günstige Soundkarte für Retro-PC

Hier dürfen auch unregistrierte Gäste posten.

günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast123 » Di 8. Mai 2012, 20:23

guten Tag,

erst einmal: Ja ich weis, wie oft hier schon über Soundkarten diskutiert wurde ich ich habe die Suchfunktion benutzt und google natürlich auch ;-)

Einige Fragen konnte ich mir aber nicht oder nur bedingt beantworten. Und da ich schon öfters (auch über Soundkarten) hier mitgelesen habe, ist dies natürlich meine erste Anlaufstelle für meine Fragen.

"kurze" Einleitung:
Vor ca. 1/2 Jahr hab ich mir einen Retro-PC zugelegt (Pentium 2, taktbar von 133-ca.400Mhz)
Schnell merkte ich, dass ohne ISA-Soundkarte DOS-Spiele (vorallem unter DOS) nur bedingt Spaß machen, der Onboard-Sound (YAMAHA yh740) funktionierte natürlich unter DOS nicht :-(
Also legte ich mir (unwissend) eine ISA-Sound karte zu nach den Kriterien: spottbillig (1€), alt (soll ja alte Spiele/Standards unterstützen), und Adlib/SB-Pro kannte ich und hab darauf geachtet. Es wurde eine Aztech Galaxy 16.

Da ich besseren Sound wollte, was lag da näher als ein Synthie?
Und wo ist der billigste Synthie? richtig, SB-AWE32 und das wurde es dann auch.
Blöd nur: Die Karte war voll PnP (dummes konfig-tool), die Karte knackst wegen dem VIA-Chip und schlussendlich war da leider auch noch der Synthie unter Game-Port defekt :( also für die Tonne.

Tja, seitdem bin ich Creative noch mehr abgeneigt als zuvor schon. Meist kein OPL3 (sogar meine Aztech hat sowas), kein Synthie unter DOS (das software-Gepfusche kann man doch kaum so nennen?) und SB-Pro taugt auch nicht mal soviel wie bei der Konkurrenz (nur Mono), also von Creative halte ich nun erst recht nichts mehr.

Und nun zum Eigentlichen:
Bleibt die Frage nach alternativen...
Günstig soll es nach wie vor sein, es ist ein Hobby, es macht Spaß, aber mit einem Roland SCC macht es mir vermutlich nicht mehr Spaß ;) insofern für mich nur bedingt das Geld wert.

Was ich gerne hätte:
- Adlib
- Sb-Pro
- SB16?
- Synthie
alles was man halt zum DOS-gamen oder herumtesten gebrauchen kann.
Auch 2 Soundkarten wären möglich, die Aztech erschlägt ja zumindest schon mal Adlib und Sb-Pro (WSS hab ich mit ihr nicht hinbekommen)

Bisher hab ich unter anderem den ALS100 entdeckt, der so etwas ermöglichen könnte. Auch von CMI soll es Lösungen geben.
Und wie sieht es eig. mit einer Kombination aus OPL4 und OPL3-SAx aus? die hätte alles außer SB16?

Ich wüsste gerne mehr über Low-cost Lösungen, die einem auch alle Wünsche erfüllen und nicht den "Sammler-Aufpreis" haben ;)

schon mal Danke im Vorraus für eure Hilfe
gast123
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon Gast » Di 8. Mai 2012, 21:16

