eine interessante DOS-GUI

DOS-Konfiguration, Anwendungen, Treiber und TSRs
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eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » So 4. Feb 2018, 19:45

Hier ist eine äußerst interessante DOS GUI:

http://gcoe.sourceforge.net/

GCOE G2 is a compact, portable, multitasking PC environment with an attractive windowing graphical front end. GCOE was started in late 1998 by 13 year old Shea Rial as an attempt to learn as much as possible about the internal architecture of an operating system by writing one of his own. Not knowing any better, he began writing it in the antiquated Microsoft QuickBasic 7.1 programming language.
...
Starting completely from scratch, with less then 2 years of programming experience, he had a working multitasking GUI based windowing prototype completed in less then 7 months.
from the base 640k of memory.
Technically, GCOE G2 is not an operating system because it is initialized by DOS, FreeDOS, or DR-DOS and uses calls to the underlying DOS layer to access the filesystem. However, Windows 3.1, 95, and 98 also used similar techniques in interfacing with DOS, but where called Operating Systems. What to call it? You make the choice.
I recently was able to talk to the developer and ask him a few questions. I was given permission to include his statements on linked page.


Der Autor ist kontaktierbar, so ist diese GUI keine Abandonware. Sie wird, wie ich das aus den Ausführungen auf der Webseite des Autors heraus gelesen habe, noch aktiv weiter entwickelt. Der Schreenshot sieht schon mal klasse aus.

Wie ja auch so manche Abandonware GUI zeigt, die noch immer in den Tiefen des Internet rumgeistert, gabe es zweifelsfrei schon zu DOS Zeiten auch grafische Oberflächen, wie sie heute mit Windows selbstverständlich sind.
Die hier vorgestelte GUI ist allerdings definitiv keine Abandonware. Der Autor ist erreichbar und entwickelt die GUI aktiv weiter und hat sie auf Sourceforge zum Download frei gegeben.

Und auf der Seite prangt das Logo "Designed for FREEDOS".
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » So 4. Feb 2018, 21:48

Bitte in das für Ankündigungen vorgesehene Forum "Ankündigungen und Neuigkeiten" verschieben, falls hier unpassend! Danke!
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon FGB » Fr 9. Feb 2018, 21:45

Sehe ich das richtig, oder bietet dieses GUI nicht viel mehr als einen Texteditor und Dateimanager?
go32 hat geschrieben:Der Autor ist kontaktierbar, so ist diese GUI keine Abandonware. Sie wird, wie ich das aus den Ausführungen auf der Webseite des Autors heraus gelesen habe, noch aktiv weiter entwickelt. Der Schreenshot sieht schon mal klasse aus.

go32, eine Bitte an dich: Lies einmal quer, was Abandonware ist und was nicht. Du wirst dann feststellen, dass es kein einziges, wirklich zwingend qualifizierendes Merkmal dafür gibt, jenseits eines gewissen "Alters" der Software. Die "Kontaktierbarkeit" des Urhebers indes ist gewiss kein qualifizierendes Merkmal [dagegen].

Die Begriffsdefinition "Abandonware" ist völlig willkürlich und die Suggestion, dass sich dahinter etwas "Legales" weil "Altes" verbirgt, ist Blödsinn, denn es gelten länderspezifische Urheberrechte. Was in Land XY legal ist, kann in Land Z dann schon wieder verboten sein.

Bei uns ist es so, dass es ein Fortbestehen des Urheberrechts gibt, auch nach Abwicklung ehemaliger Entwicklerfirmen. Dabei
kann es auch sein, dass Rechteinhaber nicht ident mit den Firmen sind, die gewisse Software vertrieben haben. Es bedarf also einer präzisen Nachforschung, die oftmals sehr schwer ist. Im Zweifelsfall ist daher hier bei uns in Deutschland alles urheberrechtlich geschützt, was nicht explizit freigegeben wurde - und zwar nicht von Abandonware-Warez-Seiten, sondern von den jeweiligen, tatsächlichen Rechteinhabern.
Meine Sammlung zeige ich in meiner Hardware Gallery: AmoRetro.de.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Di 13. Feb 2018, 11:23

Ist Sourceforge auch so eine illegale Webseite?

