inzwischen "interactive fiction" dazu, das klingt gleich wichtiger. Soweit ich weiß, gibt es ja auch für DOS so einige Engines und Tools dafür.

Das grundsätzliche Problem ist halt die starke Linearität der Story. Wie kann man sich überhaupt verlaufen? Wie kann man überhaupt nur durch Lösen eines Rätseln oder Finden eines Objektes etc. aus einem Szenario weiterkommen? Und wessen Rolle sollte der Spieler übernehmen? Dafür lassen sich sicher Lösungen finden, aber das braucht Zeit und Planung.

Im Moment bin ich eher noch dabei, für die Buchfassung mehr Leser und Kontakte zu finden, gerade auch zu Leuten, die im Genre schon veröffentlicht haben. Da bin ich an ein paar interessanten Möglichkeiten dran und will mich jetzt erstmal auf eine "Baustelle" konzentrieren.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Di 26. Mär 2019, 13:49

Nuja, sind nicht alle Bücher und Filme linear? Wie konnte die Geschichte denn non-linear geschrieben worden sein? Höchstens als pen und paper mit Verzweigungen wo man dann halt zu unterschiedlichen Seiten blättern muss. Aber der klassische Roman ist doch stets linear. Und dennoch gibt es spiele zu solchen.
Mann musste die Geschichte für ein Spiel eben erweitern und zusätzlich ein paar Sackgassen oder ein oder zwei alternative Wege erdichten. Was wäre denn wenn Rick nicht Richtung Turm gestürmt wäre sondern mit Seli den anderen Weg genommen hätte? Statt kewl FM eben die Vodafone Antenne abgehackt hätte? Sich gegenüber Ini der direkten Konfrontation hingegeben hätte? An Seli vorbei Richtung Stadt marschiert wäre? Und, und, und... Es muss nicht zichtildrölfzichzintilliarden alternative Lösungen geben. Ein paar Arten zu sterben/verlieren reichen ja aus.
Ich finde jedenfalls das in der Story mehr als genug Potential für ein Game steckt. Adventure oder was anderes.
Oder wie seht ihr das?
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon wobo » Di 26. Mär 2019, 20:20

Thomas hat geschrieben:Ich finde jedenfalls das in der Story mehr als genug Potential für ein Game steckt. Adventure oder was anderes. Oder wie seht ihr das?


Absolut, sehe ich genauso. Ich würde ja zuerst ein Text-Adventure machen. Dann habe ich die Verzweigungen und Handlungsalternativen und zugleich ein Game für den PC/XT. In zweiter Stufe würde ich Standgrafiken einbauen (Game für den AT). An dritter Stelle käme dann das echte Grafikadventure (Game für den 386). Grafiken würde ich wahrscheinlich nur in Monochrome skizzieren. Vielleicht beißt dann ein echter Grafiker an und malt in 256-Farben (wobei Du da wahrscheinlich eher ein Heer an Grafikern brauchst).

Aber, Chris, du hast vollkommen Recht: erst eine Baustelle nach der anderen, sonst verliert man die Lust. Hörspiel gefällt mir übrigens immer noch :-)
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Do 4. Apr 2019, 09:54

Ich verwende faulerweise einfach mal den Text aus meinem Blog:

Für alle interessierten Leser hier eine 17-seitige Preview auf den nächsten Band.

Das ist nun zugegeben in einem etwas speziellen Format. Der Prolog ist soweit komplett, dann auch noch einige Absätze vom Anfang von Kapitel 1. Danach kommen jedoch „nur“ Einzelszenen und Dialoge, die mit kurzen Überleitungen verbunden sind.

Ich weiß, einige Leser wollen nur das fertige Produkt, aber ich will mir vorab über einige Dinge klar werden. Ich denke, als Kenner von Band 1 kann man dem Verlauf folgen und zumindest einige Grundideen von Band 2 nachvollziehen. Da kommt aber natürlich noch mehr und vor allem mehr Tiefgang. Es sind IMO auch keine dicken Spoiler drin, da es nur Ansätze sind, die eher Fragen aufwerfen. Da muß auch noch einiges überarbeitet werden, die Schachspielszene z.B. sollte viel intensiver und atmosphärischer sein.

