Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

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Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Fr 8. Jan 2016, 22:15

Grüß euch,

da mich natürlich wieder mal die üblichen Verdächtigen für Verrückt erklären und die zehnte Stimme die Melodie von Giana Sisters spielt mache ich schon wieder mal ein neues Projekt auf:

Ich bastel mir einen wunderschönen IBM-Kompatiblen XT-Class Computer System :-) Als Hauptplatine habe ich eine New Old Stock Micro-XT Platine bekommen, die fast um die halbe Welt gereist ist :mrgreen: Und da ich schon immer mal ein Selbstbau-XT System neben meinem Schneider Euro PC II haben wollte, lasse ich es hier eben auch wieder so richtig krachen :-)

Hier schon mal die Eckdaten:

* Ein sehr kompaktes XT-Platinensystem mit sehr vielen 8-Bit ISA Steckplätzen und original AMI BIOS. Es befindet sich ein Erweiterungs-ROM mit auf der Platine, um schöne lustige BIOS-Addons aufzustecken... Doch was und welches EPROM 8-)
* Turbo-XT (TM) System, das mit einer original Siemens 10 MHz 8086 CPU läuft. Die Platine unterstützt auch einen NEC V20 (den ich noch nicht habe) nativ per Jumper :-)
* Es kann ein 8087 Co-Prozessor verbaut und aktiviert werden
* Der Hauptspeicher wird mit DIP-RAM bestückt, das schon mit SIEMENS RAM vollbestückt auf 640 kB ist

Lange Rede - Kurzer Sinn - Hier die Platine in der ganzen Pracht:
Bild

Und da natürlich ein XT System auch eine Grafikausgabe braucht, habe ich mir für das folgende 8-Bit VGA-System entschieden:

(Dies ist schon eine fertig aufgebaute VGA 8 Bit Platine. Ich besitze aber schon die Roh-Platine ohne Bestückung, also fehlen mir ja noch einige Sachen...)
Bild

Als Tastatur habe ich noch eine AT-XT Tastatur mit Umschalter unter der Tastatur. Ich denke, da sollte ich keine Eingabeprobleme haben.

Natürlich wäre zu dem System auch ein originaler Hercules Monochrom-Bildschirm mitsamt Hercules-Grafikkarte ideal, eigentlich fast besser, da ich dann meine Schneider MM12 Hercules-Monitore verwenden kann, wobei ich, falls ich irgendwo eine Hercules Grafikkarte + ansehnlichen Monitor bekommen könnte, ja wieder fast besser, dann hat jedes System eben seinen eigenen Monitor.

Diesen Thread werde ich unregelmäßig/regelmäßig aktualisieren und natürlich fehlt hier auch ein Smoke-Test (TM)...

:mrgreen:

Gruß
Darius
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Daryl_Dixon » Fr 8. Jan 2016, 22:46

Oho Darius da hast Du Dir ja wieder ein superinteressantes Projekt vorgenommen!
Ich freue mich schon auf die Berichte zu den einzelnen Entwicklungsstadien. Hast Du
denn schon ein passendes Gehäuse dafür?

So langsam bekomm ich auch Appetit auf einen XT in meiner Sammlung. Mannomann
das nimmt kein Ende...! Ihr seid hier echt ein schlechter "Umgang" für mich.. *ggg*

Bis bald! Und halt uns schön auf dem Laufenden!

vG; Daryl_Dixon
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon nicetux » Fr 8. Jan 2016, 22:56

Mit dir wird es auch nie langweilig Darius. :-D
Ein wirklich schönes Mainboard hast du da.
.....
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Dosenware » Fr 8. Jan 2016, 23:01

Das Ding ist ja richtig niedlich, so klein wie es ist :like:
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Sa 9. Jan 2016, 01:05

@Daryl_Dixon:

Oh ja... Eigentlich habe ich zu viele Rechner und eigentlich... nunja wollte ich keine Rechner aber ein XT muss einfach sein, vor allem, weil ich
auch ein passendes XT Gehäuse habe ;-)

Ach Daryl_Dixon, du weist ja was bei Aliens der Film passiert ist, wenn man "befruchtet" wird und dann aus dem Brustkorb was bösartiges schlüpft...
Es ist wie ein "Virus", den man genau so wie den DOSen-Parasit, den jeder DOSengänger hier bestreitet, intus hat :mrgreen:

Was ich aber machen werde ist, Rechner zurückrüsten, die ich wirklich längere Zeit nicht mehr nutzen werde und die Innereien aufräumen. Das
ist viel Platzsparender als sperrige Gehäuse. Die Gehäuse werde ich dann weitergeben, das steht fest.