Von dort habe ich die GCOE G" Dos GUI!

Suchbegriff in Bing.com -> "gcoe g2"

Gleich der erste Link führt auf die Sourceforge Seite.

Und der Autor ist wie schon gesagt sogar kontaktierbar, der könnte also auch zu lizenzrechtlichen Fragen um Auskunft ersucht werden.

Heutige Rechner können GUI! Auch DOS Rechner, auch die haben heutzutage mehr als genug RAM dafür!
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Di 13. Feb 2018, 11:29

FGB fragt:

Sehe ich das richtig, oder bietet dieses GUI nicht viel mehr als einen Texteditor und Dateimanager?

==================================================================

Leider ist es mir heute nicht gelungen, die GUI zum Laufen zu kriegen. Irgendwas klappt da noch nicht. Der Schreenshot sieht aber gut aus. Kann aber durchaus sein, dass wirklich nur ein Texteditor und ein Dateimanager als sinnvolle Programme da eingebaut sind. Immerhin ist die GUI ja noch in Entwicklung.

Kann auch sein, dass ich die eigentliche GUI erst noch mit QBasic, der Entwickerprogrammiersprache übersetzen muss, um sie nutzen zu können. Muss mich also erst mal gründlich damit beschäftigen.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon Andy Dee » Di 13. Feb 2018, 18:55

go32 hat geschrieben:Sie wird, wie ich das aus den Ausführungen auf der Webseite des Autors heraus gelesen habe, noch aktiv weiter entwickelt. Der Schreenshot sieht schon mal klasse aus.
Hm, die letzten Regungen auf der Seite scheinen aus dem März 2004 zu stammen.
Weiterentwickelt wird da nix und auch das Feedback war einst sehr mager (siehe das dortige Forum):
Christopher L. Parker
Christopher L. Parker - 2004-03-03

Very Interesting.

Rogan Shea Trevor Rial
Rogan Shea Trevor Rial - 2004-03-15

Wow. You are like... the only person who has posted.

Christopher L. Parker
Christopher L. Parker - 2004-03-18

Yes. I am the only one who has posted so it seems, but what I can see from the g2 page your project looks very promising. I can already tell that its going to become popular soon.
Anonymous - 2004-04-03

Hello, it is long since GCOE G2 was updated... any news?

Schade, aber 2004 waren wohl die Mainstream-Interessen bereits ganz woanders...
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Do 15. Feb 2018, 12:23

Ich werde auf jeden Fall mal versuchen, die GUI mit QBasic Compiler zu übersetzen und zum Laufen zu kriegen. Sollte das gelingen, stelle ich sie hier vor.

Da werden X-fach GUI-s für Windows entwickelt. Deren Fenster dann genau so aussehen wie die Standard Fenster von Windows.

Bloß für DOS, wo eine GUI wirklich Sinn ergeben würde oder für eine GUI mit anderem Fensterstil macht keiner was.

Letzteres würde unter Windows wenigstens noch Sinn machen. Andere Skins. In Linux wähle ich den mir genhmen Fenstermanager unter Windows könnte ich dann so eine alternative GUI verwenden. Ideal wäre ein alternativer Explorer, der dann als eigener Fenstermanager fungiert. Schließlich ist ja das Windows API vollständig dokumentiert.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon Andy Dee » Do 15. Feb 2018, 22:48

Hm, ich finde eine effektive und Nutzersensitive TUI gar noch interessanter.

Ideal wäre in meinen Augen ein System, welches sowohl als TUI als auch als GUI ein kompfortables Arbeitsumfeld böte.