Auf diese Weise möchte ich vielleicht dieses Mal die Leser mehr involvieren, und bereits von Anfang an Entwicklungen und Ideen präsentieren, bevor diese festgefasst sind. Wer also z.B. Dialog- oder Szenenideen für „inbetween“ hat – gerne her damit. Wer findet, daß ein Dialog oder Gag gar nicht funktioniert – Kritik ist willkommen. Ein paar der Szenen haben mich sehr amüsiert, aber das mag an meinem obskuren Humor liegen.

Auch Vorschläge für einen Buchtitel sind willkommen. Ansonsten muß ich halt doch bei „Selene 2 – Bikini-Spaß und heiße Sommerliebe“ bleiben ;-).

Somit stelle ich also dieses Preview zur Diskussion:

http://www.bruchbach.de/preview.pdf

Ich hoffe, daß auch Leser, die sonst nur eine Story „am Stück“ lesen möchten, hilfreiche Ideen einbringen. Viel Spaß

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Di 16. Apr 2019, 14:37

Hmmm, irgendwie scheint mein Preview die Leser hier im Forum nicht angesprochen zu haben. Gut, auch im Blog gab es nur einmal Feedback dazu. Ist halt immer schwierig, anhand einer holprigen Anreihung von Szenen den Absichten des Autors zu folgen. Natürlich sollte das Buch keine "häusliche Comedy" werden, wie es jetzt vielleicht den (falschen) Eindruck macht. Da sollten schon größere und kosmische Dinge mit reinspielen, das Ganze geht später vielleicht auch ein bißchen in Richtung Parodie auf Dan Brown. Ich bin jetzt auf jeden Fall dran, Kapitel 1 am Stück zu schreiben.

Nachdem speziell der Prolog aus Band 1 hier deutlich kritisiert wurde, hätte mich doch interessiert, ob der neue, kürzere und mehr auf "Action" ausgelegte Prolog dieses Mal besser funktioniert.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Di 16. Apr 2019, 18:41

Hi Chris.
Ich bitte um Entschuldigung. Ich habe es sofort gelesen und fand es sehr gut. Jedoch habe ich eine entsprechende Kritik etwas verschleppt und dann auch vergessen. Ich hatte einige Probleme mit diesen "Einschiebungen". Waren das Ergänzungen, Stichpunkte was man noch ergänzen könnte, oder ...
Aber alles in allem bitte ich das Ziel fortzusetzen, ich glaube es wird gut.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon wobo » Mi 17. Apr 2019, 13:30

Doch, doch, gelesen habe ich den Vorab-Abzug schon ... ich bin nur sehr alt und sehr langsam geworden und reagiere deswegen oft erst Wochen später.

Mir hat der Vorab-Abzug sehr gut gefallen. Ich habe absolut Lust auf Teil 2 bekommen!

Leider bin ich in der Kritik stärker als in der Kreativität. Deswegen kann ich leider keine Ideen zu Deiner Geschichte beisteuern. Also bitte dranbleiben!
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 29. Apr 2019, 10:21

Für meine treuen Fans im Forum (alle beide) hier zu Band 2 der Prolog mit komplettem Kapitel 1:

http://www.bruchbach.de/kapitel1.pdf

Es sind jetzt 22 DIN-A4-Seiten. So ganz zufrieden bin ich nicht, es fehlt noch irgendwie der "sense of wonder", den gerade das Haus haben sollte. Aber es ist vielleicht der richtige Weg. Kritik und Meinungen sind willkommen.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 24. Jun 2019, 11:56

Um das alte Thema mal wieder nach vorne zu holen (bzw. für meine beiden Leser hier als Info) ein Text aus meinem Blog zum Buchprojekt:

Damit ein bißchen was vorangeht, habe ich jetzt per Onlinedruck mal 5 Ausgaben des ersten Selene-Bandes geordert. Dieser Druck wird eine reine Preview- bzw. Betaversion, d.h. es sind sicherlich noch einige verbesserungswürdige Abschnitte, und auch Tipp- und Rechtschreibfehler drin. Es entspricht also hauptsächlich der pdf-Fassung online.

Der Hauptgrund, warum ich es jetzt trotzdem ein paar Probeausgaben drucken lasse, ist, daß ich das lange Fehlersuchen auf dem Bildschirm einfach nicht mag. Dabei übersehe ich ständig Fehler bzw. verliere ich nach einer Weile des Bildschirmlesens wieder die Motivation. Auch die Leute, die mir Feedback und Textkorrekturen zugesagt haben, haben offensichtlich wenig Lust, am Bildschirm zu lesen. Daher mal der Beta-Druck. Auf diese Weise kann ich mich mit Kugelschreiber und Rotstift an eine physische Ausgabe setzen, und manuell anstreichen, was noch der Änderung bedarf. Das ist sicher effektiver für die späteren Ausgaben und „Reinschriften“.

