Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

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Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon M_AS_73 » Mo 7. Okt 2013, 11:38

Hallo, allerseits!

Hat man eine reale Chance, einen aktuellen Rechner mit DOS zu booten und das Betriebssystem so langsam laufen zu lassen, daß alte Dos-Programme und Spiele in der richtigen Geschwindigkeit laufen?

Bitte jetzt keine Lösung in Richtung Windows und DOS-Ersatz-Software……
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon Mystery » Mo 7. Okt 2013, 11:42

Du wirst spätestens bei DOS kompatibler Soundhardware scheitern, die ist bei modernen Systemen nämlich nicht mehr vorhanden.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon M_AS_73 » Mo 7. Okt 2013, 11:56

Vorgesehen sind Programme, die noch keine Soundkarte benötigen und die Geräusche noch über den Systemlautsprecher abgeben.

Also keine Soundkarte, stellt noch kein Problem dar...

Am wichtigsten ist, wie schon erwähnt, daß die Routinengeschwindigkeit soweit herab gesetzt werden kann, daß die Programme nicht viel zu schnell und somit unnutzbar ablaufen.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon drzeissler » Mo 7. Okt 2013, 12:21

so steigen alle ein, bevor sie den ersten echten retro-pc zusammenbauen.
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon S+M » Mo 7. Okt 2013, 15:59

M_AS_73 hat geschrieben:Vorgesehen sind Programme, die noch keine Soundkarte benötigen und die Geräusche noch über den Systemlautsprecher abgeben.

Also keine Soundkarte, stellt noch kein Problem dar...

Das stellt ein Problem dar, denn dann meinst du sooo alte Software (vor 1990), die einen soooo langsamen Prozessor braucht, dass selbst ein Pentium 1 schon zu schnell wäre :mrgreen: zumindest, wenn es sich um Spiele handelt ;)

Wenns nur um bestimmte Anwendungen geht, kannst du Glück haben und die machen auch auf schnellen Computern keine Probleme. Ich hatte z.b. auch mal ein DOS + Win3.11 auf meinem Pentium4 installiert, absolut ohne Probleme. Aber irgendwann möchte man mehr als nur ein par wenige Programme mit dem Speaker-Gekrächtze ausführen (manche neuen Boards haben das nicht mal mehr und wenn dann meist nur so ein mini-Lautsprecher, der wenig taugt).
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon Dekay » Mo 7. Okt 2013, 16:36

argl, wie kommt das hier rein... sorry!
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon DOSferatu » Mo 7. Okt 2013, 16:52

Auf zu neuen / zu schnellen Rechnern kann man doch irgendein Betriebssystem laufen lassen, DOSbox drauftun. DOSbox kann man entsprechend hoch-/runterregeln, um diese Geschwindigkeiten zu erreichen.
Dinge wie SLOWDOWN.EXE und GOSLOW.EXE u.ä. "Langsam-Macher" Programme (die sich in irgendwelche INTs einklinken) werden auf so superschnellen Rechnern, wie sie heute gebaut werden, wohl nicht mehr funktionieren.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon drzeissler » Mo 7. Okt 2013, 16:57

Für das was der Threadstarter vorhat, würde sich ein Schneider EuroPC empfehlen ;-)
Taktung wäre 4.77/9.75, PC-Beepser ist auch vorhanden, 3,5 DD und 5,25 DD Disks
wären (mit zusätzlichem externem 5,25" Floppy) auch möglich.

An sich ein top Gerät für den Anwendungszweck.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon matze79 » Mo 7. Okt 2013, 20:20

Zumal neue Boards meistens nur einen Piezo Beeper haben, der kläglich an diversen Ausgaben scheitert.
Wenn du keinen richtigen PC-Speaker mehr hast, wirst du ein unschönes Ergebniss erleben.
Natürlich haben wir nichts zu verbergen, dennoch machen wir auf dem Klo die Türe zu!
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon M_AS_73 » Di 8. Okt 2013, 09:23

Alte Spiele zum Laufen zu bringen, wäre lediglich ein Nebeneffekt. Hauptsache eine spezielle Steuersoftware für unsere alten Gerätschaften (die es wohl noch die nächsten 15 Jahre tun müssen) kann damit Kalibriert werden.

Ob der Speaker ein Quäaker wird, ist nebensächlich – Hauptsache die Software läuft so langsam, daß sie selbst mit sich mit kommt.

Derzeit gibt es immer Runtime-Error, da das Programm zu schnell arbeitet und oft schon Ergebnisse will, die es gerade erst ausrechnet.

Einige Emulatoren habe ich schon getestet – entweder läuft das Programm trotzdem zu schnell oder geht sofort auf Störung…
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon Mystery » Di 8. Okt 2013, 10:01

Es wäre interessant zu wissen für welche Hardware die Software ursprünglich konzipiert wurde.
Läuft sie selbst auf einem 286er schon zu schnell oder ist ein Pentium noch ausreichend?

Auch relevant: Steuersoftware für Geräte. Werden Anschlüsse benötigt, die bei modernen Systemen evtl. gar nicht mehr vorhanden sind?

Warum also keine zeitgemäße Hardware besorgen, die ohne Theater funktioniert? Weil sie zu alt ist? Bei korrekter Pflege (Gefahrenquellen sind primär eventuelle Schäden durch auslaufende Batterien und Ausfälle durch defekte Elkos) sollte auch alte Hardware lange lange halten.
Jetzt aktuelle Hardware ist in 10 Jahren auch wieder überaltert und die ist gegen solche Probleme auch nicht immun und dann muss man wieder nach einer Lösung suchen um NOCH schnellere Rechner mit neuen Anschlüssen kompatibel zu machen.

Je nach Anforderung der Software würde ich eher z.B. ein altes Thinkpad oder so empfehlen. Neue Bios Batterie rein, Akku entfernen (oder Ersatz besorgen, dann hat man quasi eine mini USV drin) und fertig.
Oder halt einen entsprechenden Rechner der passend für die Software ist. Solange nicht bereits ein 386er zu schnell ist, kann man auch "modernere" Hardware wie eine Super So7 Plattform verwenden mit einem runtergetakteten und Cachelosen K6-2. Da hat man dann etwas neuere Komponenten die vermutlich noch länger halten und vor allem billiger sind als ein 386er.

Wenn jetzt allerdings bereits alles über einem 8086er zu schnell sein sollte (was ich für relativ unwahrscheinlich halte), dann wird passende Hardware natürlich teuer und ist nicht sonderlich zuverlässig aufgrund des Alters.

Neuentwicklung der Steuersoftware für aktuelle Hardware steht vermutlich nicht zur Auswahl, das wäre auch eine Alternative falls sich keine gescheite Hardwarelösung finden lässt. Immerhin geht es um eine Investition für die nächsten 15 Jahre.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon drzeissler » Di 8. Okt 2013, 11:32

M_AS_73 hat geschrieben:Vorgesehen sind Programme, die noch keine Soundkarte benötigen und die Geräusche noch über den Systemlautsprecher abgeben. Also keine Soundkarte, stellt noch kein Problem dar...
Am wichtigsten ist, wie schon erwähnt, daß die Routinengeschwindigkeit soweit herab gesetzt werden kann, daß die Programme nicht viel zu schnell und somit unnutzbar ablaufen.


Da würde ich keine Experimente machen, die Zielmarke ist so klar definiert, da kann es nur eine Lösung für geben:

Alter XT mit Taktumschaltung: also EuroPC/XT, oder Amstrad PC1640/1512

http://de.wikipedia.org/wiki/Schneider_Euro_PC

Ich würde in diesem Fall den EuroXT empfehlen (gab es kürzlich mehrfach in der Bucht/Kleinanzeigen),
da der ne kleine Platte einfach bekommen kann, ggf. eine VGA Karte um alle Modi mit einem LCD (bis auf Hercules) abzudecken.

Der KO-Punkt ist halt, ob die Performance reicht. Der EuroXT kann ja hardwareseitig im Bios zwischen 4,77/7,xx/9,xx getaktet werden, wenn aber 9,xx zu langsam sind, dann muss es halt der 286er sein, auch bei dem kann die Geschwindigkeit im Bios verändert werden, aber so weit runter, wie bei dem XT geht die dann nicht. (8/10/12)

Doc
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon old fashioned » Fr 7. Nov 2014, 10:32

Hallo,
falls das Thema noch aktuell ist und dein DOS-Programm mit Turbo-Pascal kompiliert wurde, würde ich tppatch.exe empfehlen. Ich behelfe mich seit Jahren mit diesem praktischem Tool. Dieses Tool behebt den Runtime Error 200.
Wenn Du danach googelst, findest du zahlreiche Downloadmöglichkeiten.
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon drzeissler » Fr 7. Nov 2014, 11:08

...also, ganz ehrlich, wenn es um "classic-dos-Gaming" geht (also vor 1990/1991) dann kann die Antwort nur TANDY 1000 sein.
Es ist unglaublich wie gut da manche Sachen sind. Beim EuroPC habe ich CGA gehasst, beim TANDY liebe ich CGA.

Es gibt im übrigen auch Sachen, die ich nicht für möglich gehalten habe. Gestern am EuroPC testest. Selbst mit 4,77 läuft
das flüssig(ruckelfrei!) und es ist genial gemacht. Die Sources dazu gibt es auch. Es wird gerade darüber diskutiert, in wie
fern man bei einem 8086 mit 9.54 auch noch richtige Mucke integrierten kann.

Doc

http://bohemiq.scali.eu.org/CGADEMO.ZIP
https://www.pouet.net/topic.php?which=9939
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Re: Aktuellen Rechner zur "alten Krücke" machen - Wie ?

Beitragvon _Timo_ » Fr 7. Nov 2014, 11:49

Zitat: "...also, ganz ehrlich, wenn es um "classic-dos-Gaming" geht (also vor 1990/1991) dann kann die Antwort nur TANDY 1000 sein."

Tut es nicht. Es geht um eine alte Steuerungs-Software, schrieb er doch. Und warum nun ein nichtmal 100%ig PC-kompatibler Exot wie der Tandy 1000 DIE Antwort sein soll, erschließt sich mir nicht. Für die paar Spiele (hauptsächlich von Sierra), die die erweiterten Fähigkeiten des Tandy unterstützen, muss man sich sicher nicht so ein Teil zulegen. CGA Composite war für die damalige Zeit übrigens auch sehr cool, und das geht auch ohne Tandy. ;)

Jedenfalls, um die Frage mal - so wie sie gestellt wurde - zu beantworten: Im Prinzip kann ein moderner PC nach wie vor DOS booten. Zumindest alle, deren CPU-Kern kein Nehalem ist, denn der hat kein A20-Gate mehr und ist damit nicht mehr in der Lage, DOS auszuführen. Eine bootfähige DOS-Diskette kannst du direkt über Windows erstellen. Brauchst dazu beim Formatieren nur das entsprechende Häkchen setzen. Kannst übrigens auch sowas wie FreeDOS mittels Live-CD oder USB-Stick booten, ist im Grunde egal.

Zur Geschwindigkeit: Dazu solltest du zunächst im BIOS alle Caches (intern/extern bzw. L1 bis L3), Shadow-RAM und ähnliches abschalten. Das macht den PC schonmal deutlich langsamer. Je nach BIOS kannst du auch Waitstates für den RAM setzen (je höher, desto langsamer). Wenn das alles nicht reicht, gibt es noch das Tool Mo'Slo (http://www.hpaa.com/moslo/deluxe.asp), das unter DOS ausgeführt den PC noch weiter bremmst.
_Timo_
 

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