Weiß wer, ob es die Future.bi, die für die Entwicklung verwendet wurde, in ihren Quellen frei verfügbar - und somit ggf. erweiterbar/portierbar - ist?
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Fr 16. Feb 2018, 10:19

TUI gefällt mir optisch nicht. Zumal ja GUI immer mehr ausgedünnt wird, während das Textmode und Kommandozeilenzeug erhalten bleibt. Für GUI muss man dann doch wieder Geld bezahlen und das nicht zu knapp.

Ich beschäftige mich aktuell mit Geoworks Ensemble.

Ist zwar beeindruckend, was da mit TUI an Bedienkomfort plötzlich möglich ist, alles im Textmode, aber heutige Rechner können mehr. Freepascal braucht mindestens 8MByte RAM um optimal zu funktionieren, besser 16MByte. Genug RAM um darauf eine performate GUI laufen zu lassen. Windows 3.11 lief mit 16MByte RAM damals richtig gut und da ist nicht nur die GUI drin, das kommen noch die innerhalb Windows mitgelieferten Anwendungen, der Internetzugriff, die Multitasking-Umgebung, der dynamische Datenaustausch zwischen mehreren Windows Anwendungen, .... dazu, was alles ordentlich RAM benötigt. Den Bedienkomfort erkauft man sich halt mit höherem Speicherbedarf. Das mag bei der Markteinführung von Windows ein Problem gewesen sein, ich hatte damals einen 80286 Rechner, Taktfrequenz 12 MHz, 1 MByte RAM. Da war Windows 3.0 keine Freude. Später Cyrix 686, Takt 120 MHz, 32MByte RAM, Windows 95. Das lief da schon recht flüssig. Um 2000 dann Athlon Prozessor Takt 1GHZ, 512MByte RAM, Windows 98SE, später WinXP, lief optimal. Seit 2 Jahren Doppelkernprozessor 2x 3GHZ, 4GByte RAM. Win10, Update von Win7. Da will ich auf GUI nicht mehr verzichten.

Egal was da historisch so gelaufen ist. Parallel GUI und Textmode und alte aber gut gewesene Kommandozeilenprogramme OK, dann aber die historischen Meilensteine. Da müsste man die DOS Versionen passend sammeln, diejenigen mit den entscheidenden Neuerungen. DOS 3.3, mein erstes DOS kannte zum Beispiel noch kein DoubleSpace. Damit konnte man das Dateisystem auf den halben Platzbedarf komprimieren. Da wäre dann heute genau die DOS Version interessant, die erstmalig DoubleSpace mit an Bord hatte. Ich habe früher mit Turbo Pascal programmiert. Turbo Pascal 3.0.1. DDR Raubkopie. Borland hatte zur Wendezeit straffreie Registrierung angeboten. Ich habe dann später Turbo Pascal 7.0 legal gekauft. Turbo Pascal 4.0 hat das Unit Konzept eingeführt. Nun konnte man Programmteile vorkompilieren und in anderen Programmen wiederverwenden. Version 3 konnte das noch nicht, da musste man Include-Dateien hierfür verwenden. Wahnsinn der Sprung. Turbo Vision! Hatte vorher ein ganzes Jahr lang an einem eigenen Texteditor programmiert. Funktionierte alles (Scroll <hoch, tief, links, rechts>, Text einfügen und löschen) aber Text markieren um ihn woanders hin zu kopieren ging noch nicht. Dann Turbo Vision. 3 Zeilen und ich hatte einen kompletten Texteditor der alles konnte! Irre. Aber auch das ist nicht so gut das man es nicht noch besser machen könnte. Die Grafikfähigkeit hat gefehlt. Es gibt aber auf Sourceforge Graphic Vision von Matthias Köppe und die kommerzielle Version von Jason Burgon, die ich auch besitze. Letzterer wollte einst sein Graphic Vision nach Freepascal portieren, ist aber nicht mehr erreichbar. Ich hatte die Idee, eine Turbo Pascal IDE, gerne auch eine für andere gängige oder historische Programmiersprachen zu schreiben und ihm die dann kostenlos zukommen zu lassen. Er hat mir sein Graphic Vision, da er es offiziell nicht mehr vertreibt, kostenlos überlassen. Leider weiß ich nicht, was der heute macht, ob er noch programmiert. Wenn ja, könnte man ihm andere Software schreiben, die er für seine Arbeit braucht. Die Community hier könnte so dann Software schreiben, die er mit der offiziellen Freigabe seiner Graphic Vision bezahlt.

