Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

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Darius

Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » So 28. Sep 2014, 13:39

Hallo nette DOSianer-Gemeinde :-)

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Schneider EuroPC in einem anderen Classic-Forum gegen Versandkosten erworben habe, aber hier NICHT erwähnt habe. Das hole ich jetzt nach. Hier auch vielen Dank an den User Stynx ;-) Ich habe dazu einen original MM12 Monochrom-Monitor erhalten, mit einem super Bild und nicht großartig eingebrannt. Dazu habe ich zwei Euro PC´s bekommen, einen EuroPC 1 und einen EuroPC 2 sowie eine ISA-VGA Grafikkarte, eine 8 Bit SCSI Karte mit Boot-BIOS sowie eine NEC V20 CPU. Vielen Dank hierfür :mrgreen:

Das Gehäuse wurde mühsam grundgereinigt inkl. einzelner Tastatur-Kappen. Als Ergebnis: Einen unvergilbten, fast ladenfrischer EuroPC II :-) :-) :-)

Diese Geräte waren ungetestet und somit musste ich mich erstmal mit der Hardware auseinandersetzen. Der EuroPC 1 war leider für mich nicht mehr reparabel, da hier ein größerer Akkuschaden war und hier wohl ein paar Steuerchips kaputt sein müssten. Mangels Oszi und entsprechenden Bedien-Kenntnisse konnte ich hier leider nichts mehr machen, besitze aber erweiterte Elektronik-Kenntnisse ;-) Ein anderer User hat sich über das Paket mit dem Euro PC 1 gefreut und dieser besaß die besagten Messgeräte und hat auch festgestellt, dass ein paar LS-Chips defekt waren, unter anderem. Nach ewigen Basteleien hat dieser den Euro PC 1 zum Laufen gebracht und ist nun seiner 8-)

So, aber ich habe mir ja den Euro PC II behalten, und dieser hatte einen geringen Akkuschaden. Diesen habe ich wieder zum Laufen gebracht und läuft wieder soweit :-) An diesem wurde schon mal gebastelt. Hab die alten Lötlack-Litzen entfernt und diese neu und sauber verlötet. Die per Glasfaserstift abgekratzte Schutzschicht wurde mit Lötlack neu versiegelt. Die Knopfzellenhalterung ist so noch nicht final. Ich musste das BIOS-Eprom aus dem Sockel nehmen und direkt mit der Platine verlöten, damit der Akkuhalter angelötet werden konnte. Diese Konstruktion wird noch geändert, und das BIOS erhält wieder einen neuen Sockel. Der Alte hatte etwas Grünspan. Keine Angst, ich werde das noch berichtigen... Das mit der Knopfzelle ist nur mal eben eine Quick & Very Dirty Lösung. Den Uhrenquartz muss ich wohl noch ersetzen, da dieser noch etwas Grünspan beinhaltet und wohl nicht mehr genau geht. Der EuroPC II geht die Uhr sehr stark nach. Anfangs hatte die Platine keine RTC-Clock. Diese habe ich von der defekten EuroPC 1 Platine entnommen und diese funktioniert hier wohl, auch weil dort das CMOS hinterlegt ist. Dass die Uhrzeit stark nachgeht könnte am Quartz liegen oder an der geringeren Spannung von 3 Volt durch die Knopfzelle. Durch die Sperrdiode ist hier nochmal ein Verlust von 0,3 Volt... Muss mich noch auseinandersetzen damit... Aber es funzt soweit :mrgreen:

Die alte Siemens 9.77 MHz 8088 CPU wurde ausgebaut und die NEC V20 CPU wurde eingebaut, da Pin-Kompatibel und etwas mehr Leistung und einige erweiterte CPU-Befehle (80186/80188)... Perfekt :) Endlich auch mal einen erweiterten XT-PC zu besitzen, ist schon was feines...

Und der Euro PC beinhaltet 640 kb RAM sowie 128 kb erweiterten RAM. Perfekt...