@nicetux:

Ja, das ist ein Spitzen-Mainboard! Vor allem hochintegriert. Das meiste ist in dem ASIC-Chip drin und die Boardabmessungen sind ja mal so richtig lächerlich...

@Dosenware:

*Zustimm* In dem großen "Desktop" Gehäuse geht das Mainboard wirklich unter :-)

@All:

Der große Smoke-Test (TM) wurde eben erfolgreich absolviert. Mit einem vernünftigen Seasonic Netzteil mit Japan Elkos läuft alles einwandfrei. Als Bildschirmausgabe
habe ich eine OAK VGA 16 Bit Karte verwendet, die auch im 8 Bit Modus läuft. Irgendwann aber muss hier ein Hercules Controller und/oder eben die 8 Bit Selbstlöt Karte verbaut werden :-)

Jetzt und in Zukunft heißt es 8 Bit Karten sammeln! Denn ich werde ja noch entweder eine 8 Bit Winchester Controllerkarte mit Floppy oder eben die XTIDE verpflanzen. 16 Bit Winchester
Controller laufen zwar im 8 Bit Modus, aber nur das Floppylaufwerk. Da der XT kein Festplatten-BIOS geschweige ein BIOS EInstellungsprogramm hat, kann man keine Festplatten verwalten.
Das muss schon der Controller können, und 16 Bit Controller haben kein eigenes BIOS mehr. Möchte halt gerne meine beiden Winchester HDDs zum laufen bringen. Das 360 kB 5,25 Disketten-
laufwerk tut schon seinen Dienst gerade... Eine 8 Bit I/O Controllerkarte habe ich und wurde schon verbaut. Es beinhaltet eine 9 Polige COM Schnittstelle sowie einen LPT Paralellport-
Druckeranschluss. Was auch noch fehlen würde, wäre eine 8 Bit Clock-Card, aber das ist ja schon Luxus :-)

Die AT-XT Tastatur läuft im XT Modus einwandfrei...

Bilder gibt es dann morgen.

Gruß
Darius
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Heilbar » Sa 9. Jan 2016, 08:59

Moin Darius,
weiß du zufällig für welchen Zweck solche Boards hergestellt wurden/werden? New-old Stock hat vielleicht ein Baujahr.
Es müssen wichtige Industrie-Anlagen existieren, die noch 8-bittig gesteuert werden.
Ich wollte, vor nicht all zu langer Zeit, bei einem Sammler so einen reinen 8-Bit MFM Controller kaufen. Der Preis ging an die Tausend. Auf meine Frage hin ob alles fest verankert sei, erzählte er mir von einem nächtlichen Besuch, bei dem Holland in Not sei und dieser seltene Controller, von einer Firma gebraucht würde, die so keinen Ersatz bekäme. Bereitwillig wurde unter vorgehaltener Hand und der Informationsverweigerung des Firmennamens, sowie der Verwendung der Karte, die Summe bezahlt.
Mir erscheint das wie Seemannsgarn. Oder steckt da etwas Wahres drin?

Ich meine wenn ich deine selbst zu bauende Trident 9000 sehe (übrigens Respekt für dieses Projekt :like: ) und die bald, den Markt überschwemmenden, XT-IDE Controller (made by Dosforum) und jetzt noch das New Old Stock Board mit dem möglichen Nec V20, da kommt mir der Verdacht, hier ist mehr im Busch als ein Retro Hype von durchgeknallten Dosianern.