Somit geht also eine Ausgabe weg, die ich selbst zum Bekritzeln brauche. Wodurch für den Moment noch 4 Exemplare übrig bleiben. Wer will haben? Oder will doch jeder auf die finale Fassung warten?

Weil ein Roman auf A4 doch sehr doof aussieht bzw. wie ein Manuskript wirkt, habe ich jetzt die großzügig mit Absätzen versehene DIN-A5-Version verwendet. Das heißt also, das Buch wird 495 Seiten dick. Und rumfleddern soll es auch nicht, also Hardcover.

Was das Cover betrifft, habe ich im Moment keinen fähigen Künstler mit genug Zeit für etwas Stylisches und Frisches. Ich hatte mir zuerst gedacht, ich mache einfach ein paar Fotos von der Hecken- und Felsenlandschaft hier in der Gegend, und wähle davon ein hübsches Bild für das Cover. Das kam aber auch nicht besonders gut rüber, das Buch wirkte dann wie ein Landschaftsbildband.

Das Cover der Beta-Ausgabe ist also im Moment nur ein reiner Notbehelf und simpel gehalten. Ich habe dafür (als Rechteinhaber daran) eine Alex-Dahl-Skizze von Ben genommen, die man mit etwas Fantasie auch für Seli verwenden könnte. Alex sah ja dann später sowieso merklich anders aus. Wer jetzt nörgelt, daß das Buch etwas weit Besseres als so eine recycelte Kritzelskizze verdient hat, der hat wohl recht. Die finale Ausgabe sollte dann auch stylischer aussehen, aber dafür muß ich noch etwas Geld beiseite legen, und einen Künstler finden. Im Moment sieht es finanziell bei mir wegen teuerer Autoreparatur sowieso nicht gut aus. Nein, das ist kein Betteltext ;-).

Hier zu eurer Information das Cover vorne und hinten, sowie eine neue Seite 2 mit Zitaten. Auch die Zitate können sich noch ändern, ich wollte mir halt mal grundsätzlich eine Seite dafür freihalten. Das Pascal-Zitat passt dahingehend zur Handlung, weil Seli später selbst sagt, daß man niemals allein ist, wenn man das Universum mit einem Gedanken umgreifen kann. Auf der anderen Seite denke ich, daß vielleicht ein eher gewichtiges Zitat und als Kontrast dazu ein Popkulturzitat (z.B. aus einem Songtext) besser wären. Vorschläge sind willkommen.

Cover Front:

Bild

Cover Rückseite (ja, ich habe gesehen, daß bei der ersten Frage ein Fragezeichen fehlt. Mea culpa…)

Bild

Neue Seite 2 mit Zitaten:

Bild

Soweit mal das Preview zur Preview-Fassung. Es soll jetzt wohl 8 – 10 Tage dauern, bis ich die gedruckten 5 Exemplare bekomme.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon wobo » Mi 26. Jun 2019, 19:50

BluesmanBGM hat geschrieben:...Der Hauptgrund, warum ich es jetzt trotzdem ein paar Probeausgaben drucken lasse, ist, daß ich das lange Fehlersuchen auf dem Bildschirm einfach nicht mag. Dabei übersehe ich ständig Fehler bzw. verliere ich nach einer Weile des Bildschirmlesens wieder die Motivation....


Das kenne ich nur zu gut und ist bei mir genauso. Beruflich muss ich wahrscheinlich ca. 20 Seiten Text pro Tag verfassen. Einen Großteil der Fehler finde ich nur, wenn ich einen Probeausdruck mache – und ihn am besten erst am nächsten Tag Korrektur lese. Nur am PC das Word-Dokument lesen, hilft da nicht besonders.

Ich lese auch viel lieber gedrucktes. Ich habe wahrscheinlich schon das halbe Internet ausgedruckt. Auch die 223 (DINA4-) Seiten deines Romans hatte ich mir ausgedruckt und so ein für mich viel entspannteres und spannendes Lesevergnügen gehabt. Da ich so einen Korrekturfimmel habe, hatte ich auch gleich Korrekturanmerkungen gemacht. Ich habe mich aber deswegen nicht gemeldet, weil ich für die Menge an Text erstaunlich wenig Schreibfehler gefunden habe.

