PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

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philscomputerlab
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PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon philscomputerlab » Fr 12. Apr 2013, 12:27

Die Idee kam von einem Forum Post auf der Seite VOGONS.

Jemand hat gefragt ob es möglich ist mit einem USB - MIDI Adapter und MUNT sozusagen einen MT-32 / CM-32L Emulator für einen echten 386er oder ähnlichem zu bauen.

Tja: Es funktioniert!

Allerdings hat mein billiger USB - MIDI Adapter von eBay nicht mit MUNT als MIDI Quelle funktionieren wollen. Das Roland UM-ONE mkII funktioniert jedoch problemlos.

Auf dem PC rennt dann MUNT, man stellt das UM-ONE als MIDI Eingang ein, und startet dann am 386er (oder was man halt hat) ein Spiel. MUNT zeigt die ganzen LCD Nachrichten ein (Insert Buckazoid z.b.) und emuliert dann die MT-32 oder CM-32L.

Ich verwende diese Einstellung jetzt um Vergleichs Videos zu machen.

Vielleicht interessiert das ja den einen oder anderen.
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FGB
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon FGB » Fr 12. Apr 2013, 12:42

Tja, zwei Rechner aufzubauen um an einem zu spielen und den anderen als "Midiserver" zu benutzen - warum eigentlich nicht. Nicht jeder will sich gleich ein MT-32 kaufen und kann so erstmal günstiger ausprobieren, wie es klingt. Interessant wäre es, herauszufinden, welche Billig-USB-Interfaces funktionieren und welche nicht. Das wäre ja auch nochmal ein Kostenfaktor.
Meine Sammlung zeige ich in meiner Hardware Gallery: AmoRetro.de.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon raidenfighterkirkov » Fr 12. Apr 2013, 13:23

Hi !

Spannend wäre doch auch, wenn jemand in der Lage wäre eine 100% Mt32 fähige ISA Slotkarte anzufertigen.
Das wäre doch mal ein tolles Bastelprojekt.

Herzliche Grüße
RFK
plentus
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon plentus » Fr 12. Apr 2013, 15:34

raidenfighterkirkov hat geschrieben:Hi !
Spannend wäre doch auch, wenn jemand in der Lage wäre eine 100% Mt32 fähige ISA Slotkarte anzufertigen.
Das wäre doch mal ein tolles Bastelprojekt.


das gibt es doch schon lange ... http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... Lapc-1.jpg


Interessanter wäre imo ein stand-alone-usb-midi sound device auf z.b. arm oder fpga basis, welches je nach bedarf zu 99% den benötigten Standard emuliert (ähnlich wie maulwurfs munt-pc) , so das man nicht nen extra pc braucht, wenn keine original roland hw vorhanden ist.

Gruss
raidenfighterkirkov
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon raidenfighterkirkov » Fr 12. Apr 2013, 18:04

:-)

Ja Orginalhardware gibts es natürlich schon lange...hast du schon mal versucht halbwegs günstig an solche Karten ranzukommen ?

;)

Bzw. es wäre interessant zu wissen ob es machbar wäre solche Karten selber zu konstruieren. Es gibts doch hier so viele Bastelprojkete und dutzende User die noch eine passende Midi Interface Karte benötigen.

Herzliche Grüße
RFK
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon elianda » Sa 13. Apr 2013, 14:23

Was ist da jetzt anders konfiguriert im Vergleich zur Nutzung eines zweiten PCs als Midi Abspielgeraet?

Mein Aufbau ist dabei so:
Spiele PC Midi-Out per Kabel zu einem Midi-In beim Abspiel-PC. Auf dem Abspiel-PC MidiYoke und weiterleiten des Datenstroms auf ein beliebiges Midi-Out Geraet.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Midi-Out Geraet eine echte Soundkarte oder eine Emulation ist.

Daher sollte das eigentlich auch schon immer mit MUNT gehen.
Das Ganze ist ziemlich flexibel. Man kann z.B. auch aus dem Dosbox Emulator heraus irgendeine Soundkarte eines DOS-Rechners MIDI spielen zu lassen.

Irgendwo gab es dazu hier schon einmal einen Thread, finde ihn gerade nicht.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon Shockwav3 » So 14. Apr 2013, 09:58

raidenfighterkirkov hat geschrieben::-) Bzw. es wäre interessant zu wissen ob es machbar wäre solche Karten selber zu konstruieren. Es gibts doch hier so viele Bastelprojkete und dutzende User die noch eine passende Midi Interface Karte benötigen.
Wenn du mir den Schaltplan von irgendeiner Karte besorgst sollte es für mich kein Problem darstellen eine entsprechende Karte in Eagle zu routen. Alternativ (sollte wirklich-wirklich Interesse daran bestehen) kann ich auch fertige Karten "clonen", wichtig wäre dann nur, dass a) die Bauteile weiterhin verfügbar sind b) das Copyright der Karten entweder ausgelaufen ist oder freigegeben wurde c) jemand bereit ist mir seine Karte zu überlassen (und ggf. damit zu leben seine Karte nicht mehr funktional wieder zu kriegen [Risiko: 30%]) bzw. hochauflösende Scans (300DPI Minimum) der komplett entlöteten Karte zur Verfügung zu stellen und d) die Platine nicht mehr als 2 Layer hat (was aber wohl auf 95% aller Steckkarten der Zeit zutreffen dürfte).

Solltet ihr sowas auf die Beine stellen wollen, kann ich wirklich gerne mein "Know-How" anbieten, habe allerdings kein all zu großes Interesse mich um die Organisation zu kümmern, da ich gegenwärtig bereits so ein Komplett-Projekt (digitalisieren, Copyrights erlangen, Platinen produzieren) am laufen habe.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon plentus » So 14. Apr 2013, 19:30

Bei so einem Clone-Projekt dürften die Kosten aber jenseits von gut und böse sein ... und erst recht, wenn man in irgend einer art und weise die Arbeitszeit berücksichtigt.

Wieviel CPU-Power braucht man eigentlich für Munt?

Den kram auf arm zu kompilieren ist ja vielleicht möglich und wenn man das auf nem raspberry zum laufen bekäme,
z.b. hier: http://www.exp-tech.de/Mainboards/raspberry-pi.html

dann könnte man so eine Platine vielleicht ja mit gewissem Aufwand dahingehend erweitern, dass man das Modul auf nen Midi Header von ner sb16 oder so draufpackt.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon philscomputerlab » Mo 15. Apr 2013, 01:30

CPU Belastung muss ich mir noch etwas genauer anschauen.

Habe ein altes netbook und Celeron notebook rumliegen, mal schaun ob die es packen.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon Shockwav3 » Mo 15. Apr 2013, 03:12

plentus hat geschrieben:Bei so einem Clone-Projekt dürften die Kosten aber jenseits von gut und böse sein ... und erst recht, wenn man in irgend einer art und weise die Arbeitszeit berücksichtigt.
Nunja, das clonen würd ich für Umme machen, das digitalisieren geht auch relativ schnell (3 Abende vielleicht) und die Bauteile auf z.B. einer Midiman MM-401 kosten bei Reichelt unterm Strich auch nicht mehr als 20€ (wobei man den Intel IC darauf wohl extern besorgen müsste) ... etwa gleichviel würde es kosten eine neue Platine herstellen zu lassen.
Find ich persönlich noch überschaubar.
Ist auch nicht mehr als ein Angebot - entscheidener Faktor wäre eben, dass man das Copyright erhält.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon raidenfighterkirkov » Mo 15. Apr 2013, 05:31

HI !

Ich nehme an das größte Problem wird es mit dem Copyright geben, da Roland wohl kaum einwillligen wird.

Herzliche Grüße
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon Shockwav3 » Mo 15. Apr 2013, 06:12

Naja, M-Audio hat ja nichts mit Roland zu tun ... ROM für die MM-401 hab ich auch schon online gefunden ... bräuchte eigentlich gegenwärtig nur noch ein hochauflösendes Foto der Karte um die Chipbezeichnungen abzulesen - dann könnte man recht gut abschätzen ob sich der Aufwand lohnt.
Alternativ: Es gibt einen Schaltplan für die ISA Karte die zur MPU-401 Breakout Box gehört ... das wäre zwar recht grenzwertig die einfach nachzubauen, aber da's die Breakout Boxen immer mal wieder günstig gibt vielleicht garkein so sinnloses Unterfangen.
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon philscomputerlab » Mo 15. Apr 2013, 10:10

Muss jetzt aber schon sagen, bei dem Aufwand besser gleich eine echte Roland MT-32 kaufen :)

Fotos von der MM401 kann ich dir machen!

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plentus
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon plentus » Mo 15. Apr 2013, 17:02

Sich beim nachbauen für eine mpu401 kompatible midischnittstelle zu entscheiden ist wohl die richtige wahl.

Ob auf eine mit eagle selbst-gelayoutete Platine allerdings urheberrecht geltend gemacht werden kann, halte ich für fraglich.

Etwaige Firmware dürfte wohl im Grauzonenbereich liegen - munt funktioniert ja meines wissens auch nicht ohne und wird ohne firmware verteilt.


MusicQuest hat aber auch noch clones hergestellt - die hier etwa:
http://i301.photobucket.com/albums/nn63 ... ure189.jpg

link von dieser seite: http://vogons.zetafleet.com/viewtopic.php?t=27015
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Re: PC + Roland UM-ONE mkII + MUNT = MT-32 und CM-32L

Beitragvon Shockwav3 » Di 16. Apr 2013, 04:40

Maulwurf: magste mir die Bezeichnung von dem großen Intel-Chip auf der Midiman Karte durchgeben? Auf dem Foto ist die leider nicht eindeutig ablesbar.

Bzgl. Urheberrecht bei geklonten Platinen: Fraglich ist genau der richtige Begriff, aber "better save, than sorry" - sollte Interesse an sowas bestehen habe ich keine Lust Ärger vom Urheber (unwahrscheinlich) bzw. es "von der Community auf den Sack zu kriegen" (schon eher) weil im Nachhinein jemand sich ne goldene Nase mit der Platinenproduktion verdient (auch wenn der "Markt" klein und sehr speziell ist).

Mir geht's ja darum (wie in dem zitierten Posting geschrieben), dass die Leuts eine Möglichkeit kriegen einen echten MT-32 im "intelligent mode" an ihre 286/386/486er anzuschließen ohne auf eBay arm zu werden oder ewig lang über vogons/queststudios/etc. suchen zu müssen - alles andere wäre in der Tat eher sinnbefreit, da es ja massig semi-kompatible SB-Karten für wenig Geld gibt - obendrein wäre es vielleicht mittelfristig gesehen eine "brauchbare" Grundlage MUNT Standalone Karten zu bauen, sollte jemand MUNT auf ARM Prozessoren porten. Ist halt eine Lösung für Puristen die ungern Zeit für Hardwareaquise aufbringen wollen.

Da aber scheinbar kein/kaum Interesse daran besteht, zieh ich mich erstmal zurück - stehe aber weiterhin gerne via PN zur Verfügung.
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