Mach den AWE32 nicht schlechter als er ist, viele DOS-Spiele unterstützen den EMU8K-Synthesizer direkt. Eine AWE64(Gold) klingt auch gar nicht so übel, kommt mit den meisten Spielen zurecht und ist immer noch günstig gebraucht zu haben. Der Synth ist halt nur nicht GeneralMIDI-kompatibel...
Wenn Du eine Wavetable-Karte willst, aber keine Creative-Karte, wird es schon schwieriger. Die EWS64-Karten von Terratec haben einen guten Synthesizer, der auch GM-kompatibel ist, außerdem SBPro und OPL3 (Nachbildung, klingt aber okay). Die -L und -XL-Varianten der EWS64 sind dazu noch WSS-kompatibel.
Karten mit ALS100 sind eher billig und die SB16-Kompatibilität reicht auch nur für 8-Bit-Samples. Einen Wavetable-Synth haben die nicht. ISA-Karten mit ESS-Chip (Audiodrive) sind vielleicht auch noch einen Blick wert. Um die CMedia-Karten würde ich hingegen einen *Riesen*-Bogen machen, die Dinger sind eigentlich nur eines: Schrott.
OPL4: ist abwärtskompatibel zum OPL3, ich habe nur eine Karte mit diesem Chip (Miro PCM12), habe die aber nie im SBPro-Modus zum Laufen bekommen. Der OPL4 klingt auch nicht besonders...
Eigentlich wäre für Dich eine einfache SBPro-kompatible Karte mit Waveblaster-Anschluss und einem Wavetable-Modul das Richtige, letzteres wird Dir aber vermutlich zu teuer sein. Schau mal nach einer EWS64 oder einer Terratec Maestro 32/96, die bekommt man noch relativ oft gebraucht und deswegen günstig.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
Gast
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon Gast » Di 8. Mai 2012, 21:49

[quote="Gast"]Mach den AWE32 nicht schlechter als er ist, viele DOS-Spiele unterstützen den EMU8K-Synthesizer direkt. Eine AWE64(Gold) klingt auch gar nicht so übel, kommt mit den meisten Spielen zurecht und ist immer noch günstig gebraucht zu haben. Der Synth ist halt nur nicht GeneralMIDI-kompatibel...[quote]
Ich habe gehört sie funktioniert auch nicht mit Spielen, welche Dos-Expander (Gw4Dos) benutzen?!
Ich hätte halt gerne auch unter DOS einen Synthie, der quasi universal einsetzbar ist ;)
Und die AWE32 scheiden alle aus, wegen dem knacken?! (oder gibt es wieder Modelle, die dieses nicht haben?)
Bei der AWE32 hat mich vorallem der Speicherausbau gereizt, der ist bei der Gold nur umständlich erweiterbar.
[quote]
Wenn Du eine Wavetable-Karte willst, aber keine Creative-Karte, wird es schon schwieriger. Die EWS64-Karten von Terratec haben einen guten Synthesizer, der auch GM-kompatibel ist, außerdem SBPro und OPL3 (Nachbildung, klingt aber okay). Die -L und -XL-Varianten der EWS64 sind dazu noch WSS-kompatibel.[/quote]
genau an eine Terratec EWS64-XL habe ich auch schon gedacht, kostet halt auch ihr Geld, aber bei der Karte bin ich mir wenigstens sicher, dass sie es Wert ist (bei alldem, was man mit ihr machen kann).
[quote]
Karten mit ALS100 sind eher billig und die SB16-Kompatibilität reicht auch nur für 8-Bit-Samples. Einen Wavetable-Synth haben die nicht. [/quote]
Eben doch, zumindest habe ich eine mit Wavetable gefunden ;) aber wenn der SB16 dort schon nicht viel taugt, dann ist sie auch nicht das Wahre...
[quote]ISA-Karten mit ESS-Chip (Audiodrive) sind vielleicht auch noch einen Blick wert. Um die CMedia-Karten würde ich hingegen einen *Riesen*-Bogen machen, die Dinger sind eigentlich nur eines: Schrott.
OPL4: ist abwärtskompatibel zum OPL3, ich habe nur eine Karte mit diesem Chip (Miro PCM12), habe die aber nie im SBPro-Modus zum Laufen bekommen. Der OPL4 klingt auch nicht besonders...[/quote]
interessant, die Miro-Karten werden sau teuer bei Ebay gehandelt, wenn sie dann so sind...
[quote]Eigentlich wäre für Dich eine einfache SBPro-kompatible Karte mit Waveblaster-Anschluss und einem Wavetable-Modul das Richtige[/quote]
vollkommen richtig, die Teile sind leider selten und übermäßig teuer, dafür kriegt man gleich eine Soundkarte mit integriertem Wavetable
[quote]Terratec Maestro 32/96[/quote]
Die Karte hat einen Bug bei Computern über 233Mhz? (oder war das eine andere?)
und sie hat den SAM9233 / CS9233 zu welchem ich folgendes gefunden habe:
"Crystal CS9233 require DOS initialisation for the MPU-401 to work in windows."

