Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Laptop

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Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Laptop

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 00:46

Grüß euch,

nun gibt es wieder einmal einen neuen digitalen Retro-Opa (TM) bei mir ;-) Es handelt sich um den defekten 386SX HALiKAN LA5040 Oldschool-Laptop
der in Original Tragetasche, Original Netzteil, Original Handbuch und Original System- und Treiberdisketten geliefert wurde. Hier besten Dank für das
sehr gut verpackte Paket an @Katmai.

Der NiCD Akku wurde schon aus dem Gerät abgesteckt und extra aufgeräumt. Sollte ich den Oldschool-Laptop zum Laufen bekommen könnte man hier
die uralten Zellen verbannen und mit der Original-Verkabelung sicherlich ein neues NiMH Akkupack basteln. Mir ist das mit der Ladekurve von NiCD und
NiMH Akkus zwar mittlerweile bekannt aber NiCD Zellen wurden ja verboten und die Zyklen von NiMH sind dadurch natürlich weniger, sollte ich mir wirklich
ein neues Akkupack zusammenbrutzeln.

Das Gerät startete nicht. Das Netzteil hat innen eine rote LED die Funktionsbereitschaft signalisiert, die Kontrolleuchte am Schlepptop zeigte auf Akku Laden
und ein Umlegen des Power Schalters zeigte keine Reaktion. Also zerlegen wir den Oldschool-Laptop nach Dr. Darius Manier und schauen wir uns mal die
Bauteile an :mrgreen: Hoffentlich finde ich keine ausgelaufene NiCD CMOS Säuretonne (Lauge), ...

Wir zerlegen das Laptop bis auf die Grundmauern (TM). Ich war total überrascht wie einfach sich der Laptop zerlegen ließ. Alle Kontakte waren stabile Pfosten-
verbinder und feinstes Edelstahl (!) zierten sämtliche Metall-Teile. Ich war sehr positiv über die Hochwertigkeit dieses China-Clones überrascht. Da dieses
tolle Gerät ja einen 16 Bit Half-Length ISA Slot + einen 8 Bit ISA Slot hat war selbst die Kartenhalterung aus Edelstahl inklusive Slotblenden.

Das aller Beste an der Hauptplatine war nicht nur die sehr saubere Verarbeitung dessen und den tollen Chips NEAT Chipset. Die CMOS Stromversorgung bestand
nicht aus einer NiCD (!) Säuretonne (Lauge) sondern aus einem 2x3V CR2032 Knopfzellenverbund! Natürlich waren in den Knopfzellen nicht mehr viel
Spannung drin aber diese lassen sich ja sehr leicht wechseln und kann nun guten Gewissens sagen dass keine Lauge das Board zerstört hat!

Hier das tolle Bild auf das Mainboard:
Bild

Nach Überprüfung der Mainboard-Sicherungen (5x Sicherungen vorhanden) und paar kleineren Dingen konnte ich nichts verdächtiges finden. Aber da meine
Erfahrung zeigt dass auch irgendwann mal der BIOS Bit Rot böse zuschlägt habe ich sofort und umgehend das Haupt-BIOS (ODD/EVEN) per Eprommer ausgelesen
und hier zeigte sich schon ein negatives Bild! Beim EVEN BIOS hatte ich Überprüfungsfehler beim Auslesen des Inhaltes! Das ODD BIOS konnte ich ohne Fehler
auslesen. Ich mache nach dem erstmaligen Auslesen immer einen 5-Fach Verify mit Chipdatenüberprüfung um hier die Gewissheit zu haben, dass ich auch das BIOS
korrekt und fehlerfrei ausgelesen habe. Beim EVEN BIOS hatte ich immer Verify Fehler.

Also wenden wir hier wieder den Trick mit der Overvoltage an beim Signetics 27C256 EPROM an :mrgreen: Wie vielleicht die wenigsten wissen war Signetics ja ein
Halbleiterhersteller. Dieser wurde damals durch Philips aufgekauft und firmiert heute unter NXP. Da es in meinem Eprommer kein Signetics mehr gab aber dafür einen
Philips-EPROM war es auch kein Problem das EPROM korrekt auszulesen. Die Chip-ID war identisch ;-) Aber nun zurück zum Auslesen. Ich habe das EPROM mit 1V
Overvoltage ausgelesen und bekam leider noch immer Bitfehler. Dann habe das EPROM wieder mit der Normal Voltage ausgelesen und wieder mit 1V Overvoltage
ausgelesen. Dieses Auf und Ab habe ich 7x gemacht. Beim 8x Mal hab ich es vielleicht geschafft das BIOS korrekt auszulesen da sich meine drei letzten BIOS Dumps
nicht mehr verändert hatten. Das ältere Auslesen war immer mit geänderten Bits versehen. Vielleicht habe ich nun Glück und habe das BIOS gerettet. Das werden wir
dann später sehen falls ich den Power On Fehler finde.