Sag noch mal was zu deiner Anmerkung:
Darius hat geschrieben:16 Bit Winchester Controller laufen zwar im 8 Bit Modus, aber nur das Floppylaufwerk. Da der XT kein Festplatten-BIOS geschweige ein BIOS EInstellungsprogramm hat, kann man keine Festplatten verwalten.


Ich dachte, die Verwaltung ohne Bios läuft über Debug.

Ok, dann werde ich Heute auch alle 8-Bit Karten dokumentieren, wenn du meinst es sei für Jetzt und in Zukunft wichtig,
Ich freu mich darauf zu sehen, wie du das Hybridsystem weiter entwickelst. :-) :like:
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Daryl_Dixon » Sa 9. Jan 2016, 09:27

Darius hat geschrieben:@Daryl_Dixon:

Oh ja... Eigentlich habe ich zu viele Rechner und eigentlich... nunja wollte ich keine Rechner
aber ein XT muss einfach sein, vor allem, weil ich auch ein passendes XT Gehäuse habe ;-)

Ach Daryl_Dixon, du weist ja was bei Aliens der Film passiert ist, wenn man "befruchtet"
wird und dann aus dem Brustkorb was bösartiges schlüpft. Es ist wie ein "Virus", den man
genau so wie den DOSen-Parasit, den jeder DOSengänger hier bestreitet, intus hat :mrgreen:

Was ich aber machen werde ist, Rechner zurückrüsten, die ich wirklich längere Zeit nicht
mehr nutzen werde und die Innereien aufräumen. Das ist viel Platzsparender als sperrige
Gehäuse. Die Gehäuse werde ich dann weitergeben, das steht fest.


Da hast Du recht, Darius: ein XT sollte in einer Sammlung nicht fehlen - zumal diese Dinger wirklich
rar geworden sind - dagegen sind ja selbst 386er noch voll im Mainstream! Ich vergleiche den DOS-Virus
auch gerne mit solchen "Monstern". Passend wäre auch sowas wie ein Körperfresser. Man liest abends
das erste Mal im DOSForum, "schläft dann eine Nacht darüber" und wacht am nächsten Tag als DOSianer
auf; stromert durch Wertstoffhöfe und wühlt in Mühltonnen - letzteres nicht um dort Pfandflaschen zu
finden sondern eine ISA-Grafikkarte oder sowas *ggg*! Und zuhause verkriecht man sich in den Bastel-
keller und schraubt nur noch alte IT zusammen - so als würde man diese Dinger brauchen um sie am
Ende alle zu vernetzen damit man dann vereint ein mächtiges DOS1.25-Batch-Signal ins All senden
kann, welches dem Mutterschiff mitteilt, dass die Erde quasi erfolgreich assimiliert wurde. Wobei wir
von den Körperfressern sogleich zu den Borg kommen.. *seufz* ich sollte echt nicht soviel Syfy gucken...!

Aber zurück zum Thema:
Hätte mich auch gewundert wenn das XT-Gehäuse noch nicht da wäre. Und Ja, Platz braucht man
schrecklich viel. Darum hab ich von meinen Oldies auch meist nur einen aufgebaut. Die anderen
werden gestapelt. Und da achte ich darauf, dass ich nur Desktops und Minitowers hab - obwohl viele
kutlige Oldies ja Bigtower sind. Auch mit den Monitoren ist das so eine Sache: brauchen massig Platz!
Zur Zeit verfüge ich ja nur über TFTs aber ich suche schon eine Weile nach einer 15-Zoll-Röhre. EINEN
gönn ich mir!