Anbei mal ein paar Screenshots:

IMG_20140904_220741.jpg

IMG_20140903_194416.jpg

IMG_20140904_183814.jpg

IMG_20140904_194705.jpg

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Gruß
Darius
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matze79
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon matze79 » Mo 29. Sep 2014, 16:17

Es gibt auch die selbe Knopfzelle als Akku :) dann koenntest du dir die Diode sparen.

Der Nec V20 kann auch 8080, nicht nur 80186/88 :)

Edit:
Uebrigens brauchst du fuer 128Kb erweiterten RAM einen UMB Manager.
Dann kannst du DOS/Treiber hochladen und hast mehr Ram frei.
Mit den Rest koenntest du noch eine Ramdisk machen und beim starten command.com drauf kopieren lassen,
der Shell Parameter kann dann in der Config.sys auf die Ramdisk gesetzt werden.
Somit faellt kein Diskettenwechsel mehr an wegen Command.com.
Ich seh auf dem Mem Bildschirm nur die 640Kb.
Das geht an einen XT nicht mit Himem.
In Dosenwares XT Reaktivierungsthread ist der Link drin (Siehe Hardware)

Der EuroPC war mein allererster PC vor langer Zeit, ein schoenes Geraet.
https://dosreloaded.de - Die Deutsche Community rund um DOS/9x und Co
Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » Mo 29. Sep 2014, 23:08

Hallo Matze,

stimmt, die Idee hatte ich gestern beim Betrachten meines Bildes :-)
Ja der NEC V20 ist ein echter XT-Allrounder...

Ja, genau. Himem.sys läuft ja da nicht, wollte mich da noch um den UMB Manager schlau machen,
mach ich dann :-)

Danke für die Tipps

Gruß
Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » Sa 25. Jul 2015, 02:35

So,

leider sind irgendwie 10 Monate vergangen, und habe es irgendwie leider nicht geschafft, den Euro-PC II weiterzubasteln...
Musste ja meinen Pfusch mit der Batterie, den Fusch mit den BIOS ohne Sockel etc... alles entfernen und richtig machen, und das Uhrzeitproblem beheben...

Eins kann ich sagen, ich habe viel Pfusch wieder geradegebogen, einen neuen Uhrenquartz eingebaut, die Uhr tickt nun wieder sekundengenau, und nicht wie früher verging eine Stunde, waren es Tage für den Rechner, etc...
Brauch ja noch den UMB Manager, damit ich die 128 KB über den 640 KB des Schneiders zugreifen kann .. :) Also bin wieder im Schneider-Projekt drin, schon von dem her, dass ich eine SCSI Festplatte bootfähig am Schneider hab :)

Heute im laufe des Tages sollte ein Update kommen oder Sonntag :)

Gruß
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Daryl_Dixon
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Daryl_Dixon » Sa 25. Jul 2015, 12:50

Wow, wirklich ein tolles Gerät! Sieht ja echt aus wie frisch aus der OVP! Herzlichen Glückwunsch! :like:
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Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » Sa 25. Jul 2015, 14:00

Hi Daryl_Dixon,

vielen Dank :-) Ja sieht wirklich so aus ...
Warte aber bitte noch auf die Aktualisierung meines Threads. Die neuen Reparatur-Bilder und das SCSI Wunder muss hier noch dokumentiert werden ;)

Gruß
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Daryl_Dixon
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Daryl_Dixon » Sa 25. Jul 2015, 20:34

ja Darius; da warte ich doch gerne und gespannt darauf!

Halte uns weiter auf dem Laufenden und viel Spaß beim Schrauben! :-D
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Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » So 26. Jul 2015, 01:54

So ;-)

Hier nun der aktualisierte Thread meiner Euro-PC II Hardware.
Wiegesagt, ich musste meinen "schnellen" Quickie wieder rückgängig machen. Hmm... geht das eigentlich so einfach, denn ein Quickie mit 9 Monaten gedeihen lassen könnte Böse enden :-) :-) :-) *Scherz*

Also ich habe meinen offiziellen Pfusch wieder rückgängig gemacht, die Platine noch penibler gereinigt, habe noch eine oxidierte Leiterbahn entdeckt und eine unterbrochene Leiterbahn unter dem RTC. Alles wieder schön begradigt und mit Lötlack versiegelt. Das BIOS hat endlich seinen Sockel bekommen, das RTC hat auch endlich seinen Sockel bekommen UND die Pfusch-Batterie wurde komplett verlegt :-) Die Knopfzelle passt super hinter dem Diskettenlaufwerk, natürlich schön isoliert, damit hier nichts Kontakt mit Masse bekommt.

