Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Diskussion über Windows mit DOS-Unterbau (ausgeschlossen: NT-basierte)

Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon nicetux » Sa 16. Apr 2016, 09:44

Ich habe vor, auf meinem P1@66MHz ein Multiboot System zu installieren. Wunsch ist DOS 6.22 und Win98SE. Jetzt erst einmal generell die Frage, ist ein Multiboot System zwischen diesen beiden Systemen möglich? Was ist mit dem Bootloader? Mein Ansatz war, DOS auf eine Partition C zu installieren, Win98 dann auf eine Partition D. Was ist dann mit dem Bootloader, Win98 überschreibt ja die Informationen von DOS.

Hat jemand von euch schonmal ein solches System realisiert?
.....
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon ranger85 » Sa 16. Apr 2016, 09:55

Schau dir mal Xfdisk an, damit habe ich das vor etlichen Jahren bewerkstelligt. Sogar mal als 3-fach boot mit OS/2.
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon ragnar-gd » Fr 13. Jan 2017, 17:06

Ich habe dafür das DOS 7 genutzt, das bei W98SE dabei ist, mit entsprechend konfigurierten autoexec.bat und config.sys. Ich halte das DOS 7 aus W98SE für besser als das DOS 6.22, zumindestens kann ich damit Speicher besser freigeben, und solche Dinge. Und natürlich ist die Zusammenarbeit mit W98SE extrem viel problemfreier.
Gibt es Dinge, wo Dos 6.22 technisch besser ist?
(Nostalgie mal beiseite - das ist zwar ein guter Grund, es zu nutzen, aber ich frage hier mal ausdrücklich nach sachlichen Gründen... ;-)
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon jippel » Fr 13. Jan 2017, 17:56

Jo, ich mach meistens eine Kombi aus Dos 6.22 und Win98SE, habe ich auch hier beschrieben, mit Bootmanager XOSL
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon Roman78 » Fr 13. Jan 2017, 21:09

Ich nutze immer gerne Boot Magic von PowerQuest.

Dos 6.22 hat ja ein Probleme mit größeren platten (8gb oder mehr) und kann nur 2 gb als einzige Partition sehen. Mit der DOS verion von 9x oder Freedos hast du das Problem nicht. Es gibt auch das MS-DOS 7 was einige aus der 9x DOS Version zusammen gebastelt haben. Kann man auch nehmen, hat auch fat32 support und so.
Schaut doch mal in meinem Blog vorbei.
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon Sheltem » Fr 3. Feb 2017, 20:56

Uhm, also ich hab früher in den 90ern gerne die erste C platte auf 2gb formatiert, dann DOS 6.0 draufgemacht, dann WIndows 95/98.

Beim booten dann einfach F8 drücken und vorherige Version von MS DOS wählen, dann war DOS 6.0 genauso original da als wäre Windows nie draufgekommen. Spiele usw hab ich dann auf Laufwerk D, E usw gemacht.

Man konnte so ganz gut hin und her switchen aber es kann sein, dass dann C nur FAT 16 war und man hatte halt nur 2GB ...

DOS 6.22 hab ich irgendwie nie gemocht, ich glaub irgendwas lief da nimmer was unter 6.0 ging aber ich weiß es nicht mehr genau...
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon Lotosdrache » Fr 3. Feb 2017, 22:43

DOS und die Win9x-Reihe fordern zwingend eine Primäre Partition zur Installation, so daß Dein Plan Win98SE auf D zu installieren, nicht funktionieren dürfte. Wobei ich jetzt mal davon ausgegangen bin, daß Du die Platte mit MS FDISK partitioniert hast, das ja keine zweite Primäre Partition erstellen und D somit nur in der erweiteren P liegen kann.

Ich bin ja ein Anhänger davon, Betriebssysteme komplett voneinander zu isolieren. Also jedes BS in seiner eigenen Partition, die dann vor dem aktiven BS auch noch versteckt ist. Das verhindert jegliche Probleme und man muß bei der Wahl des Dateisystems nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner achten.
Ich werde mich von keinem einzzzigen Prozzzessor trennen.
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon Sheltem » Fr 3. Feb 2017, 23:47

Lotosdrache hat geschrieben:DOS und die Win9x-Reihe fordern zwingend eine Primäre Partition zur Installation, so daß Dein Plan Win98SE auf D zu installieren, nicht funktionieren dürfte. Wobei ich jetzt mal davon ausgegangen bin, daß Du die Platte mit MS FDISK partitioniert hast, das ja keine zweite Primäre Partition erstellen und D somit nur in der erweiteren P liegen kann.

Ich bin ja ein Anhänger davon, Betriebssysteme komplett voneinander zu isolieren. Also jedes BS in seiner eigenen Partition, die dann vor dem aktiven BS auch noch versteckt ist. Das verhindert jegliche Probleme und man muß bei der Wahl des Dateisystems nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner achten.


Ja genau, deshalb hab ich damals auch schnellstens wieder verschiedene PCs für DOS und Windows eingesetzt. Es ging nur wenn beides auf C gespeichert wird, trennen ist nicht drin mit meiner Methode. Alle Laufwerke nach C waren dann logische Laufwerke in der erweiterten Partition.

Heute mach ich das genau wie du schreibst mit XP/WIN7 und WIN10 auf nem modernen Rechner.

Aber um nochmal klarzustellen für den Fragenden:

DOS und Windows auf gleiches Laufwerk geht einfach so ohne Hilfsmittel. Man kommt auch (durch drücken von F8) ans alte DOS wieder ran wenn man es braucht, ist aber halt mit Nachteilen verbunden. Wichtig ist auch noch, dass die Steckkarten(Soundkarte etc) auch Legacy DOS kompatibel sein müssen.
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon McCarthy » Fr 24. Mär 2017, 20:44

Hallo,
also, ich könnte dir da System Commander empfehlen. Damit kann man mehrere Betriebssysteme problemlos nebeneinander installieren. Hab das bei meiner Kiste so gemacht und es läuft wie eine Eins.
Dabei ist ein Bootmanager und ein Partitionsmanager. Wenn ich dir helfen kann, schreib mir einfach eine PN.
Gruß
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon drzeissler » Sa 25. Mär 2017, 08:20

Ist denn SystemCommander besser wie PartitionMagic? Ich kenne SC nicht, bei PQMagic fand ich doof, dass eine premiere Partition durch PQMagic verbraucht wird.
XFDISK braucht keine eigene Partition.
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
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Re: Multiboot: DOS6.22 & Win98SE

Beitragvon McCarthy » So 26. Mär 2017, 00:11

Also ich bin so vorgegangen:
1. DOS installiert (2GB Partition)
2. SystemCommander (SC) unter DOS auf C installiert
3. Mithilfe von SC Win98SE installiert (dabei Rettungsdisketten erstellt)
4. Win98SE eingerichtet
5. Mit der 1. Diskette den MBR repariert, den Win98SE überschrieben hatte :D

Ich glaube, sagen zu können, dass SC keine eigene Partition braucht. Es wird lediglich auf C installiert.
Ich denke übrigens, dass die Anleitung auch andersherum funktioniert: 1. Win98SE, 2. DOS.
Werde vielleicht mal Win XP oder ein Linux dazu installieren. Wenn gewünscht, kann ich mal ein Guide verfassen.
Gruß
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