Dann ist aber wirklich Schluß! ;-)

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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon nicetux » Sa 9. Jan 2016, 11:12

Eine Röhre steht noch im Keller bei mir. Um genau zu sein zwei. Einen kann ich dir gegen aufegrundeten Versand abgeben.
.....
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon matze79 » Sa 9. Jan 2016, 11:25

Hast du dir auch Sergeys Adlib Clone besorgt ? :)
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Sa 9. Jan 2016, 11:47

Grüß euch,

@Heilbar:

Ich habe lange über das Mainboard recherchiert, es scheint wohl, wenn meine eigenene elektronische Detektei richtig recherchiert hat, dass es sich um ein Industrie-Mainboard handelt! Alleine die Abmessungen sind für ein XT-System eher selten und das Board hat bereits einen hochintrgrierten ASIC-Chip (Custom Chip - Der Chip wurde entwickelt, um die meisten Schaltungs- und Steuerungsaufgaben von sehr vielen Microchips in einen einzigen Chip unterzubringen), was die ganze Sache schon sehr stabil macht und das Board wirklich sehr wenige Bauteile hat! Dann kommt noch hinzu, dass es direkt die 256 kBit RAM DIPs unterstützt, und eben 5 Bausteine 640 kB (max) ergeben. Dann noch ein schönes AMI BIOS wo unterhalb ein leerer Sockel für ein Addon-ROM ist! Das haben nicht viele Boards. Vor allem kann man mit dem Addon-ROM ja Sachen integrieren, wie z.B. eine HD Unterstützung oder eben anderes, wobei ich zwar einen sehr guten Eprommer habe, aber momentan noch nicht weis, welche BIOS Files "passen" könnten. Unter dem leeren zweiten BIOS Sockel steht 27256, was für einen 27C256 EPROM steht, das BIOS selber ist ein 27C64A EPROM. Also könnte das auch zu meiner Theorie passen, dass das schon ein Little-Big BIOS ist... was eben auch für Industrieanwendungen steht. Ich glaube nicht, dass 256 kBit EPROMS Standard waren...

Da könnte ich mir das schon vorstellen, das speziell 8-Bittige Industrieanlagen eben mit solchen "sehr" stabilen Systemen laufen. Und wenn ich mir mein Board so anschaue muss das einfach ein Industrieboard sein, auch dadurch, das sehr wenige Elkos verbaut sind, wo dadurch die Fehlerquelle fällt. Und mich würde es auch nicht wundern, wenn 8-Bit Controllerkarten eben zu Mondpreisen "verhökert" werden, aber nur an Personen, die sich mit Protokollen und Systemen überhaupt nicht auskennen. Ich mein, es gibt ja die XTIDE und man muss nur die "Eigene Röhre" im Netz fragen und schon hat man das, was man braucht.

Wegen meiner Selbstbau-Trident:

Ich werde das versuchen ja. Sehr problematisch wird der QFP (Quad Flat Packaged) Chip zum Löten sein, ... Böse Zungen behaupten, viel Flux und eine breite Spitze mit schnellem Durchziehen sollen Wunder vollbringen. Am schwierigsten wird die Ausrichtung sein. Mal sehen was ich da mach. Die fertige Grundplatine habe ich ja schon hier. Und eigentlich läuft die OAK VGA super und einwandfrei im 8-Bit Slot (512k)... Schauen wir mal :)

Wegen der Verwaltung mit DEBUG.EXE: Ja, da hast du ungefähr Recht aber es ist nicht richtig:
Damit man ein BIOS überhaupt ansprechen kann, muss das jeweilige BIOS im System eingeblendet sein. Sprich sein Microcode muss im System sein. Wenn kein BIOS bei der speziellen Adresse, z.B. C800 ist, kann auch nicht zugegriffen werden.

Ja, deswegen eben meine Threads zwecks Entwicklung :)

@Daryl_Dixon:

Genau SO sieht das nämlich aus (TM) und XT-Systeme sind wirklich sehr selten, das stimmt. Aber was macht man nicht alles, wenn man selber der Assimilator ist und eben wie ein Alien oder Zombie alles in sich hineinsaugt :mrgreen: Man darf nur nicht zum Messie werden...

Röhren müssen einfach sein...