Doch seht selbst...

Hier das Bild vor der Verbesserung. Deutlich sieht man, dass ich nicht ganz sauber geputzt habe und auch das Quartz sieht nicht mehr gut aus. Klar, dass nach einer Stunde die Uhr für 4 Tage gelaufen ist also total unsynchron im Turbo-Modus.

Bild

Und hier nun so wie ich mir das vorstelle, gleich mal die fast defekte Leitung wieder leitfähig gemacht und ein Pin am CMOS leitend gemacht:
Und wie schön der "Neue" Quartz strahlt 8-)

Bild

Bild

Das lustige an diesem Bild am gesockelten BIOS-Chip ist, dass ich einen Sockel von einem defekten Commodore 64 Board geklaut habe, was jetzt super Dienste im Schneider macht:

Bild

Hier das "Sekundengenaue" Laufen der Uhr:
(Der Bernstein-Monitor macht mir Sorgen, die Helligkeit ist stark zurückgegangen... Bin aber schon mit einem am Quasseln, so dass ich evtl. einen anderen Hercules-Monitor bekommen könnte, wäre super)

Bild

Die läuft auch nach 6 Stunden immer noch sekundengenau! Als "Austausch-Quartz" diente ein Quartz von einem Abrauch-AM2-Board. Und das Teil scheint mit dem Euro PC zu harmonieren :-)
Gut zu wissen das ein kleines Stück meines alten Boards weiterlebt...

Im nächsten Schritt werde ich *alle* Elkos auf dem Board ersetzen, inklusive die Elkos am Netzteil-Part der Platine. Das erachte ich als sehr wichtig. Im Netzteil-Part ist noch ein Elko, wo noch W. Germany draufsteht und Goldfarben verpackt ist. Ich möchte NICHT wissen, wie ALT dieser Elko ist ... Somit tue ich dem Board extra was gutes für eine lange Laufzeit ... Dies wird dann in der nächsten Zeit getätigt.

Gruß
Zuletzt geändert von Darius am So 26. Jul 2015, 02:29, insgesamt 3-mal geändert.
Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » So 26. Jul 2015, 02:14

Sooooooo ... (Erst mal etwas dramatisch und dann ein breites Grinsen)

Was wäre denn ein Schneider Euro-PC II OHNE Festplatte ? Klar, ein PC das sein DOS immer per Diskette startet. Und es hat sicher keiner die originale Schneider HD20 Festplatte, und nur diese läuft am Festplatten-Anschluss...
Man nehme eine Future Domain 950 8-Bit SCSI Karte mit BIOS, ein 50 Pin Flachbandkabel, ziehe das Flachbandkabel vorne zum Slot raus (Der Abstand passt hier perfekt, sodass nichts ausgeschnitten werden muss oder was zwickt), und nimmt ein externes SCSI 50 Pin Wechselfestplatten-Einschub, packt eine 270 MB SCSI Festplatte rein, verbindet den Molex-Poweranschluss mit einem externen Molex 2x2A 5V/12V Netzteil, schalte die Festplatte ein und oh verdammt warum zum GEIER geht der Euro-PC II an, obwohl der PC per Netzteilschalter gar nicht eingeschaltet ist ?!?

Habe erst einen Schreck bekommen, ich schalte die Wechselfestplatte ein und der Schneider startet (!) und erkennt die Festplatte und versucht von HDD zu starten und findet kein System ?!? Wechselfestplatte AUS, Euro-PC AUS ?! Hab die 19V Versorgung vom Euro-PC abgesteckt, die Wechselfestplatte eingeschaltet und der Euro-PC bekommt Strom und startet ?!? Gut dass das ganze nur kurz gelaufen ist und alles ausgeschaltet...

