Commodore 286 verweigert das Starten

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Lineablu
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Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » Fr 27. Mai 2016, 20:54

Hallo zusammen!

Ich habe einen kleinen Slimline 286-16 von Commodore. Leider startet er nicht, es geht nicht mal der Monitor an. Auf jeden fall ist die Dallas RTC Batterie leer. Aber deshalb sollte er doch starten mit den üblichen CMOS Battery failure, oder?

Seit heute bekomme ich auch endlich einen beep Fehlercode. Verbaut ist ein AMI Bios für 286er. Laut beep-code (3x kurz) soll ein Fehler in den ersten 64kb im RAM vorliegen. Die vier RAM Riegel habe ich schon mit anderen getauscht. Komischerweise bekomme ich den beep-code erst seit ich eine andere Festplatte angeschlossen habe. Vorher war kein Bild und kein Ton.

Gekauft hatte ich das Gerät vor 12 oder 13 Jahren, damals hat er funktioniert mit der Meldung, dass die CMOS Batterie schwach sei. Vor ein paar Wochen als ich den Rechner wieder aktivieren wollte, ging er beim dritten oder vierten Mal ganz normal an aber nach dem Ausschalten ging er erneut nicht mehr an.

Die Grafikkarte ist onboard, eine funktionierende ISA Grafikkarte habe ich auch schon probiert aber ohne Erfolg. Nun ist mein Latein am Ende...

Weiß jemand Rat oder hat selber so einen Commodore 286-16?

Schöne Grüße
Cheistian
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Daryl_Dixon
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Daryl_Dixon » Fr 27. Mai 2016, 23:02

Lineablu hat geschrieben:Weiß jemand Rat oder hat selber so einen Commodore 286-16?

tja, vieles kann hier im Argen liegen. Ich zähle mal auf was mir dazu einfällt:

1) CMOS-Batterie ausgelaufen und evtl dort das Mainboard beschädigt (verätzt, korrodiert)?

2) vlt erster RAM-Slot defekt oder dessen Ansteuerung...wieder irgendwo auf dem Mainboard

3) Beep nach Festplattentausch weil vorher vlt 2 Fehler (eben auch die erste Festplatte) angelegen haben.
Da kanns schon sein dass bei mehreren Problemen es garkeinen Beep mehr gibt. Läuft die alte Festplatte
in einem anderen System?

4) Wenn "kalter" Rechner beim ersten Start geht und dann bei Reboots nicht, könnte irgendwo Kriech-
strom anliegen / Restspannung die da nix zu suchen hat. Könnte dann wieder am Mainboard oder am
Netzteil liegen.

5) das mit der ISA-Grafikkarte: damit die funktioniert muß evtl die Onboardgrafik abgeschaltet werden.
Vlt mittels Jumper. Hast Du ein Handbuch vom Mainboard?

Und ansonsten würde ich sagen, sollte das ein(er unserer Restaurations)profi/s mal durchmessen ^^

vG; Daryl_Dixon
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wollev45

Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon wollev45 » Sa 28. Mai 2016, 08:50

bei solch alten geräten empfehlt es sich immer wieder mal alle gesockelten chips etwas zu "bewegen" das wirkt manchmal wunder denn da kann im laufe der jahre schon mal ein übergangswiderstand entstehen...
einfach vorsichtig mit einem kleinen schraubendreher die chips auf beiden seiten 2-3 mm anheben und wieder eindrücken, gibt stellenweise ganz komische geräusche ist aber genau das was beabsichtigt ist.

mach doch mal gute bilder vom mainboard vielleicht hat daryl_dixion auch recht und du hast nen akkuschaden.
Könnte auch ein alter kondensator sein der stress macht...
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Lineablu
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » Sa 28. Mai 2016, 10:44

Hallo,
die Batterie ist nicht ausgelaufen, es ist ja ein Dallas-Chip. Das Mainboard ist sehr sauber ohne jeglicher oxidation oder ähnliches.

Das beepen bleibt auch mit der alten Festplatte, ob diese in einem anderen Rechner läuft werde ich heute mal im 486er probieren.

Die Onboard Grafik wurde mittels Jumper deaktiviert als ich die ISA Grafikkarte ausprobiert habe.

Leider habe ich zu diesem Computer keinerlei Unterlagen, nur die Jumperbelegung die auf dem Netzteil aufgeklebt ist.

Die Chips werde ich heute auch mal mit einem Glasfaserpinsel reinigen und wieder fest einsetzen. An das habe ich noch gar nicht gedacht.

