Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

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Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Do 23. Aug 2018, 10:22

Vor einiger Zeit hatte ich mal angefangen, eine SciFi/Fantasy-Story mit vielerlei Retrobezügen zu schreiben. Es sollte generell in die Richtung Neil Gaiman gehen, ist aber dann doch weitaus nerdiger und humoristischer geworden. Und es ist in jedem Fall ein Retro-Projekt, sowohl von Inspiration und Inhalt, als auch von technischer Umsetzung her:

@Bird: ja, ich weiß. Ich habe schon längst versprochen, daran weiterzuschreiben. Ich habe es nicht vergessen. Meine Inspiration hat sich aber irgendwo verkrochen. Ich arbeite daran.

Vielleicht gibt es ja hier im Forum interessierte Leser und etwas Feedback würde mich motivieren? Mein ja nur. Hier mal die Links zu einigen Kapiteln online:

http://www.bruchbach.de/selene.pdf

http://www.bruchbach.de/gipfel.pdf

http://www.bruchbach.de/wasser.pdf

http://www.bruchbach.de/meridian.pdf

http://www.bruchbach.de/gilg.pdf

Das ist jetzt zugegeben etwas durcheinander, in der gipfel.pdf wiederholen sich z.B. ein paar Absätze aus der vorherigen Datei, bevor es mit neuer Story weitergeht. Einfach die Dateien durchgehend der Reihe nach lesen, dann sollte es auch eine durchgehende Story sein. Hoffe ich.

Die Story basiert lose auf einem Grafikadventure mit Blockgrafik, daß ich vor vielen Jahren auf dem C64 in Basic 2.0 geschrieben habe. Das gibt es leider nicht online, nur in der Diskettenbox im Schrank.

Mit obiger Story habe ich unter Works für DOS auf dem 386er zum Schreiben angefangen. Mit steigender Seitenzahl bin ich dann zum Pentium gewechselt, wo ich einfach den Netscape Composer 4.08 als Textverarbeitung unter WfW verwende. Da kann man schreiben und formatieren und Texte als htm speichern, damit sie kompatibel zu aktuellen Formaten sind. Passt doch. Das einzige Problem ist, daß der Composer halt nicht als Textverarbeitung für unzählige Seiten konzipiert ist, und irgendwo jenseits von 50 - 60 Seiten dann auffallend träge wird. Daher habe ich irgendwann angefangen, kapitelweise zu schreiben, was die Story online etwas fragmentiert. Sollte ich irgendwann fertig werden, gibt es natürlich eine einzige Datei.

In der Handlung selbst sind etliche Retro-Bezüge und 70er/80er Filmzitate, ich habe aber dennoch versucht, Zitate und Bezüge halbwegs flüssig einzubauen, und nicht die Handlung nur um die Zitate herum zu konstruieren.

Hey, vielleicht wäre die Story ja auch eine Idee für ein DOS-Spiele-Projekt? Point-und-Click-Adventure? Visual Novel? Textadventure bzw. Interactive Fiction?

Chris
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Fr 12. Okt 2018, 08:56

Kurzer Nachtrag: ich habe es jetzt endlich geschafft (mit der Hilfe von StarOffice 4.0), die einzelnen Fragmente der Story zu einer einzigen Textdatei zusammen zu fassen. Das sind jetzt 144 Seiten. Gar nicht mal schlecht für ein Projekt, daß als nebensächliche Tipperei auf dem 386er unter Works für DOS angefangen wurde.

http://www.bruchbach.de/sfnovel.pdf

Chris
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon FGB » Sa 13. Okt 2018, 02:52

Ich finde es sehr interessant, dass du deinen Schreibtrieb so stark mit der eingesetzten Hardware verknüpfst. Die meisten Menschen sind halt nicht George R. R. Martin, sondern nutzen das, was aktuell vorhanden ist.

Ich bin auch journalistisch tätig und kann auch sagen, dass das Schreiben selbst so sehr vom "Mood" abhängt, eben von der Stimmung und den Umständen, etwas zu schreiben. Wenn es bei dir alte Software ist, die dich erst richtig in Stimmung bringt, finde ich das großartig.