Ich erst mal so:

Warum zum GEIER wird der Euro-PC mit Strom über den SCSI Bus versorgt ? Warum zum GEIER schaltet die SCSI Karte eine Phantom-Spannung auf den ISA-Slot, sodass der PC über den ISA-Slot mit Strom versorgt wird ? Warum zum GEIER startet überhaupt mein Euro-PC, da SCSI nur 5 Volt hat und warum zum GEIER läuft der Euro-PC an, obwohl dieser 5 und 12 Volt benötigt. Warum zum TEUFEL packt das überhaupt mein 2x 2A Netzteil, was eigentlich an der SCSI Wechselfestplatte angesteckt ist ...

Habe mir die SCSI Karte genauer angeschaut, ob es verdächtige Jumper gibt. Der einzige Jumper der nichts mit Adressen, IRQ oder LED zu tun hatte war ein Jumper mit "P1". Jumper P1 war gesteckt und ohne jetzt eine Doku zum Controller zu haben scheint mir das eine Termination Power zu sein die wohl aktiv ist. Ich habe diesen Jumper gezogen und die Wechselfestplatte eingeschaltet. Die Festplatte startete, der Euro-PC-II blieb aus (!). Wird der Jumper P1 gesteckt, startet die Festplatte UND der Euro-PC (!) ...

Also das habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt, dass eine windige 8 Bit ISA Karte eine Phantomspannung auf den ISA-Bus legt, und eigentlich hat eine Phantomspannung auf dem ISA Bus *NICHTS* verloren und hat wohl den Euro-PC mit Strom versorgt. Vor allem die dünnen Kupferbahnen, was die ISA-Karte ja hat hätte niemals die Stromstärke länger überlebt. Nicht auszudenken, wäre das Diskettenlaufwerk (!) gestartet, denn das Laufwerk zieht ja auch etwas mehr Strom und ich denke, dass dann spätestens eine Kupferleitung dann als "Sicherung" dient und Zack *Abrauch.....*

Gut, dass DAS nicht passiert ist !

Den Jumper P1 habe ich VERBANNT.

Und jetzt der erfreuliche Teil:

Der Euro-PC-II erkennt die SCSI Karte, startet das BIOS, erkennt die Quantum 270 MB SCSI Festplatte und versucht laut LED des Wechselplattenlaufwerks zu booten und findet kein Betriebssystem. DOS 3.3 gestartet, das magische FDISK gestartet, FDISK startete und lässt mich eine Partition mit 32 MB anlegen. Auch erkennt FDISK die ganze Kapazität der Festplatte (270 MB) und lässt es zu, mehrere erweiterte Partitionen a 32 MB anzulegen und zu formatieren :-) Ein Format C: /S auf die Festplatte, kopieren der Diskette auf Festplatte mit einem darauffolgenden Reset lässt den Euro-PC-II von Festplatte booten :like:

Es Funktioniert !!!

Endlich ist die Theorie auch funktionsfähig geworden. Konnte auch DOS 5.0 installieren, was mir eh lieber ist, aber anscheinend braucht der Euro-PC einen speziellen Uhren-Treiber, denn unter DOS 5.0 wird wohl die CMOS Uhr nicht korrekt vom Schneider gelesen. Das Schneider DOS 3.30A hat aber keine Probleme mit der Uhr. Und eigentlich hat ja der Schneider kein Standard CMOS, sondern Schneider hat ja was eigenständiges da am laufen, da CheckIt das CMOS nicht kennt...

Bräuchte halt da wohl ein TSR oder ein SYS oder aber es geht halt nur mit der originalen Schneider DOS Software. Dann bräuchte ich halt noch einen EMS-Treiber um die 128 KB über den 640 KB anzusteuern, um hier Treiber draufzupacken.

Aber schon KRASS, dass es irgendwie die SCSI Karte schafft, den Schneider mit einer eigentlich unmöglichen Phantomspannung in Betrieb zu setzen (!) Gottseidank hat der Schneider hier wohl keinen Schaden genommen ...