Auf dem Mainboard befindet sich noch ein drittes BIOS, nämlich das VGA BIOS des Stringray+ Cirrus Logic VGA Controllers. Dieses konnte ich ohne Fehler auslesen.
Nun wird es an der Zeit in meinem EPROM Bestand zu schauen und die letzten 27C256er und den letzten 27C512er mit den ausgelesenen BIOS Daten neu zu
Brennen. Im obigen Bild sind die neu gebrannten EPROMs mit Lichtschutz und Beschriftung zu sehen.

Hier sieht man das tolle DC/DC Netzteil, das ebenfalls in einem Edelstahl-Gehäuse sitzt:
Bild

Dieses habe ich zerlegt und habe mich über das modulare Konzept dieses DC Netzteiles gefreut. Mein Grabbeltisch-Multimeter sagte bei den Leistungstransistoren und
Dioden, dass hier kein Kurzschluss ist und diese Bauteile theoretisch funktionieren sollten. Im DC Netzteil fand ich aber einen 20 Pinheader mit Buchse/Stecker wo der
Stecker nicht 100%ig gesteckt war. Das Netzteil besteht wohl aus Batterie-Ladeelektronik und überwachten DC FAN sowie dem DC/DC Leistungsteil der über den 20er
Pinheader versteckt ist. Da ist wirklich ein dreipoliger Lüfter verbaut und falls der Lüfter nicht mehr arbeiten sollte meckert sicher das System und will sich nicht mehr
einschalten oder schaltet ab. Also steckten wir die Verkabelung zwischen den Boards im Netzteil ab und steckten es erneut an. Die Elkos sehen auch nicht schlecht aus
und sind 105° Typen.

Allgemein scheint dieses Laptop wenige Betriebsstunden zu haben. Es war alles sehr sauber und nicht staubig. Selbst der DC Lüfter war nicht mal richtig verdreckt.

Vielleicht habe ich ja Glück und das Laptop startete einfach wegen diesem Wackelkontakt nicht und eben wegen dem BIOS Bit Fehler im EPROM. Also bauen wir wieder
alles zusammen. Übrigens ist im Laptop eine tolle 42MB Maxtor Festplatte verbaut. Das Diskettenlaufwerk ist ein Standard-PC Laufwerk wobei hier der Stromanschluss
am Laufwerk fehlt und die 5V wohl aus dem Flachbandkabel gezogen werden.

Dann setzen wir das AC/DC Netzteil noch unter Strom und messen per Grabbeltisch-Müllmeter die Spannung an den Pins. 17.2 Volt. Toll :like: Dann verbinden wir das AC
Netzteil mit dem Laptop und beten :mrgreen:

Und hier der Smoke-Test (TM):
Bild

Es Geht! Es Läuft! Es Startet! Es scheint zu funktionieren ? Ja Holla die Waldfee !!!!!

Unglaublich ! :cheesygrin:

Hier booten wir noch fix von meiner Diskette und starten einen Speichertest:
Bild

Die Festplatte hört sich sehr gesund an. Der DC Lüfter macht ordentlich Druck. Das System startet durch! Somit habe ich es wohl geschafft das System BIOS korrekt auszulesen und kann das Backup wieder
auf meinen Fileserver schieben. Ich habe mir nämlich angewöhnt von sämtlichen Geräten die ein BIOS EPROM haben ein Backup zu ziehen. So möchte ich es vermeiden dass bei einem Bit Rot das Gerät
unbrauchbar wird!