Dein PDF habe ich mal heruntergeladen, aber noch nicht gelesen. Du kannst ja Bescheid sagen, wenn du eine inhaltliche Kritik wünscht :-)
Meine Sammlung zeige ich in meiner Hardware Gallery: AmoRetro.de.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 15. Okt 2018, 11:12

Also ich persönlich kann am Besten schreiben, wenn mir die Hard- und Software subjektiv "sympathisch" sind. Und das sind mir irgendwelche ständig auszutauschenden Gigahertz-Maschinen und undurchsichtige 64-Bit-Betriebssysteme halt nicht. Und warum sollte man nur zum "einfachen" Schreiben irgendwelche Programme in Anspruch nehmen, die einen mit Features überschwemmen?

Manchmal hilft mir sogar das Klickediklack einer alten IBM-Tastatur für den richtigen "Mood" :-).

Ich werde auch in Zukunft weiter entweder mit DOS-Programmen oder mit einem zweckentfremdeten Netscape Composer schreiben. Zum Zusammenfassen größerer Textmengen nehme ich halt dann eine "richtige" Textverarbeitung, aber auch die kann ja 16 Bit sein.

Inhaltliche Kritik ist immer gut. Falls du Zeit für 144 Seiten hast, dann also gerne.

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Fr 23. Nov 2018, 10:28

Weil ich sonst auch in keinem Forum aktiv bin, und weil ich diese Woche eine ganze Weile dran am Tippen war, belästige ich euch einfach mal mit dem aktuell zwölften Kapitel:

http://www.bruchbach.de/jack.pdf

Es sind auch wieder einige Zitate auf klassische Filme und Serien drin.

Die Einzellinks aus dem ersten Beitrag hier im Thread funktionieren übrigens nicht mehr. Ich habe diese für etwas mehr Ordnung gelöscht, da die Versionen nicht mehr aktuell waren. Es gibt jetzt nur noch die sfnovel.pdf mit den ersten 144 Seiten, und jetzt als Ergänzung Kapitel 12 mit 16 Seiten.

Ich habe das Kapitel vom DOS-Rechner daheim auf Diskette mit ins Büro genommen und hier hochgeladen. Hah, ontopic. Das war die DOS-Kurve.

Und sollte die Geschichte jemals als Bestseller veröffentlicht werden, dann werde ich den DOS-Rechner, auf dem sie geschrieben wurde, in der Widmung lobend erwähnen. Okay, Windows 3.11 auch :-).

Chris
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Di 19. Feb 2019, 14:08

Der Vollständigkeit halber hier die letzten drei Kapitel und der Epilog. Ich bin mit dem Buch tatsächlich fertig geworden.

http://www.bruchbach.de/pandor.pdf

http://www.bruchbach.de/farben.pdf

http://www.bruchbach.de/ende.pdf

Jetzt werde ich mal sehen, was sich mit der Story anfangen lässt. Bewerbungen für eine Umsetzung als VGA-Adventure unter DOS bitte an mich ;-).

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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Mo 4. Mär 2019, 06:18

Hoi Chris.
Bin so begeistert von deiner Geschichte dass ich schon zum zweiten Mal lese. :-o
Eine subjektive Kritik folgt in kürze.
Liebe Grüße,
Thomas.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mo 4. Mär 2019, 08:44

Hallo Thomas,

vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, daß dir die Geschichte gut gefallen hat. Ansonsten sieht es mit Feedback leider mau aus, mehr als 2 - 3 Leute haben sich bisher nicht dafür interessiert. Und auf "hochliterarischen" Seiten wie keinverlag.de wurde die Story gleich als pubertärer Unfug runtergeputzt. Aber gut, ist mir egal.