Und hier ein paar Live-Bilder:

Hier das externe SCSI Wechselfestplatten-Laufwerk mit Lüfter:
Bild

Hier die Formatierung der C: Partition mit 32 MB:
Bild

Hier der Controller:
Bild

Hier das erfolgreiche Booten von SCSI-Festplatte nach SYS C: und kopieren der Diskettendateien
Bild

Und hier die Installation von DOS 5.0 mit der vollen Festplattenkapazität:
Bild

Wohlbemerkt, DOS 3.3 kennt ja maximal 32 MB als Festplatte, DOS 5.0 ja 2 GB. Normalerweise hat ja ein XT nicht so die große Rechenleistung, um die freien Cluster zu berechnen, dementsprechend dauert der DIR Befehl an einen normalen XT länger, bis die Gesamtkapazität unten angezeigt wird, aber nicht mit einem NEC V20 CPU. Hier geht es trotz 270 MB doch relativ fix ... Also ist die V20 CPU nicht zu unterschätzen ...

Es läuft alles SUPER und ich brauche keine HD20 mehr, die eh nicht mehr zu bekommen ist, und ich habe keine BIOS Beschränkung, dass ich nur diese eine HD20 als Festplatte nutzen kann.
Leider ist halt jetzt der ISA Bus belegt, sodass keine VGA Karte oder Soundkarte eingebaut werden kann, aber mal sehen was eine iSA Erweiterung bringt.
So genug getextet :)

Gruß und gute Nacht.
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Daryl_Dixon
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Daryl_Dixon » So 26. Jul 2015, 09:38

Hallo Darius! Vielen Dank für Deinen... ja man kann tatsächlich sagen: "höchst spannenden" ...Bericht!
Es ist wirklich alles darin enthalten, was ich so sehr schätze! Detailverliebtheit, Mathematik, Fachkenntnisse
und eine gehörige Portion Witz & Ironie... eine Verve :) , die sogar nach vielen Stunden
Engagement unter Lupenlicht morgens um 1 Uhr keinerlei Ermüdungserscheinung erkennen läßt!

Die buchstäbliche "Spannung" auch im Sinne von "welche fremde Kraft kauert und lauert denn da in der
Dunkelheit?
" vermag Dein SCSI-Controller mit ein zu bringen. Das ist nun wirklich ein Highlight für jeden
Tüftler... sogar für einen wie Dich der mit Lötkolben und Reparaturleitdraht flinker ist als ich mit Messer und
Gabel, und der ohne Schaltplan die Stromverläufe auf einer Platine schneller nachverfolgen kann als ich
einen Regionalbusfahrplan der von Oberdupfing über Mitterdupfing nach Unterdupfing fährt.

Man fragt sich intensiv, welchen tieferen Sinn dieser "P1" ursprünglich hatte. Irgendeine Schaltung bei
Stromerhalt irgendwohin leiten um dort irgendwas zum Leben zu erwecken. Wirklich eine geile Sache...!

In Fällen, bei denen ich nur zwei Lösungen weiß... zBs nach dem Erkennen von defekter Hardware...
also

Code: Alles auswählen

(a) wegwerfen
 oder
(b) behalten und weils so schön und kultig ist als Deko an die Wand hängen

weißt Du mindestens vier, nämlich

Code: Alles auswählen

(c) Lötstation, Voltmeter und Lupenlicht anschalten und los gehts
 oder
(d) ab damit in die große Kiste mit der Aufschrift "Teileträger für Elektronik aller Art; A-Z


Da kann einer wie ich nur noch staunen - auch wenn es im Grunde doch alles nur niedrigste Mathematik ist:
warum soll ein Bauteil eines C-64 nicht auch in einem Euro-PC-2 passen?