Das aller Beste habe ich noch nicht erwähnt! Die Eingabetastatur ist eine voll mechanische Tastatur :peanutbutterjellytime: :like: So wie es aussieht ist es vielleicht sogar eine Alps Mechanical:
Bild

Hier der Switch und die Tastenkappe in vergrößerter Ansicht:
Bild

Und hier die Rückseite der Tastatur:
Bild

Das ist wirklich toll und ich hätte nicht gedacht dass es noch einen Hersteller (Chaplet Systems - Später von Toshiba aufgekauft) gibt, der Mechanical Switches in einen Laptop verbaut! Das Tastaturlayout
scheint wohl ein Schweizer Layout zu haben aber das ist kein Problem. Vieles ist ja ähnlich nur diverse Sonderzeichen sind anders belegt gedruckt. Dadurch dass man die Tastenkappen ja ohne Probleme
abnehmen kann könnte ich ja hier versuchen ähnliche Tastenkappen zu finden und somit das Keyboard umzugestalten. Da die Tasten eigentlich schon Full Size Tasten sind könnte man hier doch was drehen :-)

Dann habe ich einen Festplatten-Check gemacht - 100% Fehlerfrei! Dann noch die Festplatte gewiped und neu formatiert. Null defekte Sektoren :like: Wunderbar!

So wie es aussieht wird das mein neues Lieblings-Laptop werden. Denn es erfüllt für mich viele kranke und wichtige Kriterien:

1. Mechanische Tastatur. Das Tippgefühl ist einfach gigantisch! Tastenkappen sind wechselbar. Vielleicht sogar Standard-Tasten.
2. ISA-Bus! Meine Zweit-Sound Blaster 2.0 mit CMS Mod steckt schon im 8-Bit Slot. Keine Soundprobleme ;-) Somit ist noch ein 16 Bit ISA Slot für was anderes frei.
3. Ich finde es hat ein schönes Retro-Design. Das VGA LCD Display ist von Monochromer Bauart und passt gut zum Laptop. Externe VGA Buchse für einen Farbmonitor ist vorhanden.

Leider ist eine Speichererweiterung nicht ganz einfach da die Speichererweiterung mit 1MB schon voll bestückt ist und auf einer extra Speicher-Platine gesteckt ist. Das Mainboard hat 1MB On Board.
Laut BIOS kann das Mainboard auch statt 256kBit RAM Chips auch 1MBit RAM Chips verwenden. Der maximale Speicherausbau beträgt 5 MByte (4 Mbyte auf einer anderen Speicherkarte / 1 MB On Board)
2 MB RAM sind aber für einen 386er mehr wie genug finde ich und hier sollte ich keine Speicherprobleme haben.

Ich sehe schon, dieses Schlepptopp wird mir noch hoffentlich viel Freude bereiten! Es könnte auch gut sein dass dieses Laptop zu meinen Favoriten zählt. Hoffentlich überlebt es auch den Stress-Test den ich
noch durchführen möchte 8-)

So genug gebabbelt.

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon matze79 » So 28. Aug 2016, 06:42

Luggables sind schon lustig,
was kommt den nun in den ISA slot ?

Eigentlich sollte ein RAM Upgrade recht einfach zu machen sein, man müsste ja nur Huckepack machen und die CS Leitung passend an den Memory Card Steckplatz drahten
Natürlich haben wir nichts zu verbergen, dennoch machen wir auf dem Klo die Türe zu!
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon ranger85 » So 28. Aug 2016, 10:21

Gratulation zur erfolgreichen Wiederbelebung! Ein tolles Gerät. Bin gespannt was du noch damit anstellst :)
ranger85
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 12:41

@matze79:

matze79 hat geschrieben:Luggables sind schon lustig,
was kommt den nun in den ISA slot ?

Da hast 100%ig Recht! Das ist ein tolles "Luggable" und vor allem gibt es viele Möglichkeiten dank des 16 Bit und 8 Bit ISA Slots.
Im 8 Bit ISA Slot steckt meine Sound Blaster 2.0 mit CMS Upgrade. PRINCE.EXE läuft astrein ohne Störgeräusche :like:

matze79 hat geschrieben:Eigentlich sollte ein RAM Upgrade recht einfach zu machen sein, man müsste ja nur Huckepack machen und die CS Leitung passend an den Memory Card Steckplatz drahten

Mit deiner Methode könnte man wirklich nochmal 8x MB81C4256-80P Fujitsus in die Sockel stecken. Müsste halt die CS Leitung finden und dann hätte ich halt 1MB mehr RAM. Hmm vielleicht könnte
man hier ein wenig mehr ausholen und einfach eine Adapterplatine basteln, ... Lustigerweise sind auf der RAM Erweiterung 4 ICs für Parity RAM vorhanden.