Ich weiß leider weder, wer Axel Dahl ist noch, wer Ben ist. Die Skizze finde ich aber super. Vom Charakter her hatte ich mir Selene beim Lesen ziemlich so vorgestellt. Nur an die Brille kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern, gefällt mir aber.

Back-Cover-Texte finde ich super. Auch die Zitate passen sehr gut. Protagoras kannte ich noch gar nicht. Ich habe ihn extra googeln müssen. Erstaunlich, dass es ca. 450 v. Chr. schon Agnostiker gegeben hat, bei der Fülle an erdrückenden Göttern im altgriechischen Weltbild. Mit dem Protagoras-Zitat hast Du also auch noch meine Allgemein-Bildung verbessert!
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Do 27. Jun 2019, 09:30

Hehe, ich glaube "Internet-Ausdrucker" ist doch heute schon ein Begriff geworden, mit dem sich angeblich die digital natives über altmodische Leute amüsieren. Außerdem zerstörst du durch das viele Papier bestimmt die Umwelt und das Klima. Oder was auch immer ;-).

Wenn man bedenkt, daß ich das Ganze komplett ohne automatische Rechtschreibkorrektur geschrieben habe, sind wohl tatsächlich relativ wenige Fehler drin. In der Regel weiß ich schon, wie man Wörter richtig schreibt. Aber wenn man gut im Tippen drin ist, und alles recht flink geht, dann rutschen einem natürlich Flüchtigkeitsfehler und Tippfehler rein, und ich bin mir sicher, daß es davon noch eine Menge gibt.

Mein übliches Problem ist die Unterscheidung daß/das und auch die Kommasetzung. Das dürften die meisten Fehler sein. An einigen Stellen waren mir auch fehlende Wörter aufgefallen. Oder es ist bei einem Dialog nicht ganz klar, wer gerade spricht. Oder es wiederholt sich zu oft das selbe Wort oder die selbe Tätigkeit. Es wird z.B. eindeutig zuviel mit den Achseln gezuckt und in den letzten Kapitel kommt das Wort "Irritation" viel zu häufig vor. Da muß nachgebessert werden.

Zum Thema Cover für die finale Ausgabe hatte ich gestern im Blog noch Folgendes geschrieben:

"Von der Idee mit einem „normalen“ Landschaftsbild bzw. Foto bin ich irgendwie wieder abgekommen. Mir würde wohl am besten ein professionell (digital?) gemaltes Bild mit Tiefenwirkung gefallen, in dem die weite Landschaft der Hauptdarsteller ist. Rick und Seli sollten aber auch vorkommen, wenn auch nur klein oder als Schattenrisse, z.B. auf einem Felsen im Vordergrund, so daß Ihnen die road to adventure quasi zu Füßen liegt.

Eine Alternative dazu (und ein wirklich abstraktes Cover) wäre aber vielleicht auch ein feines 3D-Modell des gefalteten Objektes, daß in der Story wie folgt beschrieben wird:

Wenige Zentimeter über der Handfläche schwebte nun ein ganz neues Objekt. Es war von Aussehen und Größe her fast wie der fliegende Same einer Pusteblume. Mit dem Unterschied, daß das flaumige Oberteil des Samens aus einem komplexen Kristallgitter bestand, das in allen Schattierungen von Grün lebendig glitzerte. Der eigentliche Same unter dem Kristall war ein pulsierender Punkt aus purem Licht und Bewußtsein...

Da könnte sich der Leser dann fragen, was das Cover eigentlich bedeuten bzw. darstellen soll, und muß dann die Story lesen, um den Zusammenhang zu verstehen. Leider gibt es solche komplexen Bilder aber nirgends geschenkt. Ist doch voll fies, im Jahr 2019 sollte im Internet alles umsonst sein ;-)."

Die Brille bei Seli wird öfter mal erwähnt, geht ja auch irgendwann kaputt. Der Zopf wird so glaube ich nicht erwähnt bzw. erst im zweiten Band (da wird von zwei strubbeligen Zöpfen mit bunten Wäscheklammern gesprochen). Es ist als Bild bzw. Skizze halt nur ein Notbehelf und zeigt eigentlich jemand Anderen.