Ich bin mir sicher, das Fehlen einer Soundkarte oder VGA-Grafik mangels freier ISA-Anbindung wird Dich auch
nicht ruhen lassen. Ganz immer Sinne von: ist doch eigentlich nur simple Mathematik und daher machbar...! ;-)

Ich wünsch Dir nun ein erholendes Ausschlafen und weiterhin ein geschicktes Händchen!

lg; Daryl_Dixon
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Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » So 26. Jul 2015, 13:30

Grüß dich Daryl_Dixon,

so ist es nun einmal, wenn der biologische Virus sich in irgendwelchen "dunklen" Hirnarealen wie ein Alien-Parasit "festbeißt" (Star Trek - Zorn des Khan lässt grüßen)
und das ganze ohne diese rote Farbe, die aus dem Ohr läuft ... :mrgreen:

Hihi, wie gesagt ich bin ja auch kein Pro, hab ja nicht mal einen Oszi aber ich glaube, dass ich mit Voltmeter, Lötlackdraht und einer gehörigen Portion Respekt und Unverfrorenheit
so einiges reißen könnte ... Wo ich aber passen müsste, wären Monitore und teilweise Schaltnetzteile. Hier könnte ich maximal Elkos tauschen und vor allem steckt da viel Hochspannung drin,
die dir schneller als man meint die Lebensflamme auslöschen kann und man sich wundert, warum schwebe ich denn plötzlich über mir, wenn man nicht weis, was man tun muss, um
gewisse Gefahren zu "entladen", bevor man das Lötzinn auf Schmelztemperatur bringt *Grins* :ugeek:

Es ist aber wirklich sehr erstaunlich, das dieser "P1" Jumper so eine große Auswirkung hatte. Normalerweise *sollte* sowas NICHT passieren und ich mein der ganze PC stand "unter Strom"
und das so gut, dass der Rechner gestartet ist, den Controller gefunden hat und wollte von der Festplatte starten ... Wenn man sich Einstein vorstellt, der in eine Steckdose aus Versehen
gelangt hat, kann man sich vorstellen wie mir die Haare zu Berge standen. Aber ich bin nicht Einstein, ich bin nicht weißhaarig, ich bin eigentlich noch zu Jung für diese Welt ;-)

Das beste ist aber, ein Bauteil des C-64ers, mit der "Original" Bestückung von Commodore nun im Schneider Einzug gehalten hat, treibt einen doch das Grinsen ins Gesicht :-)
Da sagt mal einer, Totgesagte leben bekanntlich nicht länger ... Ich glaube der arme MOS-Mitarbeiter, der die Platine aus den Lötbad gezogen hatte, hatte sich auch nicht gedacht,
dass mal sein Sockel mal in einen "PC" wandert, der das "BIOS" unter Strom setzt :like:

Es ist aber immer wieder schön, solch alte Hardware zu pflegen wie diesen Euro-PC hier. Und wenn dieser noch Memory-Test-Stable mehrere Stunden läuft, braucht man sich denke ich
keine Gedanken mehr machen, ob die Chips noch in Ordnung sind. Wiegesagt, dem Board spendiere ich noch nigelnagelneue Elkos, Marke Made in Japan 8-)

Ich finde es auch Cool, meine höchst gefährlichen Basteleien etwas in Szene zu setzen, damit das nicht zu langweilig oder altbacken wirkt. Gegrinst habe ich, wo ich das Thema Jumper
"P1" und mein Euro-PC stand unter "Strom" in die Extreme gebracht hab :idea: Sollen doch die anderen auch was zum Lesen haben und nicht mittendrin einpennen ... Macht halt Spass ^^

Gruß
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Daryl_Dixon
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Daryl_Dixon » So 26. Jul 2015, 17:42

Darius hat geschrieben:...so ist es nun einmal, wenn der biologische Virus sich in irgendwelchen "dunklen" Hirnarealen wie ein Alien-Parasit "festbeißt" (Star Trek - Zorn des Khan lässt grüßen) und das ganze ohne diese rote Farbe, die aus dem Ohr läuft ... :mrgreen:


das Erste find ich auch völlig okay; das Zweite brauchts nich *g*

Dein Tatendrang und Wissensdurst jedenfalls in Ehren. Ich erinnere mich noch dunkel, mal einen Lötkolben
gehabt zu haben. Nun, egal wo er jetzt ist, er ist auf alle Fälle nun an einem besseren Ort :cheesygrin:

Jedenfalls hab ich ein konkretes Bild von Dir und Deinem "P1"-Erlebnis. Der Rechner fängt an zu surren, es
riecht nach Strom und im Moment weiß man nicht, WAS man noch anfassen darf und was nicht! Zum Glück
ist nichts passiert - was Dir keiner nehmen kann ist das erlebte und das Urheberrecht auf eine weitere
Erzählung für das CompterWiki in der Rubrik "Dinge gibts, die gibts garnicht".