Es gibt jetzt übrigens auch noch eine komplette DINA4-Manuskript-Fassung mit 223 Seiten am Stück, siehe hier:

http://www.bruchbach.de/selene.pdf

So ist das besser, weil man sich nicht durch etliche Einzeldateien wühlen muß. Kritik und Feedback sind immer willkommen.

Chris
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Mo 4. Mär 2019, 15:59

Tut, tut, tut. Pupertät, ja, vielleicht, Unfug? Mäh! Ich fasse meine geplante Kritik Mal knapp so zusammen:
Sicher hätte ich mir die eine oder andere Stelle mehr ausgeschmückt gewünscht damit die Story insgesamt länger wird aber hey, was macht eine gute Geschichte denn aus? Der Inhalt? Ja, sicher. Ein Thema das den Leser interessiert? Na sicher auch das. Der eine findet ein Buch gut weil er sich genau für "Branenphysik" ;-) interessiert, ein zweiter findet es, sorry, sch... Weil ihn genau das Thema langweilt und verurteilt die Geschichte ohne sie gelesen zu haben. Also, was macht schlussendlich eine gute Geschichte aus? Dass man nicht aufhören möchte zu lesen und das ist mir passiert. Ich habe mich zweimal dabei ertappt dass ich auf der Arbeit meine inoffizielle Raucherpause künstlich in die Länge gezogen habe nur um das Kapitel noch abzuschließen.
Mich würde interessieren woher du die ganzen Ideen genommen hast? Atome? Klar. Strings? Auch klar. Aber Branen? Um nur mal EINS zu nennen. Ich lese es jetzt beim zweiten Mal ganz anders und verstehe auch mehr oder besser, denke ich.
Aber nun auch etwas negatives: Der Held bekommt am Schluss das Mädchen nicht. Oder etwa doch?
Lass dich nicht entmutigen, auch J.K.R. hatte zu Beginn viele Kritiker und Zweifler.
Und bitte, bitte, bitte, bitte, schreibe einen zweiten Teil.
Grüße,
Thomas
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Di 5. Mär 2019, 11:59

Danke für das Feedback. Ich freue mich ja immer, wenn mein Geschreibsel gelesen wird. Im Moment ziele ich einfach mal darauf ab, daß die Geschichte durch Mund-zu-Mund-Propaganda ein wenig Verbreitung findet. Wenn du also andere Leute kennst, die Interesse an dem Genre haben, kannst du den Komplettlink gerne weiterleiten oder empfehlen.

Sollten genug Leser zusammenkommen, werde ich auf jeden Fall auch eine gedruckte Fassung mit schniekem Cover in Betracht ziehen. Es ist halt schwierig geworden, eine Story online überhaupt noch individuell präsentieren zu können, ohne sich auf irgendwelche genormten Fanfiktion-Seiten mit Eingabemasken und fragwürdigen AGBs einzulassen. Wenn man wie ich privat gar kein modernes Internet, sondern "nur" DOS- und 16-Bit-Systeme und ein 56K-Modem hat, ist es natürlich noch zusätzlich schwierig.

Die Branentheorie ist im Grunde eine Erweiterung zur Stringtheorie und geht für ihre Schlüssigkeit zwingend von einem mehrdimensionalen Raum aus. Experimentell nachweisbar ist dazu im Moment soweit ich weiß noch gar nichts, es ist ein rein mathematisches Konstrukt, daß offene Fragen beantworten würde. Ich war beim Schreiben der Ansicht, daß ein höheres Wesen natürlich umfassende Kenntnisse und Wissen über solche Themen haben sollte, und es eine interessantere Gesprächsgrundlage wäre. Aber das liegt an mir.