@nicetux:
Hast PN :-)

@matze79:

Noch nicht, Auflösung im nächsten Update ;-)

Gruß
Darius
 

Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon matze79 » Sa 9. Jan 2016, 12:21

Wenn ja bescheid geben, will das PCB auch :)
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Sa 9. Jan 2016, 12:31

So,

es geht natürlich weiter. Und Bilder sprechen bekanntlich mehr wie Worte, so kommen nun ein paar "unfertige" Bilder.
Und natürlich zeige ich euch nicht das komplette Gehäuse. Dies wird erst geschehen, wenn ich mit dem "Setup" soweit fertig bin.

Hier das XT-Gehäuse (ohne Deckel) und mit meinem wunderschönen 360 kB 5,25" Teac Diskettenlaufwerk:
Bild
(Mir war hier Authentizität wichtig, denn ein XT gehört nur in einen XT Gehäuse. Und da ich wieder mal Glück hatte und mein 286er-10 Fund in dem Gehäuse verbaut war, was eigentlich ein XT Gehäuse ist MUSS ein XT wieder zurück :-) Die AT-Platine wurde geputzt und funktionsfähig in Antistatikhülle gepackt)

Hier die Draufsicht:
Bild
(Das XT Mainboard ist soooooooooooooooo winzig !!! Schaut euch mal das Volumen des Desktop-Gehäuses an !!! Da könnte man fast ein "Dual-Core" System bauen :mrgreen:)

Und wie ihr alle wisst, habe ich ja meine Sound Blaster 2.0 in meinem schönen Compaq SLT 286-12 verbaut und die bleibt auch incl. CMS drin.
Aber da ich wieder mal Glück hatte und eine zweite (!) Sound Blaster 2.0 für wenig Kies bekommen habe, und eben die große Frage bestand, welche Version es ist, ob man wieder CMS nachrüsten könnte, hier die Auflösung:
Bild
(CT1336A - Somit nicht CMS Upgradefähig - Ist aber überhaupt nicht schlimm, da ich ja schon eine CMS Karte habe und ich denke, dass CMS im 286er besser aufgehoben ist)

Ich finde, SO muss das einfach sein:
Bild
(Momentan steckt hier noch die Winchester-Controllerkarte mit Floppyport drin. Mal sehen was passiert, wenn ich eine Goldstar Prime 2C reinstecke - Da die ja I/O und Floppy hat -IDE läuft nicht da wahrscheinlich im 16 Bit Teil und ohne IDE Bios no way - Spare ich mir die 8-Bit COM/LPT Controllerkarte - Wenn alles klappt)

Und hier der Smoke-Test (TM):
Bild
(Super und einwandfrei...)

Am besten wäre nochmal ein 720 kB 5,25" Diskettenlaufwerk. Mal sehen was passiert, wenn ich ein Sony HD Floppy an den Prime 2C stecke und eine DD Diskette einlege. Theoretisch, so habe ich das auch bei meinem Schneider CPC 6128 gemacht - Hab ein HD Floppy auf DD Hardcodiert - Sprich die HD Diskettenerkennung entfernt, sodass man DD und HD Disketten als DD formatieren kann, womit ich überhaupt keine Probleme bis jetzt hatte - Natürlich hat ein DD Schreibstrom auf einem HD Medium nicht die 100%ige Signalstärke und man muss wissen, dass durch die geringere Magnetisierung irgendwann mal Datenverlust eintreten kann, aber bis jetzt waren noch alle lesbar :-)

Und auch noch ein wichtiger Hinweis:
Auch wenn man viele 5,25" HD-Diskettenlaufwerke hat, die HD und DD lesen und beschreiben können, können DD-Formatierte 5,25" Disketten NICHT in einem reinen 360 kB DD-5,25" Diskettenlaufwerk gelesen werden! Die 5,25 HD-Laufwerke haben nicht die Kopfbreite, um damit 100%ig die Spuren zu beschreiben, dazu ist ein reines DD 5,25" Diskettenlaufwerk vonnöten. Lesend können alle DD Disketten in HD Laufwerken gelesen werden, kein Problem. Aber DD Disks in HD Laufwerken zu Formatieren/Schreiben , ist nicht.