Der C64-Sockel im PC... damit hast Du nun wohl eine neue Spezies geschaffen. Sowas gelingt ansonsten
nur Gen-Technikern und Gärtnern. Bei letztgenannten nennt man das glaub ich Veredelung, wenn auf
einem Apfelbaum durch Aufpropfen eines fremden Triebes...keine Ahnung...zBs Kartoffeln wachsen.

Ich finde derartige Basteleien jedenfalls sehr erfrischend und hochspannend (buchstäblich *g*) und freue
mich sehr, dieses Forum mit solchen Berichten gefunden zu haben! Ich wünsche Dir weiterhin so eine
glückliche Hand und freue mich auf den nächsten Bericht!

lg; Daryl_Dixon
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Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » So 26. Jul 2015, 19:28

@Daryl_Dixon:

Hihi :-)

Ja die Fratze hättest sehen müssen, wo ich die HDD eingeschaltet habe und der PC gleich mit anlief ...
Aber das Gute ist ja, der Rechner fing an unter Strom zu stehen und zu Piepsen, aber ohne, dass was nach Strom richt, denn
das wäre ja dann wirklich fatal, wenn man die Ampere riechen würde, denn dann hätte ich gewusst, dass mein Maschinchen gerade
den Weg ins Jenseits beschritten hat, ohne Hoffnung auf Wiederkehr ...

Puh, aber eins ist sicher, das "P1" Erlebnis wird ab jetzt wohl ein Insider von mir werden ... :-)

Wiegesagt, das ist wirklich eine neue Spezies, es ist quasi ein Schomodore, halb Schneider, halb Commodore (Und der beste Freund) ;-) ;-) ;-)
Wieso kommt mir der Satz soo bekannt vor ... achja der Möter *grins*

Na siehste, ist doch schön, wenn alle was von der lustigen "Hochspannung" haben. Bald gibt es wieder ein bebildertes Werk von mir, wo ich die
neuen Elkos vorstelle, ^^

Gruß
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Daryl_Dixon » Do 30. Jul 2015, 19:21

Hallo Darius !

LOL ja! Möter! Ach wie geil! :mrgreen:

Hätten wir einen Stammtisch, dürftest, NEIN MÜSSTEST Du jedes Mal zu später Stunde Dein P1-Erlebnis
zum Besten geben! Leider sind wir alle wohl zu weit verstreut, aber dafür haben wir ja nun dieses tolle
Forum :)

Ich freue mich auf Deine geplanten Rennovierungsarbeiten und ziehe meinen Hut vor Deinem Engagement.
Soviele Baustellen gleichzeitig, und dann noch mit dem Lötkolben am rumwerken...ich denke und hoffe,
dass wir von Dir noch viel Interessantes zu sehen bekommen werden!

Mögen die Jumper Dir friedlich gesonnen sein!

viele Grüsse
Daryl_Dixon
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Darius

Re: Nächstes DOSen-Projekt: Schneider EuroPC II

Beitragvon Darius » Do 30. Jul 2015, 21:32

Hi Daryl_Dixon,

so sieht das nämlich aus... Es ist ein Möter, halb Mensch, halb Köter *g* Aber ob es auch ein bester Freund ist kann ich nicht sagen :-)

Ja das stimmt, das P1-Erlebnis kann ich noch immer nicht begreifen ... Hauptsache mein Euro-PC-II läuft super, und auch toll mit der externen SCSI Festplatte.
Das mit der weiteren Restauration wird noch bisschen dauern, aber wenn es soweit ist, gibt es natürlich wieder ein Nachschlagewerk von mir, hier in diesem
schönen Forum ;-)

Jumper haben was magisches aber auch was tödliches. Denn wenn eine CPU 2.4 Volt benötigt, kann man nicht 3.3 Volt fahren, wobei das vielleicht kurzfristig
noch nicht schlimm wäre :)

Gruß

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