hast mir schon mal geholfen, danke! der ALS100 ist schon mal Geschichte...
Gast
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon drzeissler » Mi 9. Mai 2012, 13:37

ich rate dir sehr stark zu der kombination:

soundblaster pro + mt-32 über intelligente midi-karte. da kannst du selbst in alten kisten (286er) richtig was mit anfangen.
ich bin mit dieser kombination im 286er mit 12,5 mhz sehr zu frieden.
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
drzeissler
DOS-Gott
 
Beiträge: 3044
Registriert: Mo 8. Feb 2010, 16:59

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon philscomputerlab » Mi 9. Mai 2012, 14:49

Wenn du richtig guten sounds moechtest dann muss es schon Roland sein :)

Die Sound Blaster Pro 2 oder AWE64 Gold zusammen mit einer MPU401 Roland Karte + MT-32 und Sound Canvas ist sozusagen das Nonplusultra.
Benutzeravatar
philscomputerlab
DOS-Übermensch
 
Beiträge: 1275
Registriert: Fr 1. Okt 2010, 09:40
Wohnort: Australien

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast123 » Mi 9. Mai 2012, 15:32

eine orgniale Soundblaster Pro? -> teuer (10-20€?) und die alten Soundblaster sollen doch auch noch Rauschen? taugt sowas mehr als meine Aztech mit OPL3? (OPL3 = orginal Sb-Pro?!)

MT-32 passt nicht wirklich in den Bereich günstig? (also auf Ebay beendete Angebote wurden dafür alleine 50€ hingelegt)
zumal es an Rechner-Leistung nicht mangel (Pentium2). Noch dazu brauchte es zusätzlich auch noch die Karte für den intelligenten Modus...

Leider kann man hier als Gast nicht zitieren?
Ich wollte nochmal auf die Kombination OPL4 + OPL3-SAx zu sprechen kommen. Du (anderer Gast ;-) ) meintest ja du könntest den OPL3 aus dem OPL4 nicht nutzen, da hab ich bisher immer ähnliches gelesen (ganz zu schweigen von den Wavetables), allerdings hat ja schon der OPL3-SAx-Chip einen orginalen OPL3, somit ist die Kompatibilität des OPL4 hier egal?!
d.h. OPL4 + OPL3-SAx ergäbe orginal SB-Pro/SB/WSS + Synthie? (gibt's kombiniert auf einer Karte)

hm, die EWS 64XL steht preislich bei den Möglichkeiten außer Konkurrenz, wäre die OPL4+OPL3SAx-Karte nicht eine nette 2. Karte für vollwertigen Sb-Pro Sound und einen alternativen Synthie?
vollwertigen OPL3 könnte leider auch eine AWE64Gold nicht bieten...

Roland...also ehrlich, die Unterschiede zu anderen guten Synthies unter anderem auch dem auf der EWS64XL sind doch nicht gerade groß, oder? auch habe ich schon öfters gelesen, das DB50XG sei teils sogar besser?

interessant, dass hier für Creative und nicht für GUS geworben wird/wurde, sonst hab ich häufig Kombinationen von GUS+Roland als non plus ultra gehört...ABER: genau um non plus ultra geht es ja eig. gerade nicht, sondern um gutes Preis/Leistungs-Verhältnis :-) :-)
gast123
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon Doctor Creep » Mi 9. Mai 2012, 16:31

gast123 hat geschrieben:Roland...also ehrlich, die Unterschiede zu anderen guten Synthies unter anderem auch dem auf der EWS64XL sind doch nicht gerade groß, oder? auch habe ich schon öfters gelesen, das DB50XG sei teils sogar besser?

interessant, dass hier für Creative und nicht für GUS geworben wird/wurde, sonst hab ich häufig Kombinationen von GUS+Roland als non plus ultra gehört...ABER: genau um non plus ultra geht es ja eig. gerade nicht, sondern um gutes Preis/Leistungs-Verhältnis :-) :-)


Also ich hab ne GUS+LAPC-I (=MT-32) + SB + Roland SC-55 (=SCC-1).