Und das nächste "Lustige" ist ja, wenn man sich das Mainboard genauer ansieht könnte es so aussehen, dass man noch RAM im Mainboard einlöten kann :like: Die Frage ist nur ob die kleinen quadratischen
RAMs der Cirrus Logic VGA gelten, theoretisch schon und die unteren ZIP-RAMs sehen verdächtig nach Hauptspeicher-RAM aus. Müsste mir hier mal die IC Bezeichnung anschauen dann weiß ich mehr.
Überhaupt sind dort Lötpunkte für weitere ZIPs vorhanden ! Wobei es hier nur 4x ZIP RAM Lötpunkte gibt, das würden dann theoretisch 512kB Extra RAM ergeben oder eben für Parity. Wobei ich zweitiges
eher denke.

Der Hammer wäre natürlich, da ich im XCMOS Setup (Wo man die Chipset Settings übrigens Binär umstellen muss - mit Hilfe einer Erklärung im rechten Bild) seperat auf dem Mainboard und/oder auf der
RAM Erweiterung entweder 256kBit oder 1MBit RAMs programmieren kann, also völlig Getrennt von Mainboard und Erweiterung. Wenn es denn passende 1 MBit ZIP RAMs geben würde könnte man die
256kBit ZIPs herauswerfen und 4x 1MBit reinklatschen :mrgreen: :cheesygrin: Ein kranker Gedanke, ... Müsste ich mir keine Gedanken über Kondensatoren etc. machen.

Hmm bei meinem Teiledealer gäbe es TOSHIBA TC514400Z-80 ZIP-20 1,048,576 x 4 BIT DYNAMIC RAM für sehr wenig Knete, ... Muss mal wirklich bei Gelegenheit auf die alten ZIPs schauen ob das
der System RAM ist. Sind ja auch 20 Pin ZIPs verlötet, ...

Oder man nimmt TOSHIBA TC514400AP-80 und schmeißt die 256kBit DIL RAMs aus der Speichererweiterung raus. Haben ja auch 20 Pins und da man im BIOS wiegesagt hier 1MBit auswählen kann, ...
Verdammt! Ich habe keine solchen RAMs mehr, grrr...

ranger85 hat geschrieben:Gratulation zur erfolgreichen Wiederbelebung! Ein tolles Gerät. Bin gespannt was du noch damit anstellst

Vielen Dank :like: Da bin ich auch noch gespannt. Was der Laptop regelmäßig von mir bekommt sind Stromstöße und Blitze - Sprich ich schalte das Gerät öfter Ein und Aus, stecke auch ab und zu das
DC Kabel ab und an wegen den Kontakten und versuche hier den "ich schalte mich nicht ein" Fehler zu provozieren. Bin mir aber sicher dass durch das nicht korrekt gesteckte DC/DC Board es wohl
zu diesem Phänomen gekommen ist + BIOS Rot.

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon matze79 » So 28. Aug 2016, 13:10

ZIP Ram hab ich liegen!
Natürlich haben wir nichts zu verbergen, dennoch machen wir auf dem Klo die Türe zu!
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 15:52

@matze79:

Perfekt :like: Ich denke das wäre ein Versuch wert den RAM auszutauschen bzw. sockelbar zu machen.
Der ZIP RAM ist wohl wirklich der Hauptspeicher auf dem Mainboard (8 ZIPs, Intel Z21014-80 (262144 x 4 Bit) 131072 kByte pro IC * 8 ergibt 1 MByte RAM 16 Bit
Die kleinen NEC Speicherchips sind für die Stingray+ VGA Cirrus Logic Grafikkarte.

Was darf ich Ihnen für die RAMs (Bombe wäre ja noch fallst noch ZIP-Sockeln hättest :cheesygrin:) + Versand
per bekannter Zasterübermittlung übermitteln ? :mrgreen:

Da mir das BIOS 1Mbit RAM anstatt 256 kBit als Option anbietet UND das System 5 MByte max. unterstützt wären das dann
quasi bei einem Toshiba TC514400Z-80 ZIP RAM = (1048576 x 4 Bit =524288 kBytes * 8 Chips) = 4 MByte RAM OnBoard.
Also mit Glück 4 MByte On Board + 1 MByte Extern = 5 Mbyte

Klingt in der Theorie gut :mrgreen:

Hier mal eine selbstgebastelte Vektorgrafik + Bilder-Leiste für den "leeren" Funktionstasten-Platz:
Bild

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 17:40

Grüß euch,

hier nochmals die richtig genialen Old-School BIOS-Bits zum Einstellen des Speicher-Typs.