Daß der Held das Mädchen am Schluß nicht wirklich "bekommt" war definitiv Absicht. Es gibt doch schon zuviele Stories (gerade im Bereich teenage urban fantasy) mit aufgesetzter Romanze und Kitsch, bei denen der hilfsbedürftige weibliche Charakter dann am Ende quasi als Belohnung für den aktiven Helden dargestellt wird. Was immer zukünftige Bände auch bringen sollten, ein klassisches Pärchen werden Seli und Rick jedenfalls nicht. Da gibt es ja schließlich auch noch einen inoffiziellen Altersunterschied von ein paar Milliarden Jahren ;-).
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Di 5. Mär 2019, 16:09

Habe meinen Text gerade selbst nochmal gelesen. Ich hätte kenntlich machen sollen dass das "negative" ironisch gemeint war. Aber dennoch: ich meine das einer Beziehung der Beiden so gesehen nix im Weg steht. Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, ich will dich nicht überreden, es ist deine Story, aber ich denke halt dass Seli ja inkarniert ist um ALLE "Unzulänglichkeiten" des Mensch seins zu erfahren, also warum nicht auch die einer Beziehung? Und was ist schon ein Altersunterschied? Du hast das Ende in dieser Beziehung ja mehr oder weniger offen gelassen und ich habe es (fälschlicherweise) in diese Richtung interpretiert obgleich das Plätzchen backen ja vorher verabredet war. Sind wir Mal ehrlich, mit "diesen Zettelchen" hat doch immer alles angefangen oder?
;-)
Ich habe da jetzt auch nicht mit einem so kitschigen Ende gerechnet wie du es beschreibst sondern eher das es sich aufgrund der erlebten Ereignisse eben so ergibt und nie würde ich es als "Belohnung" des Helden ansehen. Zumal, sind wir Mal ehrlich, Rick ist halt einer der Protagonisten aber wirklich ein Held? Einen sogenannten Stereotypen Helden sehe ich in der Story nicht und das finde ich wirklich gut. Die Waffen beschränken sich auf ein Paar Schwerter und Selis Macht und nicht auf ein Arsenal abgespaceter Waffen die an jeder Ecke liegen.man denke Mal kurz an den Duke, hihi.
Aber gut, genug davon. Kurzum, ich sehe kein Hindernis warum die beiden nicht zusammen sein könnten.
Was ich aber gern noch wüsste: wo genau spielt die Geschichte bzw. welche Orte waren Inspiration dafür?
Warum hast du englische Namen für die Protagonisten wenn alles in Deutschland spielt?
Naja, reicht jetzt ersteinmal mit Geschwafel.

Grüße
Thomas
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Mi 6. Mär 2019, 10:30

Hoppla, da hatte mein Ironiedetektor nicht richtig funktioniert. Sorry. Es ist aber wirklich so, daß gerade in diesem ganzen Fanfiktion-Bereich die meisten Leser IMO zu stark darauf fixiert sind, daß zwingend Romanzen und sexuelle Beziehungen in eine Story gehören. Für mich ist das in einer Geschichte genauso unnötig, wie jugendliche Charaktere, die ständig ihre Smartphones benutzen (weil das heutzutage so sein muß). Bei mir kommt beides nicht vor, und damit bezieht die Story vielleicht auch einen gewissen, unschuldig-anachronistischen Standpunkt gegen den Zeitgeist. Daß eine wachsende geistige und emotionale Nähe zwischen Rick und Seli auch über subtile Aspekte vermitteln werden kann, ist aber für weitere Bände ausbaufähig.

Ein fester Handlungsort wurde in der Story absichtlich nicht genannt. Inspiriert ist die Umgebung sicherlich von meiner Gegend hier im nördlichen Bayern, wo es viele dieser Trockenwiesen, Hecken- und Felslandschaften gibt. Ob spätere Bände den Handlungsort näher definieren bzw. eine komplette Stadt erfinden, bleibt abzuwarten.

Für ein mögliches Buchcover hatte ich mir übrigens gedacht, daß die Landschaft als Bühne für das Abenteuer dort im Vordergrund stehen sollte. Also ein weiter Blick über Wiesen und Wälder und Hecken, vielleicht ein paar mysteriöse Details und Farbspiele, aber Rick und Seli sollte man nur klein von hinten oder als Schattenrisse sehen, während sie z.B. von einem Felsen aus über die Landschaft blicken. Dann kann sich auch jeder Leser zum Aussehen der Charaktere selbst ein Bild machen und bekommt nichts vom Cover vorzitiert.