Der Bios Twinhead Chip wurde bereits ausgelötet und durch einen Sockel ersetzt, darunter ist alles sauber, auch ein beeper wurde wieder angeschlossen. (auf den Bilder ist dies noch nicht zu sehen)

Hier nun die Bilder:


IMG_0331-2.jpg
Mainboard
IMG_0331-2.jpg (381.98 KiB) 1028 mal betrachtet
IMG_0334-2.jpg
Der Commodore 286-16
IMG_0334-2.jpg (205.9 KiB) 1028 mal betrachtet
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon wolfig_sys » Sa 28. Mai 2016, 12:19

Na, DALLAS Chip?
Damit kommen wir schon etwas näher an das Problem.
Villeicht will es partout nicht starten, weil der villeicht leer ist?

Und noch etwas hilfe: TH99 386SX und 286
http://www.uncreativelabs.de/th99/m/C-D/31072.htm
http://www.uncreativelabs.de/th99/m/C-D/31070.htm
0xDEADBEEF
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » Sa 28. Mai 2016, 19:31

So, die Festplatte funktioniert einwandfrei am 486er.

Den Dallas Chip habe ich mittels Internetanleitung mit einer externen Batterie versorg, dieser sollte somit wieder funktionieren.

Alle gesockelten Chips und RAMs aus der Fassung genommen, mit Glasfaserstift gereinigt und wieder eingesetzt.

Alles ohne Erfolg, immer noch 3 kurze beeps und kein Bild.

@wolfig_sys: Danke für die beiden Links aber es passt leider nichts zu meinem Mainboard.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon nicetux » Sa 28. Mai 2016, 20:14

Was ist mit dem Netzteil? Hast du da nachgesehen, ob es die richtigen Spannungen bringt?

Was anderes, was machst du mit dem Gerät wenn es nicht mehr in Gang zu bringen ist?
.....
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon kylix » Sa 28. Mai 2016, 22:09

Ich hätte ja eher an eine falsche Organisation der RAM-Module gedacht.
Aber das kann es auch eher nicht sein, wenn es mit denen, die beim Test vor längerer Zeit funktionierten, nun nicht mehr funktioniert.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon der_computer_sammler » So 29. Mai 2016, 09:27

.
Zuletzt geändert von der_computer_sammler am Mi 2. Nov 2016, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » So 29. Mai 2016, 10:31

Das Netzgerät könnte ich noch durchmessen. Leider ist es kein standart AT Netzteil und somit weiß ich auch nicht wo welche Spannung anliegen soll.

Die RAM Riegel hatte ich schon getauscht aber auch erfolgslos. Werd vielleicht mal bei Gelegenheit das Board nochmal ausbauen und die ganzen kontakte der RAM Sockel nachlöten um kalte Lötstellen auszuschließen.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Paladin » So 29. Mai 2016, 11:11

Ich meine! Es gibt z.b. von dem Amiga Bridgeboard A2286 Versionen die ohne Strom auf dem Dalls Modul NICHT starten.
Das sind zwar Amiga Karten,aber vom selben Hersteller und immerhin ein 286er auf Karte.
Desweiteren meine ich selber schon 2/386er hier gehabt zu haben die ohne CMOS Energie schwarz blieben.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » So 29. Mai 2016, 18:16

image.jpeg
image.jpeg (227.91 KiB) 1028 mal betrachtet

Den Dallas Chip habe ich mit einer externen Batterie versorgt wie in einigen Internetanleitungen beschrieben.
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » Mi 1. Jun 2016, 17:51

Ich habe jetzt mal das Netzgerät durch gemessen. Leider findet man zu diesem auch keinerlei Infos aber die schwarzen Kabel sind mit sicherheit Masse, die roten Kabel sind +5V, das gelbe ist +12V, an einem (ich glaube blau) war -12V und einmal hatte ich -5V. Ich denke mal, das Netzgerät kann ich somit auch ausschließen.

Somit bleibt wohl nur noch ein defektes Bauteil auf dem Mainboard übrig...
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon matze79 » Mi 1. Jun 2016, 18:09

Die Dinger haben häufiger Probleme mit den Lötstellen, hab schon mal einen 8088 von Commdore gehabt, dort musste ich bestimm 30 Lötpunkte nachlöten.

Würde mir mal die Lötpunkte jeweils um die Simslots und deren Leitungen ansehen.

Ausserdem würde ich das Dallas flott machen, vieleicht hat er ja CMOS Ram Probleme.
Aber hast du ja schon gemacht :)#
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Re: Commodore 286 verweigert das Starten

Beitragvon Lineablu » Do 2. Jun 2016, 18:25

Na gut, dann werde ich das Gerät wieder zerlegen und mir mal die Lötpunkte ansehen und evtl. nachlöten. Hoffentlich habe ich damit erfolg

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