Hier die Config-Bits für Bank 0/1 (Befindet sich auf dem System Board):
Bild

Hier die Config-Bits für Bank 2/3 (Befindet sich auf der Add-On RAM-Bank):
Bild

Hah, von wegen menügesteuertes Einstellen von Optionen. Ich mag sowas :mrgreen:

Somit denke ich wäre der Weg für 1 MBit Chips geebnet. Soweit ich weis sollte es keine Probleme beim Austausch des
ZIP RAMs geben da ja der Chipset die Ansteuerung übernimmt und beide Chiptypen 20 Pins hat.

Und gerade gibt es heftigste Blitze in meinem Kopf:
Cx486SLC/e-25 :mrgreen: in der 5V Ausführung, ... SMD, ... Verdammt jetzt werde ich wirklich geisteskrank :cheesygrin: :titter:
Vor allem ist ja das CPU-Board "detacheable" und die SX CPU lässt sich mit viel Glück entfernen und die Austausch-CPU
einsetzen. OK jetzt bin ich total von der Rolle, Hilfe :-P :lol:

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon sherestyra » So 28. Aug 2016, 18:04

Herzlichen Glückwunsch zur Wiederbelebung. :)

Ich habe das ja mit am Rande verfolgt, schön dass es wieder läuft!
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 18:19

sherestyra hat geschrieben:Herzlichen Glückwunsch zur Wiederbelebung. :)
Ich habe das ja mit am Rande verfolgt, schön dass es wieder läuft!

Vielen Dank. Ja ich bin auch froh dass nicht viel gefehlt hatte. Läuft schon seit Stunden mehrfach "On" Powered ohne Probleme.
Und jetzt denke ich schon auf RAM-Erweiterung und an einen 486SLC 5V Upgrade-CPU, ...

Das Netzteil hab ich auch noch einmal zerlegt und jeden Elko inkl. den Dicken per ESR Meter geprüft. Die sind 100% in Ordnung und
waren unten auch nicht nass. Unglaublich :like: Somit kann ich mit den Elkos im Netzteil noch eine Zeit lang warten.

Die Mainboard-Elkos habe ich schon notiert und werden ausgetauscht damit hier keine Sauerei entstehen kann.

Ich denke ich habe nicht mehr alle Chips in den Sockeln bei mir :mrgreen:

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon sherestyra » So 28. Aug 2016, 18:46

Das frage ich mich bei deinen Berichten auch manchmal. ;)

Aber die sind wirklich schön, lese ich immer wieder gerne.

Mal eine ganz allgemeine Frage, was diese Bitrot-Geschichte im Bios angeht: Schon oft gesehen? Ich hatte mir bisher noch nicht die Mühe gemacht, einzelne Biose zu sichern, aber im Grunde klingt das ja sinnvoll. Gibt es da ein spezielles Tool, was sich da eignet?
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » So 28. Aug 2016, 23:47

sherestyra hat geschrieben:Das frage ich mich bei deinen Berichten auch manchmal.
Aber die sind wirklich schön, lese ich immer wieder gerne.

Vielen Dank für das positive Feedback. Das sagt mir dass ich ruhig weitermachen sollte und nicht aufhören sollte Hardware mit Blitzen zu beschießen :mrgreen:

sherestyra hat geschrieben:Mal eine ganz allgemeine Frage, was diese Bitrot-Geschichte im Bios angeht: Schon oft gesehen? Ich hatte mir bisher noch nicht die Mühe gemacht, einzelne Biose zu sichern, aber im Grunde klingt das ja sinnvoll. Gibt es da ein spezielles Tool, was sich da eignet?