Nuja, so Englisch sind die Namen nun auch wieder nicht. Selene Wiedenbrink ist definitiv kein englischer Name, und von Rick erfahren wir nie den Nachnahmen (das ist Absicht). Da ist es glaube ich in gebräuchlichen urban-fantasy-Romanen noch weit ausgeprägter mit den pseudo-englischen Charakteren, die dann irgendwo aus Wanne-Eickel kommen, und trotzdem Kevin, Jason oder Mary-Sue heissen, weil das so cool klingt.

Was würdest du übrigens von einer Umsetzung der Story als komplexes Hörspiel halten? Die pointierten Dialoge wären da gut geeignet, und man könnte mit einem guten Klangteppich, Effekten und zwei fähigen Hauptsprechern bestimmt ein oskarreifes und ungekürztes Spektakel produzieren. Leider fehlt mir das Talent und die Hard-/Software dazu.

P.S. Sorry an alle Forenbesucher für das extreme Offtopic. Ist schon interessant, daß man in einem DOS-Forum einen begeisterten Leser findet, während in anderen (und weit themennäheren) Foren nur Desinteresse und Schweigen zur Story kommt.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon Thomas » Do 7. Mär 2019, 14:30

BluesmanBGM hat geschrieben:Hoppla, da hatte mein Ironiedetektor nicht richtig funktioniert. Sorry. Es ist aber wirklich so, daß gerade in diesem ganzen Fanfiktion-Bereich die meisten Leser IMO zu stark darauf fixiert sind, daß zwingend Romanzen und sexuelle Beziehungen in eine Story gehören. Für mich ist das in einer Geschichte genauso unnötig, wie jugendliche Charaktere, die ständig ihre Smartphones benutzen (weil das heutzutage so sein muß). Bei mir kommt beides nicht vor, und damit bezieht die Story vielleicht auch einen gewissen, unschuldig-anachronistischen Standpunkt gegen den Zeitgeist. Daß eine wachsende geistige und emotionale Nähe zwischen Rick und Seli auch über subtile Aspekte vermitteln werden kann, ist aber für weitere Bände ausbaufähig.

Ich fürchte mein Ausdruck lässt zu wünschen übrig. Ich meinte zwar dass imho nichts gegen eine Beziehung der beiden spricht und gab dazu auch Begründungen ab, das sollte aber nicht bedeuten dass du es explizit so schreiben solltest. Ich gebe dir da vollkommen Recht. Ich will GAR NICHT lesen wie sie sich ständig ihre ach so unendliche (Vorsicht mit solchen Begriffen) Liebe zu säuseln und noch weniger wie sie es tun sondern irgendwo in den Tiefen eines Bandes mal ein subtiler Hinweis darauf etc. Wie du ja selbst oben schreibst. Es ist ein scifi Roman und kein Erotik Roman.
Also, ich wollte dich, wie ich schon sagte, keineswegs dazu bewegen, Deine Ideen zu ändern, lediglich klar machen dass ich mit der "Unmöglichkeit" einer Beziehung nicht ubereinstimme.

Ein fester Handlungsort wurde in der Story absichtlich nicht genannt. Inspiriert ist die Umgebung sicherlich von meiner Gegend hier im nördlichen Bayern, wo es viele dieser Trockenwiesen, Hecken- und Felslandschaften gibt. Ob spätere Bände den Handlungsort näher definieren bzw. eine komplette Stadt erfinden, bleibt abzuwarten.

Mir ist durchaus bewusst dass du mit Absicht keinen realen oder fiktiven Ort mit Namen benennst. Mich hatte nur aus reiner Neugier interessiert wo ungefähr die Inspiration liegt.