Die DOS-Games sind halt auf Roland MT-32 bzw SC-55 ausgelegt, und klingen damit tatsächlich am besten. Ein (Audio)Clip sagt mehr als tausend Worte:

http://www.youtube.com/watch?v=ILA7OaEUmrI

Ansonsten siehe auch dieser Thread:

viewtopic.php?f=3&t=4297&p=13825

Die GUS ist für DOS-Demos natürlich #1 (ich sag nur 2nd Reality).

Stichwort Kosten: Ne Roland CM-300 (=SC-55 ohne Display) habe ich bei Ebay für um die 17 Euronen geschossen. Die klingt haargenau so:

http://www.youtube.com/watch?v=ILA7OaEUmrI&t=1m24s

Noch Fragen? ;)

Doc
Benutzeravatar
Doctor Creep
DOS-Guru
 
Beiträge: 970
Registriert: Di 27. Jan 2009, 19:33

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast123 » Mi 9. Mai 2012, 17:03

in dem einen Thread (von dir gepostet) wird wieder das DB50XG auf eine Stufe mit Roland gestellt...also 50€ find ich schon happig für ein Retro-Hobby, so oft benutz ich das Teil ja auch nicht ;-) soll nur besser klingen wie reiner SB-Pro und Samples in den Ram laden fide ich einfach...nennen wir es "interessant" :-) also bleibts wohl bei einer EWS 64 XL, von Roland ist ja nichts unter 30€ zu haben?! (und wenn ich denke, wieviele sogar mit einer AWE32 schon zufrieden sind ;-) )
gast123
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon Doctor Creep » Mi 9. Mai 2012, 17:14

gast123 hat geschrieben:von Roland ist ja nichts unter 30€ zu haben?!


ROLAND CM-300 (haste obiges Posting gelesen)? Und ja, war schon ein Schnäppchen, was nicht jeden Tag zu haben ist. Einfach immer mal schauen...

Doc
Benutzeravatar
Doctor Creep
DOS-Guru
 
Beiträge: 970
Registriert: Di 27. Jan 2009, 19:33

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon wobo » Mi 9. Mai 2012, 17:50

@ursprünglicher Thread-Ersteller:

Ich hatte die ganzen 90er (und habe noch) eine Aztech Sound Galaxy, die voll SB PRO (DSP 3.01) kompatibel ist. Vom Sound war ich bisher immer zufrieden. Die SB / SB Pro - Kompatibilität war ohne Beanstandung, das Rauschen war wesentlich geringer als bei der ursprünglichen SB 2.0 bei der man u.a. auch sämtliche Ladevorgänge von der Festplatte hören konnte.

Da aber die Aztech-Soundkarte nicht in ISA-Bus-Systemen mit mehr als 8 Mhz läuft, habe ich in einen solchen PC eine ALS 100 reingesteckt, die auch einen ISA - Bus bis jedenfalls 11 Mhz aushält.

Jetzt im direkten Vergleich zwischen ALS 100 und der Sound - Galaxy PRO-komp. muss ich sagen, dass die ALS 100 bei den von mir benötigten Frequenzen von 4-22 khz, 8 bit, mono _WESENTLICH_ sauber und runder und lange nicht so blechern klingt, awie die Sound Galaxy. Im ersten Moment dachte ich die Sound Galaxy ist kaputt, aber ich glaube eigentlich, dass sie immer so geklungen hat, weil mir das in den 90ern auch schon aufgefallen war.

Der OPL - Sound auf der ALS 100 klingt für mich auch beanstandungslos. Ich höre keinen großen Unterschied zum OPL3 der Sound Galaxy (habe aber kein tolles Gehör).

Der einzige Haken an der ALS 100 ist, dass sie ne Plug ´n Play - Karte ist und Du deswegen Initialisierungstreiber benötigst. Ist doof, wenn du mal ein anderes Hobby- Betriebssystem ausprobieren willst (gilt aber auch für alle PnP-SB 16+ Karten).