Alex Dahl ist ein weiblicher Charakter aus meinem Bruchbach-Universum. Das ist eine fiktive Animationsserie, zu der ich einen Episodenguide mit 175 Folgenideen, 9 Staffeln, diversen Drehbuchskripten und anderen Kram geschrieben hatte (ist schon einige Jahre her). Dort hatte ich auch zum ersten Mal einen Charakter namens Rick verwendet, der aber nicht mit Rick aus Selene identisch ist. Es gab auch eine kurze Reihe von 3 Printcomics dazu, und Ben ist der damalige Zeichner der Comics.

Die Webseite zur Serie ist im Moment offline. Die war nicht mehr aktuell - mit News wie "Neuer Comic erscheint im Herbst 2008" etc. - und ich will mir da wieder was eigenes 16-bittiges und 100% nichtkommerzielles mit Netscape basteln. Was aber noch halbwegs lesbar online ist, sind die alten Drehbuchskripte, in denen meistens auch Alex Dahl vorkommt. Falls es dich interessiert, hier mal drei Beispiele. Die Serie ist als humoristische Satire mit vielen Filmzitaten gedacht, ein bißchen in (klassischer) Simpsons-Tradition:

http://www.bruchbach.de/neustory.htm

http://www.bruchbach.de/farb.htm

http://www.bruchbach.de/halsey.htm

Falls dich auch die Staffeln/Episodenguide interessieren, siehe hier:

http://www.bruchbach.de/staffel1.htm
http://www.bruchbach.de/staffel2.htm
http://www.bruchbach.de/staffel3.htm
http://www.bruchbach.de/staffel4.htm
http://www.bruchbach.de/staffel5.htm
http://www.bruchbach.de/staffel6.htm
http://www.bruchbach.de/staffel7.htm
http://www.bruchbach.de/staffel8.htm
http://www.bruchbach.de/staffel9.htm

Noch mehr für dich zum Ausdrucken ;-).

Ich kannte Protagoras bisher selbst noch nicht, über das Zitat bin ich in folgendem Buch gestolpert (arg einfallsloser Titel, aber ganz gut geschrieben):

https://www.amazon.de/Gott-Urknall-Wiss ... 3451329867

Aus seiner vermutlichen Heimatstadt Abdera kamen ja viele kluge Köpfe, unter anderem auch noch Demokrit mit seiner Atomtheorie der Materie ("Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter, in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum." - steht auch als Zitat in obigem Buch.)

Chris
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 1. Jul 2019, 10:21

Auch für meine treuen Leser hier im Forum die "News" aus meinem Blog:

Nachdem ich jetzt doch einige Wochen rumgebummelt hatte, hier zum New Chapter Release Day mal das teilweise fertige Kapitel 2. Man kann der Handlung folgen, es sind aber noch einige Lücken oder Absätze drin, die noch detaillierter werden müssen.

Mein Problem war irgendwie, daß mir nichts Gutes eingefallen ist, um mit der Handlung im Haus weiterzumachen. Sollte man gleich zu dem „entfleuchten“ Morgresch kommen? Sollte man noch mehr Interaktion zwischen Seli und Inni im häuslichen Umfeld zeigen? Wie schnell soll der Plot voranschreiten? Die ganze Sache braucht IMO doch etwas Zeit (Band 1 hatte es ja auch nicht eilig), und daher schien es mir vielleicht eine gute Idee zu sein, einfach mal vom Haus wegzugehen. Mehr von der Stadt zu besuchen. Aktuell ist das zweite Kapitel nur 6 DIN-A4-Seiten lang, mehr wie 10 – 12 Seiten sollten es wohl auch nicht werden, also kurzes Kapitel bzw. Interlude.

Hier mal der Link zum Entwurf:

http://www.bruchbach.de/kapitel2.pdf

Wer hier Ideen für Dialoge und weitere Szenen hat – gerne her damit. Eventuell sollte man es noch ein bißchen mehr in den Plot einbinden.

Weil ich mich ja gerne über generische Jugendliteratur nach Schema 08/15 ein bißchen lustig mache, gibt es auch ein paar parodistische Anklänge. Ob ich mir das als erfolgloser Amateur-Autor überhaupt erlauben darf, ist eine andere Frage ;-). Zum Ende der fertigen 6 Seiten hin wird es dann auch wieder etwas ernster.

Ansonsten ist Kritik zu den vorgestellten Szenen, Dialogen und Ideen willkommen. Ich denke, daß Kapitel ist für einen lockeren Zwischenton durchaus geeignet, damit sich der Plot dann ab Kapitel 3 mehr in Bewegung setzen kann.

Chris

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