Für ein mögliches Buchcover hatte ich mir übrigens gedacht, daß die Landschaft als Bühne für das Abenteuer dort im Vordergrund stehen sollte. Also ein weiter Blick über Wiesen und Wälder und Hecken, vielleicht ein paar mysteriöse Details und Farbspiele, aber Rick und Seli sollte man nur klein von hinten oder als Schattenrisse sehen, während sie z.B. von einem Felsen aus über die Landschaft blicken. Dann kann sich auch jeder Leser zum Aussehen der Charaktere selbst ein Bild machen und bekommt nichts vom Cover vorzitiert.

Da bin ich absolut bei dir. In etwa so wie das eine Bild aus dem Windows 10 anmelde Bildschirm, wo zwei Bergsteiger nur als Schatten erkennbar sind und der obere dem unteren herauf hilft. Lediglich Mann und Frau "könnte" man an der Haarlänge erkennen. (Ich weiß, du hälst von Win 10 nichts außer Abstand ;-) )

Nuja, so Englisch sind die Namen nun auch wieder nicht. Selene Wiedenbrink ist definitiv kein englischer Name, und von Rick erfahren wir nie den Nachnahmen (das ist Absicht). Da ist es glaube ich in gebräuchlichen urban-fantasy-Romanen noch weit ausgeprägter mit den pseudo-englischen Charakteren, die dann irgendwo aus Wanne-Eickel kommen, und trotzdem Kevin, Jason oder Mary-Sue heissen, weil das so cool klingt.


OK, da muss ich vehement widersprechen. Rick ist für mich als alten Freund der "Insel" klar anglophon und Selene? Naja, wie spricht man das aus? Selehne? Oder Sellien? Letzteres wäre auch klar anglophon. Wiedenbrink nun gar nicht, das stimmt.
Aber auch hier bitte nicht falsch verstehen. Das ist keine KRITIK an Deiner Namenswahl sonder auch wieder nur eine Beschreibung MEINER Meinung. Ich wollte auch nicht deutlich machen dass es diese Namen in deutschen Sprachraum nicht gibt. Klar ist das hier gebräuchlich. Ich selber kenne durch meine Kinder einige Jacks, Johns, Stevens und sogar einen Rick und keiner hat (bekannte) englische Wurzeln.

Was würdest du übrigens von einer Umsetzung der Story als komplexes Hörspiel halten? Die pointierten Dialoge wären da gut geeignet, und man könnte mit einem guten Klangteppich, Effekten und zwei fähigen Hauptsprechern bestimmt ein oskarreifes und ungekürztes Spektakel produzieren. Leider fehlt mir das Talent und die Hard-/Software dazu.

Da wäre ich sofort dabei. Aber auch mir fehlen leider Talent, Equipment und auch die Zeit.
Auch ich hatte beim Lesen schon einige Ideen im Kopf und, jetzt lach bitte nicht, stellte mir das ganze als Filmproduktion vor, mit zum Teil schon einigen Ideen zur Musikuntermalung.
Aber ich denke ein solches Projekt wäre dann doch schon etwas hochgegriffen.

P.S. Sorry an alle Forenbesucher für das extreme Offtopic. Ist schon interessant, daß man in einem DOS-Forum einen begeisterten Leser findet, während in anderen (und weit themennäheren) Foren nur Desinteresse und Schweigen zur Story kommt.


Ja, dazu auch von mir Entschuldigung. Sollte unser momentan noch als Dialog geführtes Gespräch überhand nehmen, bitte bescheid sagen.

P.S.: noch etwas witziges zum Schluss:
Chris, Hilfe, ich glaube sie sind wieder da. Ich habe gestern in der Stadt die Spitze eines Guptenfeld-Genetators gesichtet. :shock: :-o
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon b20a9 » Fr 8. Mär 2019, 00:37

Deine Geschichte habe ich aus Zeitmangel noch nicht gelesen, werde das aber vei nächster Gelegenheit (spätestens wenn ich Urlaub hab) tun. Allein, dass Du gerne auf einer alten IBM Tastatur und altem Rechner schreibst, find ich schon toll! Ich liebe alte Tastaturen, die noch richtig haptisches und auditives Feedback geben beim tippen:-) Auf Arbeit hab ich auch so ein (wenn auch modernes) klapperteil, was viele meiner Kollegen nicht nschvollziehen können. Die halten die neuen Slim-tastaturen mit diesen leisen Laptoptasten für das nonplusultra - für mich nein danke.
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Re: Kleine SciFi-Story (viele Retro-Bezüge)

Beitragvon BluesmanBGM » Fr 8. Mär 2019, 10:01

Thomas hat geschrieben:Ich fürchte mein Ausdruck lässt zu wünschen übrig.