Ánsonsten ist die ALS 100 mein 1-EURO-Tip! Auch die ganzen SB 2.0 - Highspeed-Modi, SB-PRO-stereo modi und alle 8-bit-SB-16 Modi arbeiten anstandslos. Ob es stimmt, dass sie mit 16bit-Modi der SB 16 nicht klar kommt, weiß ich nicht. Habe das nie ausprobiert (8 bit ought to be enough for everyone).
wobo
DOS-Guru
 
Beiträge: 555
Registriert: So 17. Okt 2010, 13:40

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon drzeissler » Mi 9. Mai 2012, 18:31

ich habe den lautstärkeregler der sbpro auf ca. 15% stehen, da rauscht nix und das fiepen von ladevorgängen ist auch nicht zu hören, den rest machen die aktiv-lautsprecher.
CPU: 486 DX2/66 MOBO: SNI-D882 RAM: 3x16MB - FDD: 3,5" 1,44MB HDD: 6,4GB Seagate ISA(1): Audican32Plus PCI(1): 3com TX 905 OS: MsDos622 - Win95a - WinNT 3.51
drzeissler
DOS-Gott
 
Beiträge: 3044
Registriert: Mo 8. Feb 2010, 16:59

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast123 » Mi 9. Mai 2012, 19:52

sry Doctor Creep,
das wichtigste hatte ich überlesen, danke! das ist eine Überlegung wert, werde ich mir ansehen :-)

danke für die Info zur ALS100, ist sie wieder im Rennen :D
gast123
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast123 » Mi 9. Mai 2012, 21:55

sry für den Doppelpost, aber editieren geht nicht.

Bisher hab ich mich nur mit wavetables beschäftigt, deswegen nun ein par Fragen:
- Wie schließe ich so ein externes Modul an? an den Game-Port? (da soll ja Midi integriert sein)
- die Soundausgabe erfolgt dann direkt am externen Modul und nicht über die Soundkarte?
- sind der interne Wavetable-Port und der Midi-Port (über den Game-Port) gleich angeschlossen oder würden sich so sogar 2 Wavetable an einer Karte betreiben lassen? (das frag ich vorallem, weil ich in der Konfigurationssoftware meiner Aztech immer nur von einem MPU401 Port lese, den ich konfigurieren kann, wie sollte ich dann den über den Game-Port steuern)

und: könnte man dann bei Karten, die keinen WTH aufgelötet haben trotzdem ein wavetable über den Game-Port anschließen?
gast123
 

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon tom4DOS » Mi 9. Mai 2012, 22:59

Externe MIDI-Module werden über ein MIDI-Adapterkabel (15pin DSub auf 2x 5Pol Diodenstecker) an den Gameport angeschlossen. Der ist dann sozusagen die MPU401-Schnittstelle. Hat die Soundkarte noch einen WaveBlaster-Header, hängt auch der an der MPU-Schnittstelle des Soundchips. Man kann an beide gleichzeitig ein Modul anschließen, dann werden aber auch beide Module gleichzeitig dudeln (und sich vermutlich bei bestimmten MIDI-Kommandos in die Quere kommen). Audioausgabe läuft beim WBH über die Soundkarte, externe Module haben ein Line-Out.

Noch zum ALS100: Für eine günstige Ein-Chip-Lösung ist der sicher nicht verkehrt, er kann halt nicht allzuviel. Dass der SB16-Modus nur 8bit-Samples abspielt, dürfte bei DOS-Spielen so gut wie irrelevant sein; mir ist nur ein DOS-Spiel bekannt, das auf einer 16bit-Audioausgabe besteht (Zork Nemesis).

Letztendlich wird wohl jede einfache ISA-Soundkarte unter DOS irgendwie zu gebrauchen sein (neben ALS100 und ESS gibt es ja noch div. Opti/Analog Devices-Karten oder Karten mit Crystal-Chips), solange sie einen SBPro-Betriebsmodus besitzen. Spezialisten wie eine Gravis Ultrasound sind für Spiele hingegen nur gut geeignet, wenn das Spiel die Ultrasound auch direkt unterstützt.
tom4DOS
BIOS-Flasher
 
Beiträge: 373
Registriert: Do 24. Feb 2011, 17:20
Wohnort: München

Re: günstige Soundkarte für Retro-PC

Beitragvon gast » Do 10. Mai 2012, 10:59

habe hier noch ne Aureal Vortex PCI rumliegen der Synthesizer darauf kann die normalen win9x DLS fonts bis 8MB laden falls notwendig kann man aber auch Wavetable boards anschliessen.
gast
 

Nächste

Zurück zu Gästeforum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste