Akku-Pack auf Mainboard ersetzen

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Odin
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Akku-Pack auf Mainboard ersetzen

Beitragvon Odin » Di 23. Mai 2006, 15:47

Hallo,

ich habe mich heute mal wieder durch meine Mainboard-Sammlung "gewühlt" und dabei festgestellt, dass bei manchen Mainboards, die mit einem 3,6V-Akku-Pack ausgestattet sind (ich kann im Moment leider kein Foto machen aber hier ist ein Bild: http://www.winhistory.de/more/486/486.htm#batt (das erste, der "festgelötete Akku"), der Akku ausgelaufen ist. Da das nicht gut ist, wollte ich mal fragen, ob jemand weiss, wie man die Dinger am besten ersetzt. Zu kaufen gibt es die anscheinend nicht (mehr)...

Gruss, Odin
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Beitragvon bttr » Di 23. Mai 2006, 17:33

Frage doch mal in den Usenet-Newsgroups de.comp.hardware.cpu+mainboard.misc oder de.alt.folklore.computer.
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Odin
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Beitragvon Odin » Di 23. Mai 2006, 21:20

Usenet... schlechte Idee... ich habe das noch nie hinbekommen, Newsgroups zu abonnieren (ich benutze Mozilla Thunderbird - da kann ich nur "news.mozilla.org" abonnieren, bei allem anderen kommt immer "Konnte nicht mit Server XYZ verbinden").

Ich habe erst gedacht, ich nehme einfach drei normale Akkus (Grösse AA oder AAA), schalte die in Reihe, und klemm das da dran. Das ist aber gross und ich weiss nicht, ob das auch so gut ist...
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Beitragvon bttr » Mi 24. Mai 2006, 09:44

Nö, keine schlechte Idee! ;-) Ich habe hier auch Thunderbird (Version 1.0.7) im Einsatz und seit Monaten keinerlei Probleme.

Tipp: Registriere dich bei Arcor kostenlos für den Dienst "PIA basic" (http://www.arcor.de/register/reg_01.jsp) und benutze diese E-Mail-Adresse im Usenet, damit du nicht auf deinen anderen Mailkonten zugemüllt wirst.

Der Arcor-Server heißt dann "news.arcor.de", läuft auf Port 563 und unterstützt sichere Verbindungen (SSL). Anmelden mußt du dich mit den Daten das Mailkontos.
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Beitragvon Odin » Mi 24. Mai 2006, 10:05

Tja, da geht es schon los... meine Standard-E-Mail-Adresse ist von Arcor...

Ich werde das trotzdem mal testen.

Gruss, Odin
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Beitragvon Odin » Mi 24. Mai 2006, 10:19

So, ich habe das jetzt mal gemacht und es funktioniert sogar...

Vielen Dank!
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Beitragvon Dosenware » Mi 24. Mai 2006, 20:34

Zur Not bastelst du einfach 3 1,5V Knopfzellen aneinander (wenn du die Huelle der Batterie entfernst, duerftest du eben 3 Kopfzellen sehen - war zumindest bei mir so)
Wenn du auf nummer Sicher gehen willst: haenge einfach noch eine Diode ran - damit ist sichergestellt, das dass Board nicht versucht den Pack zu laden und gleichzeitig senkst du die Spannung von 4,5V auf etwa 3,8V.

(kannst aber mal austesten inwieweit sich Knopfzellen laden lassen - zumindest bei normalen Batterieen klappt das recht gut, besonders bei Alkalis)

EDIT: PS. Inwiefern ausgelaufen? Etwas Gruenspan scheint bei den alten Geraeten normal zu sein - das ist halt korrodiertes Kupfer, sofern das Cmos seine Daten behaelt, wuerde ich mir keine Sorgen machen.
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Beitragvon Odin » Mi 24. Mai 2006, 22:01

(kannst aber mal austesten inwieweit sich Knopfzellen laden lassen - zumindest bei normalen Batterieen klappt das recht gut, besonders bei Alkalis)


:-? Bist du besch... ???? Ich habe einmal gesehen, wie eine Batterie explodiert ist - glaub mir, man lädt Batterien besser nicht auf. Da ist die Idee mit der Diode besser...

EDIT: PS. Inwiefern ausgelaufen? Etwas Gruenspan scheint bei den alten Geraeten normal zu sein - das ist halt korrodiertes Kupfer, sofern das Cmos seine Daten behaelt, wuerde ich mir keine Sorgen machen.


Doch, die Akkus sind ausgelaufen. Das grüne Zeug kommt ja erst dadurch. Auch wenn ich von diesem ganzen Chemie-Zeug keine Ahnung habe: wenn das nur in der Nähe des Akkus ist, dann ist es für mich irgendwie eindeutig. Und ausserdem ist auf solchen Platinen immer Lötstopplack drauf, das heisst, da kann keine Korrosion entstehen, weil kein bisschen Kupfer (oder eben nur sehr wenig) Kontakt mit der Luft hat...