Ehrlich gesagt war mir diese Bit-Rot Geschichte bis vor kurzem auch nicht soooo ganz bewusst bis mir mal ein 386SX-20 Mainboard wegen BIOS-Defekt "gestorben" ist.
EPROMs sollten die Daten mindestens 10 Jahre behalten und je nach Brennvorgang deutlich länger. Hier gibt es ein tolles PDF was sich mit Speicherchips beschäftigt:

http://www.hs-augsburg.de/~bayer/Vorlesungen/mct_download/MCT_fol_3.PDF

Und da man eben bei EPROMs 1 + 1 zusammenzählen kann ist unsere Retro-Hardware eben gefärdet, speziell wenn noch normale EPROMs vorhanden sind. Irgendwann
lässt das "Floating Gate" nach und das war es auch mit dem Programm im EPROM. Seitdem sichere ich jedes EPROM mittels Eprommer in eine Binärdatei, wo ich das Image
mehrfach überprüfe. Sollte es mal zu einem Bit-Rot kommen einfach von der Magnet-Platte ein neues EPROM ziehen, fertig :-)

Wenn man eben den Inhalt mittels Eprommer gesichert hat packe ich ein UV-gelöschtes EPROM in den Brenner und brenne die Daten mit dem Image in den Chip. Durch das
Neu brennen werden die Zellen wieder aufgefrischt und sollten wieder mehr wie 10 Jahre (20+) halten. Ich mach das also direkt mit einem Hardware-Brenner als mit
Software-Tools.

Eben bestes Beispiel war an diesem tollen Laptop dass eben ein BIOS Chip von zwei schon Bitfehler hatte und ich hier wieder riesen Glück hatte dass ich es doch noch zum
Auslesen bekam (Bit-Wackler). Das Problem ist dass man speziell bei älterer Hardware die original BIOS Images nicht mehr bekommt oder nur durch sehr viel Glück vielleicht
was im Netz findet, startet ein System mit defektem BIOS eben nicht mehr. Sogar bei meinem MT-32 habe ich alle EPROMs gesichert, denn Backup First ;-)

Systeme mit einem EEPROM sind meist durch Original ROM Images aus dem Netz wieder bespielbar. Hier mache ich es auch so, dass ich einen EEPROM einfach lösche
und neu beschreibe, sprich ich nutze DOS Tools wie z.b. AWDFLASH.EXE. Das gibt die Gewissheit dass das EEPROM eben wieder neu und frisch geladen ist und dementsprechend
wieder lange hält.

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon matze79 » Mo 29. Aug 2016, 08:14

GM71C256 - ZIP Ram - 3 Stück
KM41C1000BZ-8 - 12 Stück

Passt davon was ?
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon sherestyra » Mo 29. Aug 2016, 10:42

Vielen Dank, wieder was gelernt. :)

Ich habe ja einige Mainboards, die bereits diese kritische 10-Jahres-Schwelle locker überschritten haben, einige haben die 20 schon hinter sich.

Da wäre ein EEPROM-Programmierer vermutlich doch mal eine Anschaffung wert, denn ist ein Bios erstmal futsch, dürfte ein Ersatz schwierig werden.
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon matze79 » Mo 29. Aug 2016, 11:07

SO teuer sind die Geräte auch nicht, es reicht schon ein Chinesischer TL866, ich glaube Darius nutzt auch nichts anderes :)
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Re: Nächstes DOSen-Resurrect-Projekt: 386 HALiKAN LA5040 Lap

Beitragvon Darius » Mo 29. Aug 2016, 12:03

matze79 hat geschrieben:SO teuer sind die Geräte auch nicht, es reicht schon ein Chinesischer TL866, ich glaube Darius nutzt auch nichts anderes :)

Genau SO sieht das NÄMLICH aus und nicht ANDERS (TM) :mrgreen:

Exakt :like: Vor allem ist die Software des Chinesen in meinen Augen sehr ausgereift. Und man kann die für mich wichtigen Over-Voltages für die jeweiligen
ICs setzen um hier evtl. Glück zu haben ein EPROM mit Bit-Rot evtl. zu retten.

@sherestyra:
Ohne meinen TL866 könnte ich nicht mehr atmen. Das weiße Ding hat mir mehrfach (!) die Elektronen gerettet :-) Sehr zu empfehlen und gar nicht teuer.

@matze79:

Die Samsung KM41C1000BZ-8 passen wohl hier leider nicht da diese nicht in x 4 Bit geordnet sind. Dieser hat nur x 1 Bit. Das Board hat ja 2 Bänke a 4 ICs (Eine Bank hat 4 Bit * 4 = 16 Bit Databus)
Und die GM71C256 sind 256 kBit x 1 Bit ICs. Passt hier leider auch nicht.

Gruß
Darius
 

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