PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

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PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon Locutus » Fr 14. Jul 2017, 17:59

Hallo Leute,

ich habe bereits erfolgreich SATA-DVD-ROMs unter DOS verwendet, undzwar mit dem Treiber udvd2.sys was mit FreeDOS mitgeliefert wird. Jetzt habe ich hier einen DOS-Rechner den ich mit einem Silicon Image 3512-basierten PCI-SATA-Controller aufgerüstet habe.

Das Interessante ist: Auf meinem aktuellen Hauptrechner ist ein SATA-Controller natürlich bereits im Chipsatz integriert. Hier reicht es wenn ich im BIOS "IDE" anstatt "AHCI" wähle und die DVD-Laufwerke werden beide korrekt von udvd2.sys erkannt.

Warum funktioniert das mit dem SIL3512 nicht? Hier habe ich ebenfalls das "IDE BASE BIOS" geflasht. Unter Windows 98 wird das DVD-Laufwerk korrekt erkannt.

Nicht dass man das unbedingt bräuchte, aber nur mal so aus Interesse... :-)

Gruß
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon S+M » Sa 15. Jul 2017, 11:24

Auch mit IDE-Bios ist es eben nicht der "Standard-IDE". Das wäre auch gar nicht gut, denn IDE unterstützt doch nur 4 Geräte und damit bekämst du wohl Probleme mit dem internen IDE-Controller?!
Deswegen funktioniert unter win98 auch nicht der Standard-IDE-Treiber.
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon Dosenware » Sa 15. Jul 2017, 13:16

@SM

Ist so nicht ganz korrekt, IDE unterstützt 2 Geräte (pro Controller).
Es gibt 4 Standardadressen für 4 IDE-Controller, von denen das Bios üblicherweise nur die ersten beiden unterstützt, der Windowseigene Treiber kennt alle 4.
Deshalb kann man übrigens auch Festplatten an einer Soundkarte betreiben - klappt mangels entsprechendem Treiber/Biosunterstützung jedoch nur unter Windows und ist auch nicht besonders schnell.

PS. den Mainboardeigenen IDE kann üblicherweise deaktivieren.

@Borg

Schau doch mal im Gerätemanager an welcher Controlleradresse das DVD-Laufwerk hängt.
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon Locutus » So 16. Jul 2017, 09:46

Habe noch etwas recherchiert und ich denke die Antwort ist einfach, dass der SIL3512 keinen richtigen IDE-Modus "emuliert" unter DOS und auch unter den Standard-IDE-Adressen nicht erreichbar ist. Die Festplatte hängt er wohl über Int13h rein und unter Windows benötigt er eben einen SATA-Treiber, der dann als SCSI-Controller gelistet wird und deshalb klappt das CD-ROM dann unter Windows.

Mein Hauptrechner hat ja gar keinen Onboard-IDE-Controller mehr. Wenn ich im BIOS "IDE" auswähle wird der SATA-Controller der im Chipsatz steckt wohl einfach einen normalen IDE-Controller emulieren. Damit ist er dann witzigerweise kompatibler zu DOS als der Rechner in dem der SIL3512 steckt, zumindest in Sachen SATA. :-)

UDVD2.SYS unterstützt anscheinend den SIL3512 einfach nicht.
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon GMBigB » Mo 17. Jul 2017, 17:37

Das Gefrickel mit SATA-Controllern unter DOS kenne ich und habe es irgendwann aufgegeben. Beste Lösung: ein SATA-Controller mit eigenem BIOS, z.B. ein Dawicontrol DC-150. Kostet neu ca. 30 Euro, braucht keine Treiber und man kann problemlos davon booten. Was anderes würde ich mir nicht mehr antun... :-)
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon Locutus » Di 18. Jul 2017, 08:31

@GMBigB: Der DC-150 basiert auf einem Silicon Image-Chipsatz. :-) Gerade DAMIT funktioniert das DVD-Laufwerk ja nicht. Klappt das bei dir etwa?
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Re: PCI SATA-Controller unter DOS, udvd2.sys?

Beitragvon S+M » Do 20. Jul 2017, 19:08

Dosenware hat geschrieben:@SM

Ist so nicht ganz korrekt, IDE unterstützt 2 Geräte (pro Controller).
Es gibt 4 Standardadressen für 4 IDE-Controller, von denen das Bios üblicherweise nur die ersten beiden unterstützt, der Windowseigene Treiber kennt alle 4.

Hm, gilt das auch für win9x? Ich dachte da gäbe es Probleme, wenn man die Sata-Ports einfach auf IDE stellt, weil es dann quasi zuviele IDE-Controller gibt. Ich dachte das wäre auch die Ursache für die damit zusammenhängenden Probleme (Rechner startet Win9x nicht mit >2GB Ram installiert, egal ob der "Speicher-Begrenzen"-Eintrag drinnen ist oder nicht). Deaktiviert man den Sata-Controller oder stellt ihn auf AHCI ist alles gut.

Keine Treiber klappt nur beim Booten, danach braucht man unter DOS CD-Treiber (zumindest ist mir bisher nichts anderes untergekommen).
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