Nö, dein Ausdruck ist schon in Ordnung. Ich stürze mich nur gerne auf Stichworte, um etwas zum Nörgeln an Welt und Zeitgeist zu finden. Das liegt an mir, nicht an dir ;-).

Thomas hat geschrieben:Naja, wie spricht man das aus? Selehne? Oder Sellien? Letzteres wäre auch klar anglophon.


Also ich habe das in Gedanken immer auf Deutsch ausgesprochen, also einfach Selehne. Ansonsten wäre es ja Celine oder sowas ähnliches. Der vollständige Name ist übrigens Selene Friederike Wiedenbrink, aber das werden wir wohl offiziell erst in Band 2 erfahren.

Thomas hat geschrieben:Auch ich hatte beim Lesen schon einige Ideen im Kopf und, jetzt lach bitte nicht, stellte mir das ganze als Filmproduktion vor, mit zum Teil schon einigen Ideen zur Musikuntermalung.


Rein zum Leute erschrecken hatte ich für den Film sogar schon eine fiktive Besetzungsliste, bestehend aus Scarlett Johansson und Justin Bieber (und natürlich Bill Kaulitz als Synchronsprecher). Passt zwar absolut nicht, verkauft sich aber immer gut.

Nö ernsthaft, für irgendeine Blockbuster-Produktion ist das geekige Zeugs wohl etwas zu "anders" und würde sich nur mit massiven Kürzungen und Änderungen umsetzen lassen. Und dann würde der Fokus wahrscheinlich nur auf Action und Effekten und Romanze liegen, und nicht mehr auf Dialogen. Da bleibe ich lieber beim Kopfkino.

Thomas hat geschrieben:Ja, dazu auch von mir Entschuldigung. Sollte unser momentan noch als Dialog geführtes Gespräch überhand nehmen, bitte bescheid sagen.


Wir können es ja ontopic machen, in dem ich wie gesagt kostenpflichtige Lizenzen für DOS-Spiele dazu vergebe. So ein kleines Point-und-Click-Adventure mit SCUMM-Interface in EGA oder VGA wäre bestimmt interessant. Und als Kopierschutzabfrage muß man dann einfach ein paar komplexe und mehrdimensionale Gleichungen in höherer Branenmathematik lösen. Als Hilfe gibt es nur eine Pappscheibe dazu, auf der man die Gleichungen einstellen kann. Und wer die Pappscheibe nicht hat, der hat raubkopierte Disketten und sollte sich schämen ;-).

Thomas hat geschrieben: Ich habe gestern in der Stadt die Spitze eines Guptenfeld-Genetators gesichtet.


Keine Sorge, das auf dem Foto sind nur die ganz normalen Gedankenkontrollantennen von CIA, NSA und Microsoft. Die bringen Leute schlicht dazu, Windows 10 zu verwenden und ständig neue Versionen zu kaufen. Dagegen hilft schon ein handelsüblicher Hut aus Alufolie oder eine Runde Monkey Island.

b20a9 hat geschrieben:Allein, dass Du gerne auf einer alten IBM Tastatur und altem Rechner schreibst, find ich schon toll!


Naja, nur einen Teil der Story habe ich auf dem 386er mit der klassischen IBM-Klicktastatur geschrieben. Den Großteil der Handlung habe ich dann doch auf dem neumodischen Pentium 166 geschrieben. Mit einer genialen Textverarbeitung namens Netscape Composer ;-).

Falls du Zeit findest, würde ich mich über Feedback zur Story freuen.

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