Gruss, Odin
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Beitragvon Dosenware » Mi 24. Mai 2006, 22:08

Odin hat geschrieben: :-? Bist du besch... ???? Ich habe einmal gesehen, wie eine Batterie explodiert ist - glaub mir, man lädt Batterien besser nicht auf. Da ist die Idee mit der Diode besser...


*Schulterzuck* ist mir bisher nicht passiert, habe bisher allerdings auch nicht versucht eine Zink-Kohle Batterie mit einem Schnellader zu bearbeiten (bei denen koennte ich mir einen Knall vorstellen, da bei den Zink-Kohle Batterien beim Entladen die Huelle aufgeloest wird - bei Alkalis sollte soetwas nicht passieren, oder ich hatte jahrelang Glueck ;-) )
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Beitragvon redled » Mi 24. Mai 2006, 23:28

Achte bei der Diode darauf, daß es eine Germaniumdiode ist.
Über eine Siliziumdiode fallen gute 550mV ab, dann hast Du keine 3,6V mehr, sondern nur noch ca. 3,1V. Kann trotzdem funktionieren.
Über eine Germaniumdiode fallen ca. 330mV ab.
Besser ist die Lösung mit 3x 1,2V Akkus in Serie, sollten aber nicht größer als Mignon-Zellen sein, da der Ladestrom vom Board nicht sehr groß ist. Die Zellen gibts teilweise als Pfennigware bein großen
"C". Meist verklebt als Pack, 9,6V oder so. Einfach zerlegen!
Oder Du schaust mal im Computerschrott beim Händler um die Ecke nach alten Boards, da wirst Du bestimmt fündig!

Viele Grüße Rico
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Beitragvon Dosenware » Mi 24. Mai 2006, 23:31

das sind 1,5V batterieen ergibt 4,5V mit diode sinds etwa 3,8V (streut ein bisschen bei den Dioden)
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Beitragvon Odin » Do 25. Mai 2006, 10:43

Besser ist die Lösung mit 3x 1,2V Akkus in Serie, sollten aber nicht größer als Mignon-Zellen sein, da der Ladestrom vom Board nicht sehr groß ist. Die Zellen gibts teilweise als Pfennigware bein großen
"C". Meist verklebt als Pack, 9,6V oder so. Einfach zerlegen!


Das mit dem Ladestrom macht mir ja auch Sorgen, denn ich weiss eben nicht ob das dem Board so gut tut. Ich kann es aber versuchen. Bei der Apotheke mit dem grossen C kaufe ich nicht (mehr), ich werde mir einfach normale Mignon-Akkus nehmen und das damit ausprobieren. Ansonsten mache ich eben das mit den Knopfzellen und der Diode, der Vorteil wäre nämlich der wesentlich geringere Platzbedarf... Das kann ich nämlich so auf dem Board verbauen...

Oder Du schaust mal im Computerschrott beim Händler um die Ecke nach alten Boards, da wirst Du bestimmt fündig!


Das wäre auch eine Möglichkeit, nur dann habe ich in ein paar Jahren wieder das gleiche Problem. Das ist also eine weniger praktische Lösung.

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Beitragvon redled » Fr 26. Mai 2006, 03:26

Ich habe mal im embedded-PC Bereich gearbeitet, Produktmodifikation und RMA-Handling. Ich habe häufig Boards mit ausgelaufenen Akkus bekommen. Ich selbst habe hier noch 2 x MSM5x86/133-16 liegen,
die genau diese Akkus verwenden. Die Firma hat später diese Akkus nicht mehr verbaut, weil die Boards sehr häufig gestreikt haben.
Das Problem-> Sie booten ab einer bestimmten Spannung nicht mehr und durch das ausgelaufene Elektrolyt kam es zu vielen Ausfällen bei diesem Typ!
Du könntest aber im Net mal nach Schaltungsunterlagen oder Infos suchen, evtl. findet sich da was. In der Regel muss man nur einen bestimmten Widerstand oder eine Diode entfernen und dann kannst Du eine Lithium-Batterie einsetzen. Solche Lithium-Batterien habe ich hier.
Mit etwas Glück habe ich auch noch so einen Akku da.
Das Board ist übrigens 10x10cm groß und ist ein kompletter PC.
Eine MiniDos oder Linux findet in einer 2MB großen Flashdisk Platz.
Ich habe mir die Dinger wieder repariert, sollten weggeworfen werden.
Ideal für Steuerungsaufgaben in Verbindung mit einem µC.
Tastatur und Monitor anstöpseln und los gehts!
Viele grüße Rico
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