Turbo Vision und Graphic Vision sind jedenfalls auch solche Meilensteine der Softwareentwicklung. Aber eben dann auch Graphic Vision, nicht wieder nur die Textmode Version.

Dann kommen die Windows Versionen.

Wordstar kannte keine Funktion Seitenansicht. Da hat man auf gut Glück sein Papier verdruckt.

MS Word hatte dann die begehrte Funktion Seitenansicht, mit der man sich das Druckbild vorher anschauen konnte, bevor man sinnlos Papier verbraucht.

Da könnte man für ein Computermuseum so einiges sammeln. Ich würde da auf solche Meilensteine der Entwicklung abstellen. Bei der Hardware ebenso.

Ich bin jedenfalls auch stolz drauf, den Org- Und Schreibautomaten (Lochbandleser- und Stanzer mit angeschlossener elektronischer Schreibmaschine) und die gesamte Großrechentechnik noch in Aktion erlebt zu haben.



Ich könnte besser mit Deiner Einstellung TUI und GUI parallel vor zu halten besser umgehen, wenn GUI wirklich gleichberechtigt daneben stünde.

Seal ist nur die nackte GUI ohne sinnvolle Anwendungen, sieht aber sehr ansprechend aus. Ozone ebenso. Die Anwendungen felen halt. OpenGEM sieht zu altmodisch aus. AUf der Freedos Seite gibt es einen TUI Applikationsdesigner, aber keinen GUI Designer für DOS.

Solange aber die GUI so stiefmütterlich behandelt wird, schlage ich mich auf die andere Seite, auf die der GUI Anhänger.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon Andy Dee » Sa 17. Feb 2018, 02:31

Weshalb ich eine hochflexible TUI favorisiere ist die Möglichkeit, ein solches Programm unter Linux in DosEmu ohne das X-System laufen lassen zu können.

TUI zwingt einen - glaube ich - mehr, sich auf Elementares zu beschränken. Beispielsweise kann ein Fenster nicht verkleinert werden, da ja die kleinste Einheit nicht ein Pixel ist sondern eine statische Gruppe von Bild0unkten, organisiert vom BIOS.

Luxuriöser wird vermutlich eine GUI erscheinen.

Reduktion auf das Wesentliche bewegt mich seit einiger Zeit...

Was Ressourcen angeht: Ich verwende PowerBASIC 3.5, was 640 kb RAM benötigt. Vom Stand der Möglichkeiten kann dieses FreePascal wohl kaum das Wasser reichen.
Aber die benötigten Systemvorraussetzungen machen diesen Nachteil in meinen Augen wieder wett.

Und bei Bedarf kann mit internem und externen Assambler nachgebessert werden...

Wäre ich im grafischen Bereich begabter, wäre ich da wohl auch enthusiastischer... ;)
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Sa 17. Feb 2018, 14:40

Andy Dee hat geschrieben:Weshalb ich eine hochflexible TUI favorisiere ist die Möglichkeit, ein solches Programm unter Linux in DosEmu ohne das X-System laufen lassen zu können.

Andy Dee hat geschrieben:TUI zwingt einen - glaube ich - mehr, sich auf Elementares zu beschränken. Beispielsweise kann ein Fenster nicht verkleinert werden, da ja die kleinste Einheit nicht ein Pixel ist sondern eine statische Gruppe von Bild0unkten, organisiert vom BIOS.


Nicht unbedingt. In Turbo Vision, resp. Free Vision konnten die Fenster genau so verschoben vergrößert und verkleinert werden, wie wir das heute kennen. War da ein Fenster vor einen unbedingt vor Programmeinsatz zu lesenden Text geraten, konnte man es zur Seite schieben, ganz genau so wie unter GUI.

Auch der aktuelle Ubuntu Desktop ist minimalistisch, beschränkt sich so "auf das waesentliche". Ich will aber Bedienkomfort, wie ihn Windows aber auch Geos, Breadbox Ensemle, KDE, Gnome, XFCE-Desktop bieten. Heutige Rechner können das. Ab 80386 läuft auch Breadbox performant genug oder Desqview/X. Heutige DOS Rechner auch hier im Forum haben mehr als genug RAM für eine performante GUI installiert. Verkauft werden alte VOBIS PCs heute ab 128 MByte RAM. Ich bin sicher, dass die hiesigen Retro Fans auch so viel RAM in ihren Retro MAschinen eingebaut haben. Mehr als genug für performante GUI.

Andy Dee hat geschrieben:Luxuriöser wird vermutlich eine GUI erscheinen.


Auf jeden Fall!

Andy Dee hat geschrieben:Reduktion auf das Wesentliche bewegt mich seit einiger Zeit...


Dann Blackbox für Linux oder der aktuelle Ubuntu Desktop. Oder andere, die minimalistischer sind als KDE oder Gnome.

Andy Dee hat geschrieben:Was Ressourcen angeht: Ich verwende PowerBASIC 3.5, was 640 kb RAM benötigt. Vom Stand der Möglichkeiten kann dieses FreePascal wohl kaum das Wasser reichen.


Richtig, da kommt Freepascal nicht mit.

Andy Dee hat geschrieben:Aber die benötigten Systemvorraussetzungen machen diesen Nachteil in meinen Augen wieder wett.


Wenn man den möglichen Komfort nutzt, dann ja. In Freepascal die LCL von Lazarus, um damit Windows GUI Programme zu schreiben. Eine LCL für DOS wäre klasse, da brauchte man für DOS nicht extra umlernen.

Aber Freepascal krankt auch an fehlender Abwärtskompatibilität. Alte Grafikprogramme lassen sich auf neueren Freepascal Compilern nicht mehr übersetzen. Die ersten Freepascalversionen haben das noch gekonnt und sogar den 16Bit Assemblercode kortrekt in sein 32 Bit Pendant übersetzt. Die aus der Turbo Pascal Zeit wirklich guten Grafikbibliotheken waren damit portabel. Dies klappt schon seit Jahren nicht mehr. Und das nervt mich gewaltig. Das Textmodezeug funktioniert schließlich auch, nur Grafik nicht. Nur ganz wenige Grafikibliotheken, lassen sich so noch mit Freepascal nutzen. Und DJGPP und der go32 DOS Extender (cwsdpmi.exe) erlaubt keine DLLs. Mit Dlls könnte man hier einiges an Entwickling vereinfachen. DAs aber will das DJGPP Team nicht. Bei Single Tasking sollten doch aber dlls kein Problem sein.

Andy Dee hat geschrieben:Und bei Bedarf kann mit internem und externen Assambler nachgebessert werden...


Das geht bei Grafik auch.

Andy Dee hat geschrieben:Wäre ich im grafischen Bereich begabter, wäre ich da wohl auch enthusiastischer... ;)


Ich befasse mich derzeit mit dem Windows API. Ich versuche da, einige Funktionen nachzubauen, mit DOS Grafik. Freepascal bietet die Graph Unit an, die es funktionengleich auch in Turbo Pascal gab. Unter Linux muss dazu die svgalib installiert sein, die wohl auch noch richtig schnell ist, sogar für Entwicklung von Spielen geegnet. Wenn ich es schaffe da ein Miniwindows auf DOS Basis zu bauen, dann steht eine GUI Bibliothek zur Verfügung, mit der DOS GUI Programme auf Windows API Basis erstellt werden können. Zudem gibt es hierzu die OpenSource Bibliothek HXDOS von Japth, die auch eine wenn auch sehr bescheidene GDI Unterstützung bietet. Damit sollte sich ein DOS Extender schaffen lassen, der auch Windows GDI unterstützt.

Der absolute Traum wäre dann ein Lazarus für DOS oder die mseide für DOS, die es für Windoes und Linus hier gibt:

http://msegui.com/

Die IDE davon dann so umbauen, dass sie auch in DOS läuft.
(Bereitstellung einer Bibliothek für DOS, welche nur die von dieser IDE auch aufgerufenen Windows API Funktionen enthält.)

Für Dateizugriffe gibt es natürlich auch noch nachzubauende Windows API Funktionen.

Lazarus ruft inzwischen schon zu viele Win-API Funktionen auf. Da brauchte ich eine ältere Version, die noch nicht so viele Windows API Funktionen nutzt.

Damit wäre dann die Entwicklung von GUI Programmen möglich, die auf DOS oder eben auf der Linux Konsole ohne XServer laufen. Dann halt als Einzelanwendungen.

Das aber sollte angesichts Windows und XServer kein Problem sein.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon Andy Dee » So 18. Feb 2018, 21:45

Mit verkleinern von Fenstern meine ich eine maßstabsgetreue Verkleinerung bis hin zu einer Miniaturansicht...

Was Du schreibst klingt nach einem Menge Arbeit. Mir langt schon das wenige TUI-Gefummel, was mit Arbeit und Familie durchaus gerade ein kümmerliches, sporadisches Nischendasein führt...

Ich nutze auf meinem Desktop LXDE, auf dem Netbook IceWM und auf dem Laptop i3.

Zum Programmieren verwende ich als "Hilfeanzeiger" gerne links2 zum Darstellen von Texten, Interrupt-Beschreibungen oder Ähnlichem...

Grafik unter Linux auf der Konsole laufen lassen - habe ich Dich da richtig verstanden? Das wäre ja spektakulär... ;)

Mal schauen, was Dir da gelingt...
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Mo 19. Feb 2018, 11:42

Andy Dee hat geschrieben:Mit verkleinern von Fenstern meine ich eine maßstabsgetreue Verkleinerung bis hin zu einer Miniaturansicht...


Ah, alles klar. Das Missverständnis resultiert aus der Tatsache, dass Windows Apps eine Mindestgröße haben, die nicht unterschritten werden kann. Auch wenn ich die App minimiere, bleibt mindestens ein Icon sichtbar.

Andy Dee hat geschrieben:Was Du schreibst klingt nach einem Menge Arbeit.


Ja, ist es auch. Wenn ich aber Lazarus oder mse oder eine andere RAD IDE für DOS neu eintwickeln würde, wäre das ungleich mehr Arbeit.

Und mit meiner Vorgehensweise lerne ich was über das Windows API. Dieses Wissen hilft mir dann später auch bei der Windows Progrmmierung. Würde ich mit DOS Bibliotheken eine neue GUI bauen, könnte ich das Wissen danach nicht unbedingt so weiter verwenden, von gewissen Grafik Grundlagen mal abgesehen.

Andy Dee hat geschrieben:Mir langt schon das wenige TUI-Gefummel, was mit Arbeit und Familie durchaus gerade ein kümmerliches, sporadisches Nischendasein führt...


Ich kenne Turbo Vision und da war auch ordentlich Arbeit, wenn man damit ein brauchbares Programm entwickeln wollte. Das ObjectPascal Design ist da schon wesentlich eleganter. Da hat man schneller erste Ergebnisse.

Andy Dee hat geschrieben:Ich nutze auf meinem Desktop LXDE, auf dem Netbook IceWM und auf dem Laptop i3.


Habe dazu mal gegoogelt. Schöne Desktops. IceWM kenne ich selber. LXDE noch nicht. Scheint aber denselben Bedienkomfort zu bieten wie Windows.

Andy Dee hat geschrieben:Zum Programmieren verwende ich als "Hilfeanzeiger" gerne links2 zum Darstellen von Texten, Interrupt-Beschreibungen oder Ähnlichem...


Ich bevorzuge Online Hilfe, noch besser auf dem lokalen Rechner gespeichert und mit F1 aufrufbar, möglichst kontextsensitiv. Noch besser sind Tutorials zur jeweiligen Komponente oder Softwarebibliothek, mit anschaulichen Einsatzbeispielen.

Andy Dee hat geschrieben:Grafik unter Linux auf der Konsole laufen lassen - habe ich Dich da richtig verstanden? Das wäre ja spektakulär... ;)


Ja, das hast Du genau richtig verstanden. Das ist mein Anliegen.

Andy Dee hat geschrieben:Mal schauen, was Dir da gelingt...


Ich bleibe dran. Danke!

Es gibt da noch die FpGUI von Graeme Geldenhui: http://fpgui.sourceforge.net/

Die dürfte zahlenmäßig schon mal bedeutend weniger Windows API Funktionen aufrufen als Lazarus, vielleicht aber noch mehr als mse. https://sourceforge.net/projects/mseide-msegui/

Kann natürlich sein, dass die QT Version von Lazarus wirklich nur diejenigen API Funktionen aufruft, die im Ordner ..\lazarus\lcl\Interfaces\qt in den Quellcodes aufgeführt sind. Das wäre der absolute Glücksfall. Bei der GTK Version bin ich mir da nicht so sicher. Auf jeden Fall dürfte mein Vorhaben mit der mseide einfacher werden.

Parallel dazu kümmere ich mich noch um PC GEOS. Das gibt es in mehreren Versionen und es gibt da auch Shaerware- und Testversionen.

Und Shareware darf ich ja weiter geben, damit die Software bekannt werde und dann um so mehr Käufer finde, die sich die dann gegen Entgelt zur Vollversion freischalten lassen.

Links dazu gibt es hier:
viewtopic.php?f=11&t=12049

Dort stelle ich PC/Geos vor

In PCGEOS ist ein App Designer analog zu Lazarus oder Delphi enthalten mit einer beachtlichen Anzahl Komponenten. Damit kann ich dann allerdings nur Programme für die GEOS Oberfläche bauen. Das basiert auf der Programmiersprache Basic.

Mein Vorhaben, mseide oder Lazarus oder die in der fpGUI eingebaute IDE mit GUI Designer für DOS zur Erstellung von grafischen Einzelanwendungen verfügbar zu machen, wird damit also nicht obsolet.
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon FGB » Mo 19. Feb 2018, 15:52

go32 hat geschrieben:Ist Sourceforge auch so eine illegale Webseite?

Von dort habe ich die GCOE G" Dos GUI!

Suchbegriff in Bing.com -> "gcoe g2"

Gleich der erste Link führt auf die Sourceforge Seite.

Und der Autor ist wie schon gesagt sogar kontaktierbar, der könnte also auch zu lizenzrechtlichen Fragen um Auskunft ersucht werden.

Heutige Rechner können GUI! Auch DOS Rechner, auch die haben heutzutage mehr als genug RAM dafür!


Sourceforge ist keine illegale Website. Dort stellen viele Autoren und Firmen ihre Software vor, dem Prinzip der Website folgend auch mit Quellcode und sauber geführten Versionshinweisen (Changelogs). Damit ist Sourceforge genau das Gegenteil von Websites, die unter dem Label "Abandonware" urheberrechtlich geschützte Software "anbieten".
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Re: eine interessante DOS-GUI

Beitragvon go32 » Mi 21. Feb 2018, 09:30

Somit ist auch GCOE Dos GUI legal. Mehr wollte ich auch nicht gesagt haben.

Gut, dass es für DOS noch GUIs gibt. Heutige Rechner, auch in der DOS Szene, sollte das können bei dem heutigen Speicherausbau, der den damaligen ja doch um Längen übertrifft.

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