Bei 3,5" HD Diskettenlaufwerken ist das Problem nicht vorhanden. Hier können DD und HD Disketten ohne Probleme beschrieben und gelesen werden, ohne dass man sich um die Spurdicke bei den 5,25" HD Diskettenlaufwerken Sorgen machen muss.

Also was braucht man als DOSianer natürlich, damit das 5,25" DD Laufwerksproblem nicht auftritt? Entweder ein zweites 360 kB DD-5,25" Diskettenlaufwerk oder ein 720 kB DD 3,5" Diskettenlaufwerk, um von 3,5" auf 5,25" schreiben zu können.

Also viel zu Basteln und zu Testen jetzt ich hab :mrgreen:

Gruß
Darius
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Dosenware » Sa 9. Jan 2016, 12:48

Hmm, ein Dualcore 8088 System.... wäre doch was.

mit HD-Laufwerken beschriebene DD-Disketten: vor dem formatieren schön mit dem Magneten drüber, dann sollte das gehen - zumindest hat sich mein KC 85/4 nicht beschwert...

Und du hast doch nicht wirklich vor eine TVGA8900 zu zerlegen um an den Chip zu kommen?
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Sa 9. Jan 2016, 12:52

So,

da mir natürlich die Stromversorgung des Systems "sehr" am Herzen liegt und ich nicht durch einen Stromstoß in die Jagdgründe geschickt
werden möchte (Übrigens dasselbe gilt auch für das schöne Mainboard) gilt für mich die Begutachtung des AT/XT Netzteiles. Das Gute ist
schon mal, dass es ein Seasonic Netzteil ist, und laut Typenbezeichnung (wie treffend) scheint es ein Industrie-Netzteil zu sein. Somit
passt das auch schon mal zum Gehäuse :cheesygrin:

Hier das Full-Size Netzteil im ausgebauten und ungereinigten Zustand:
Bild

Hier das Full-Size Netzteil im geöffneten und ungereinigten Zustand:
(Achtung! Hochspannung! Lebensgefahr! Wer nicht weiß wie man Elkos entladet macht am Besten garnichts am Netzteil!)
Bild

Hier das Full-Size Netzteil im geöffneten und mit Pressluft gereinigten Zustand:
Bild
(Man beachte die sauber aufgebaute Netzteiltechnik und man beachte die "Made in Japan" beschrifteten Primär-Elkos! Das nenne ich mal Qualität und alle Elkos laut Sichtprüfung fast wie neu!)

Und schaut euch mal den ausgezeichneten 80er Netzteillüfter an! Das nenne ich mal ein Qualitäts-Bauteil! Das ist ein Industrie-Lüfter! Der hat noch ein Stahl-Kugellager in der Mitte und zwar durchgehend! Das Plastik ist auf der Welle nur gesteckt!):
Bild

Ich glaube, am Netzteil muss ich keine Elkos tauschen und belasse diese wohl. Irgendwann mal werde ich hier auch mal alles erneuern aber ich denke mit der Sichtprüfung brauche ich mich um die Stabilität des Netzteils keine Sorgen machen.

Weiteres dann im nächsten Update.

Gruß
Darius
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Re: Nächstes DOSen-Projekt: TD-20 Turbo XT System

Beitragvon Darius » Sa 9. Jan 2016, 12:55

@Dosenware:

Du wirst von meiner Warte aus gesehen keine Bauteile oder Karten im "Funktionsfähigen" Zustand im geschlachteten "Zustand" sehen. Das ist nicht mit meinem Gewissen vereinbar.
Den TVGA8900i Chip werde ich irgendwann aus China einschiffen lassen, keine Angst :-)

Ah! Also muss ich mit einem starken Magneten die DD Disketten bearbeiten, damit ein HD Laufwerk die DDs korrekt beschreibt ? Hmm... klingt fast bisschen logisch, vielleicht wegen der Spurüberlagerung ? Hmm irgendwo müsste ich zwei Festplattenmagnete haben, aber die werde ich sicherlich nicht zusammentun, denn das bringt man nicht mehr auseinander oder eben die Disk ist zerquetscht. Ob eine Magnethälfte ausreicht ?

Gruß
Darius
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